OB Trümper bittet Haseloff um „Schulgeld“

Ein aktueller Stand zum geplanten Schulneubau in Stadtfeld wurde auf der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses bekanntgegeben. Demnach wurde der Bauantrag für das Gebäude an der Wilhelm-Kobelt-Straße Anfang März eingereicht.

Obwohl die weitere Planung bereits im vergangenen Dezember vom Stadtrat beschlossen worden war, ist allerdings nach wie vor unklar, wie die neue Schule bezahlt werden soll. Aktuell rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von gut 18 Millionen Euro für die vierzügig vorgesehene Einrichtung. Geld, das eigentlich nicht zur Verfügung steht. Weil es in der Vergangenheit entsprechende Signale vom Land gab, hofft man seitens der Kommune weiterhin auf Fördermittel. So habe Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) einen Brief an Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) geschrieben, um auf die prekäre Lage aufmerksam zu machen. Eine Antwort stünde aber noch aus, hieß es. Deswegen gebe es bislang auch noch keinen Termin, an dem die Stadtverwaltung bzw. der Stadtrat entscheiden muss, ob und wie das Projekt selbst finanziert wird.

Nach aktueller Planung soll die neue Schule ab Februar kommenden Jahres gebaut und zwei Jahre später eröffnet werden. Der Neubau soll die bisherige Grundschule „Am Westring“ aufnehmen.

Volksstimme Magdeburg

Klima versus Schulpflicht

Die Schulstreik-Bewegung „Fridays for Future“ trifft im Stadtrat auf viel Verständnis, aber auch auf Schelte. Rechtfertigen es die drängenden Probleme beim Klimaschutz, freitags die Schule zu schwänzen? Das Meinungsspektrum im Stadtrat reicht in der Sache von ja über vielleicht bis überhaupt gar nicht. Auszüge aus der Debatte.

„Wir appellieren an Sie alle hier im Haus, sich mit den Schülern zu solidarisieren. Mit ihren Forderungen kann sich jeder anfreunden. Es kann nicht sein, dass jene, die sich engagieren, am Ende kriminalisiert werden.“ Oliver Wendenkampf – als ehemaliger Landesvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) selbst eine schillernde Gestalt und im zivilen Ungehorsam im Dienste des Umweltschutzes durchaus erprobt – hielt ein flammendes Plädoyer pro „Friday for Future“. Wendenkampf warb engagiert um Stimmen für den Antrag seiner Fraktion Linke/future! und der Grünen. Inhalt: Der Stadtrat solle sich mit der Schüler- und Studentenbewegung, der sich auch Eltern und Wissenschaftler angeschlossen haben, solidarisch erklären und der Oberbürgermeister aufs Bildungsministerium einwirken, dass ein Fernbleiben vom Unterricht zum Zweck dieser Demonstrationen sanktions-, also straffrei bleibt.

„Klima versus Schulpflicht“ weiterlesen

Die Feuerwehr übernimmt den Unterricht

Was tun, wenn es brennt? Fragen wie diese greifen in diesen Tagen die Grundschulen der Stadt auf und beantworten sie u. a. mit Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehren der Landeshauptstadt. Olvenstedter Kameraden sorgten an der Grundschule „Am Fliederhof“ für ein realistisches Szenario.

Rauch dringt aus dem Kellerbereich der Schule, die Sicht im Werkunterrichtsraum ist nur noch eingeschränkt möglich. „Was tut ein Feuerwehrmann in solch einer Situation?“, fragt Wehrleiterin Annette Siedentopf am Montagmorgen die Klasse um Lehrerin Katrin Winkler und bekommt die Antwort von einem Siebenjährigen: „Er geht auf den Boden und krabbelt durch den Raum.“ Um ein realistisches Szenario zu kreieren, haben die Kameraden den Raum mittels Nebelmaschine mit Rauch gefüllt. Krabbelnd haben die Schüler diesen verlassen. „Der Rauch steigt nach oben, vom Boden aus hat man eine bessere Sicht“, heißt es dazu im Vorfeld.

