Viele Schulen benötigen Runderneuerung

Viele Schulen in Sachsen-Anhalt brauchen aus Sicht von Interessenvertretern des Landesschülerrats eine Generalüberholung. In den vergangenen Jahren wurden Millionen Euro in marode Schulgebäude investiert. Das Geld kam zu einem beträchtlichen Teil aus Förderprogrammen. Eine der wichtigsten Hilfen endet im kommenden Jahr: „Stark III“.

Das Investitionsprogramm startete im Jahr 2012. In der ersten Förderperiode bis 2013 wurden mit dem Geld in Höhe von rund 112 Millionen Euro 56 Schulen im Land saniert und modernisiert, teilte das Finanzministerium in Magdeburg mit. Die zweite Förderperiode – und damit auch das Programm – endet 2020. Für 73 weitere Schulen sind die Anträge dafür bereits bewilligt, bei 39 Schulen sind sie noch offen. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 232 Millionen Euro, für die offenen Projekte auf mehr als 121 Millionen Euro. Die letzten Bauarbeiten sollen bis 2023 abgeschlossen sein, erklärte ein Ministeriumssprecher.

„Viele Schulen benötigen Runderneuerung“ weiterlesen

Wie sich Schüler aus Magdeburg Schule wünschen

Fachübergreifende Projektarbeit und digitale Medien statt Frontalunterricht und Klassenarbeiten: Schüler laden Politiker zum Schulentwicklungscamp nach Gardelegen ein, um ihre Ideen für modernen Unterricht zu präsentieren. Über soziale Netzwerke können sich alle Schüler in Sachsen-Anhalt mit Vorschlägen beteiligen.

von Christine Warnecke, MDR SACHSEN-ANHALT

Die „Neue Schule“ in Magdeburg erscheint auf den ersten Blick alles andere als neu. Ein heruntergekommener DDR-Bau, Modell „Erfurt“, von 1978. Bröckelnde Fassade, abplatzende Fensterfarbe, Räume, die mehr wie eine Anstalt denn eine Schule wirken. Doch drinnen werden moderne Konzepte gelebt. Es gibt Lernräume statt Unterrichtsfächer: Jeder Schüler stellt sich seinen Stundenplan individuell zusammen, lernt mit anderen Jahrgängen zusammen.

„Wie sich Schüler aus Magdeburg Schule wünschen“ weiterlesen

Mobbing ist für viele Schüler Alltag

laut Bertelsmann-Studie sind vor allem Grundschulkinder betroffen
Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich in ihrer Schule nicht sicher, sagen sie selbst in einer bundesweiten Befragung. Weiteres ernüchterndes Ergebnis: Hänseleien und Gewalt kennen die meisten.

Die Mehrheit der Schüler in Deutschland hat einer Untersuchung zufolge Ausgrenzung, Hänseleien oder körperliche Gewalt bereits selbst erlebt. Und ein Viertel fühlt sich an der Schule nicht sicher. Zu diesen Ergebnissen kommt eine am Mittwoch veröffentlichte repräsentative Studie im Auftrag der Bertelsmann- Stiftung, für die bundesweit 3448 Schüler zwischen acht und 14 Jahren befragt worden waren. „Auffällig“ und „irritierend“ aus Sicht der Autoren: Besonders hoch ist der Anteil der Übergriffe in den Grundschulen. Dort gaben knapp 30 Prozent der befragten Jungen und Mädchen an, im Vormonat von anderen Schülern gehänselt, auch ausgegrenzt und zudem „absichtlich gehauen“ worden zu sein. An Haupt-, Real-, Gesamt- und Sekundarschulen sagte jeder Fünfte, alle diese drei Übergriffsformen im Monat zuvor erlebt zu haben. Im Gymnasium war es jeder Zehnte.

