1,2 Millionen Euro für drei Schulhöfe

In den vergangenen Jahren wurden in Magdeburg zahlreiche Schulen modernisiert. Bei den Schulhöfen hinkt der Stand der Erneuerung ein wenig hinterher. Doch dass auch hier etwas passiert, wurde bei einer Sitzung des Schulausschusses des Magdeburger Stadtrats deutlich. Die Verwaltung stellte dabei vor, wie es um die Prioritätenliste von Investitionen geht. Demnach werden allein in diesem Jahr mehr als 1,2 Millionen Euro in drei Schulen investiert.

Im vollen Gange sind die Arbeiten am Schulhof der Grundschule Am Vogelgesang. Hier werden derzeit 450 000 Euro investiert. Abgeschlossen sein sollen diese Arbeiten im Oktober. Der Schulhof war in den vergangenen Jahren aufgefallen: Immer wieder hatte er sich bei Regenfällen in einen Parcours aus Pfützen verwandelt. Und das nicht genug: Im Jahr 2013 musste bereits Böden ausgetauscht werden, da hier Arsen gefunden worden war.

Eine weitere Baustelle in Sachen Schulhof befindet sich in der Braunschweiger Straße. Hier ist die Grundschule Sudenburg – früher Grundschule Amsdorfstraße – im Sommer 2015 in das sanierte Gebäude des nach der Wende vom Wilhelm-Raabe-Gymnasium genutzten Gebäudes eingezogen. Seit diesem Monat fließen an dieser Stelle 200 000 Euro in den Schulhof.

Dritte im Bunde der Schulen, die dieses Jahr saniert werden, ist die Grundschule Klosterwuhne. Hier sollen laut Stadtverwaltung 559 000 Euro fließen. Dieses Geld stammt aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost. Die Arbeiten werden ab diesem Jahr nach und nach bis ins Jahr 2020 abgeschlossen.

Im Jahr 2018 und 2019 laufen derweil die Planungen für die Schulhofneugestaltung in drei weiteren Schulen. Dabei geht es um die Grundschulen Hegelstraße und Pechauer Platz sowie um das Sportgymnasium. Bis 2014 war die Grundschule Pechauer Platz saniert worden, an dem Schulhof hatte sich auch hier wenig getan. Die Grundschule Hegelstraße wird künftig mehr Platz haben: Die Gemeinschaftsschule im gleichen Schulkomplex soll nämlich in die Salvador-Allende-Straße umziehen.

Als nächste Dreiergruppe waren bislang die Schulhöfe der Volkshochschule, der Förderschule Am Wasserfall und des Komplexes der Grundschule Schmeilstraße und der Oskar-Linke-Gemeinschaftsschule.

Wenn es nach der Stadtverwaltung geht, wird aus diesem Trio ein Quartett: Der Zustand des Schulhofes der Salzmannschule an der Stormstraße sei nicht mehr hinnehmbar. Mit Bildern von den Resten alter Bänke und gebrochener Steinplatten auf dem Gelände der Förderschule wurde dies den im Schulausschuss vertretenen Stadträten deutlich gemacht. Die folgten dem Vorschlag aus der Verwaltung, die Schule in die Liste mit aufzunehmen. Im Zweifelsfall müsse dafür die Volkshochschule auf der Prioritätenliste nach hinten rücken. Das Argument: Erwachsene, die vorrangig die Angebote der Volkshochschule nutzen, seien nicht unbedingt auf einen vorbildlich ausgestatteten Schulhof angewiesen, um dem Bewegungsdrang in Pausenzeiten zwischen verschiedenen Unterrichtsstunden gerecht zu werden.

Das letzte Wort zu den künftigen Investitionen hat der Magdeburger Stadtrat.

Volksstimme Magdeburg 23.07.2018

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