„Mobbing ist für viele Schüler Alltag“ weiterlesen

Volksbegehren für mehr Lehrer

Eine Initiative gegen den Lehrermangel in Sachsen-Anhalt will ein Volksbegehren starten. Ziel sei, mit einer Änderung des Schulgesetzes erstmals verbindlich zu regeln, wie viele Lehrkräfte und andere Mitarbeiter an den Schulen im Land fest eingesetzt werden müssten, sagte Sprecher Thomas Jaeger gestern in Halle.

Nach Angaben des Landesschulamts sind derzeit rund 550 Stellen an allgemein- und berufsbildenden Schulen im Land ausgeschrieben. Ob 100 Prozent des Unterrichts im kommenden Schuljahr ab dem 15. August abgesichert werden könnten, blieb noch offen. Gestern erhielten rund 196 000 Schüler im Land ihre Zeugnisse und verabschiedeten sich in die sechswöchigen Sommerferien.

„Volksbegehren für mehr Lehrer“ weiterlesen

Zukunftstag spült Geld in die Klassenkasse

6c des Edithagymnasiums überzeugt die Jury des landesweiten Wettbewerbs „Berufsentdeckungen“

Das gibt’s an den Schulen in Magdeburg auch nicht alle Tage: Eine Staatssekretärin und ein Präsident kommen vorbei und füttern die Klassenkasse mit 450 Euro. So geschehen ist dies im Edithagymnasium. Über den Geldsegen freuen konnten sich die Mädchen und Jungen, als Eva Feußner, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, und Klaus Olbricht, Präsident der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, ihnen einen Besuch abgestattet haben. Bei dem Geld handelt es sich um einen ersten Preis, den sich die 6c verdient hat.

„Zukunftstag spült Geld in die Klassenkasse“ weiterlesen

Land will Lehrer mit Mini-Studium

Bachelor-Absolventen dürfen jetzt unterrichten / Gewerkschaft warnt vor „Dumping-Lehrkräften“. Wegen des Lehrermangels stellt Sachsen-Anhalt ab sofort auch Bachelor-Absolventen als Lehrer ein. Die Gewerkschaft GEW warnt vor „Dumping-Lehrkräften“, der Grundschulverband vor einem Verlust an Qualität in der Bildung.

Normalerweise muss, wer in Sachsen-Anhalt Lehrer werden will, vier oder fünf Jahre studieren. Anschließend kommen noch 16 Monate Referendariat hinzu.

Weil das Land aktuell aber so viele Lehrer wie nie sucht und gleichzeitig Bewerber fehlen, hatte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) bereits 2017 die Hürden abgesenkt. Seitdem dürfen auch Diplom-Wissenschaftler wie Chemiker oder Musiker als Seiteneinsteiger im Schuldienst arbeiten. Bei der jüngsten Ausschreibungsrunde von 900 Lehrerstellen im Februar stellten Wissenschaftler ohne Lehramtsabschluss bereits die Hälfte der Bewerber. Trotzdem reichte das nicht. Mehr als 200 Stellen waren auch im April unbesetzt. Mit Beginn einer neuen Ausschreibungsrunde für 550 Stellen am Mittwoch hat Tullner die Voraussetzungen deshalb noch einmal deutlich gelockert. Fehlen höherqualifizierte Bewerber, können ab sofort auch Fachhochschul-Diplomer und Uni-Bachelor als Lehrer arbeiten. Ausgenommen bleiben nur Gymnasien.

„Land will Lehrer mit Mini-Studium“ weiterlesen

15 Eltern klagen gegen die Stadt

Mehrere Familien wollen die Entscheidung zur Zuordnung ihrer Kinder nicht akzeptieren. Zwar haben sich fünf Klagen bereits inhaltlich erledigt. Doch in zehn Fällen laufen noch Verfahren gegen die Stadt vor dem Verwaltungsgericht. In den meisten Fällen geht es darum, dass Kindern nicht wie von den Eltern gewünscht, ein Platz an einer IGS gewährt wurde.

Rund 2000 Kinder werden ab August fünfte Klassen an Magdeburger Schulen besuchen. Für die überwiegende Zahl von ihnen ist klar, wo sie künftig die Schulbank drücken werden. Doch es laufen weiterhin Klagen, wie Kerstin Richter, Leiterin des Fachbereichs Schule in der Magdeburger Stadtverwaltung, während der letzten Sitzung des Schulausschusses des alten Stadtrats berichtete. Und damit stehen einige Familien vor der Situation, dass möglicherweise erst im Laufe der Ferien über die Zukunft ihrer Kinder entschieden wird.

„15 Eltern klagen gegen die Stadt“ weiterlesen

Grundschule über der Gruft

Nach jahrelangem Hin und Her um einen passenden Standort steht nun fest: Statt einer völlig neuen Grundschule in Ottersleben soll die bestehende auf dem Nachbargelände mit dem alten Benneckenbecker Friedhof erweitert werden. Der Neubau soll im Sommer 2022 fertiggestellt werden.

Der Magdeburger Stadtrat hat die Vorplanung zur Erweiterung der Grundschule Ottersleben bestätigt. Für geschätzte 7,4 Millionen Euro soll eine Ergänzung zum bestehenden Schulkomplex an der Richard-Dembny-Straße gebaut werden. Bis in die ersten Tage der Sommerferien 2022 soll der Neubau fertig sein. Derzeit läuft die sogenannte Entwurfsplanung, bei der Details für das Bauvorhaben ausgearbeitet werden. Es folgt der Bauantrag und die Ausschreibung für die Arbeiten. Baustart ist für Juli 2021 geplant.

„Grundschule über der Gruft“ weiterlesen

Hitzefrei – nicht für alle Schüler

Es wird heiß in den kommenden Tagen, sehr heiß. Bis zu 40 Grad Celsius können zur Wochenmitte in der Region erreicht werden. Keine schlechte Nachricht für viele Schüler, sie können vielerorts mit hitzefreien Tagen rechnen, bis dann in der kommenden Woche sowieso die Schule aus ist: Sommerferien.

Ob sie Hitzefrei bekommen, entscheidet die Schulleitung. Vom Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt heißt es, wenn um 11 Uhr mindestens 26 Grad in einem repräsentativen Unterrichtsraum erreicht sind, kann die Schule für die Jahrgänge eins bis zehn nach der fünften Stunde ausfallen. In Ausnahmefällen kann die Schulleitung allerdings auch schon nach der vierten Stunde den Unterricht beenden. Auch die Möglichkeit verkürzter Unterrichtsstunden wird den Schulen vom Ministerium eingeräumt.

„Hitzefrei – nicht für alle Schüler“ weiterlesen

Regenbogenschüler bejubeln ihren neuen Anbau

Aufatmen in der Regenbogenschule. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Lutz Trümper eröffnete die Förderschule für Schüler mit geistiger Behinderung in der Hans-Grade-Straße am Freitag den Anbau für einen Mehrzweckraum. Bis auf Restarbeiten sei dieser nach gut einem Jahr Bauzeit nun fertig und könne in Betrieb gehen.

Damit werde im eigentlichen Schulgebäude – einer ehemaligen Kindertagesstätte – Platz frei. „Wir benötigen dringend drei zusätzliche Unterrichtsräume“, sagte Schulleiterin Sylvia Sonnenberger. Die könnten nun im nächsten Schritt hergerichtet werden. Zuletzt sei die Schule „aus allen Nähten geplatzt“. Durch gestiegene Schülerzahlen habe sich die Lage immer weiter verschärft. „Einen Speiseraum gab es nicht. Die Schüler mussten in einer Nische auf dem Flur essen – in mehreren Durchgängen“, blickte die Schulleiterin zurück. Das sei nun Geschichte. Der neue Mehrzweckraum werde ebenso als Speisesaal dienen wie für verschiedene Veranstaltungen der Schule mit aktuell rund 120 Schülern.

„Regenbogenschüler bejubeln ihren neuen Anbau“ weiterlesen