„Die Feuerwehr übernimmt den Unterricht“ weiterlesen

Schulwahl: Die Satzung zum Lostopf

Für rund 2000 Magdeburger Kinder steht im Sommer ein Schulwechsel an – Abschied von der Grundschule. An beliebten weiterführenden Schulen werden auch in diesem Jahr die Plätze verlost werden müssen. Dafür schafft die Verwaltung nun Satzungsrecht.

„Satzung Kapazitätsgrenzen Aufnahme Klasse 5 im Schuljahr 2019/20“ heißt etwas sperrig das Papier, das die Aufnahme, aber vor allem die Abweisung von Bewerbern an kommunalen Gymnasien, Gemeinschafts- oder Integrierten Gesamtschulen (IGS) sicherer gegen Anfechtungen vor Gericht machen soll. In den vergangenen Jahren hatten Eltern teils erfolgreich die Aufnahme ihrer Kinder an einer IGS oder an einem Gymnasium vor Gericht erstritten.

„Schulwahl: Die Satzung zum Lostopf“ weiterlesen

Vorfreude auf Fernost

Das Domgymnasium legt Wert auf den Austausch mit China. Derzeit werden an der Schule 16 chinesische Schüler unterrichtet, außerdem gibt es seit einigen Monaten die China-AG. Dort bereiten sich 25 Gymnasiasten gerade auf einen Schüleraustausch vor.

Welches Wort fällt euch als erstes zu China ein? Sechs Zehntklässler des Domgymnasiums antworten: „Essen“, „Insekten“, „Essen“, „Menschenmasse“, „Modernität“, „Hightech“. Noch war keiner von ihnen in China. Noch.

„Vorfreude auf Fernost“ weiterlesen

2124 Abc-Schützen: Bitte jetzt anmelden!

Familien, deren Kinder im Jahr 2020 das schulpflichtige Alter erreichen, sind aufgerufen, ihre künftigen Abc-Schützen jetzt in den Grundschulen ihres Schulbezirkes anzumelden. Die Krux: Die neuen Schulbezirksgrenzen sind noch keine beschlossene Sache.

Im Bemühen um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Einschüler auf die Magdeburger Grundschulen und annehmbare Klassenstärken (im Schnitt 22 Schüler) hat die Stadt im Vorjahr den „atmenden“ Schulbezirk eingeführt. Heißt: Die Grenzen der Schuleinzugsbereiche sind beweglich und können Jahr für Jahr – je nach Schüleraufkommen – verschoben werden. Für das Einschulungsjahr 2020 hat die Verwaltung nun den Entwurf für den Neuzuschnitt vorgelegt. „Der Stadtrat wird voraussichtlich am 11. April über die Satzung entscheiden“, schreibt dazu die Rathauspressestelle und fordert die Eltern von Einschülern 2020 zugleich auf, ihre Kinder ab sofort und bis spätestens Ende April an den Grundschulen ihres Einzugsbereiches anzumelden. „Sollte sich im Zuge der Stadtratsentscheidung die zuständige Grundschule ändern“, heißt es in der Pressemitteilung weiter, „erfolgt die Überweisung an die dann zuständige Bildungseinrichtung.“

„2124 Abc-Schützen: Bitte jetzt anmelden!“ weiterlesen

Übung: Feueralarm an der Grundschule

Ein lautes Schrillen riss die Schüler der Grundschule Altenweddingen am Donnerstagmorgen kurz nach Schulbeginn aus ihrem Schulalltag: die Feuersirene! Alle Personen mussten das Schulgebäude verlassen und den Sammelpunkt aufsuchen. Schon kurze Zeit später gellten die Sirenen der Feuerwehr und der Polizei durch Altenweddingen. Die Einsatzfahrzeuge fuhren auf das Schulgelände und bereiteten nach dem Absitzen von den Fahrzeugen sofort den Löscheinsatz vor. Danach konnten Schüler und Lehrkräfte – mit dabei waren auch Kinder der Kindertagesstätte mit ihren Erziehern – wieder in das Schulgebäude gehen. Die jährlich stattfindende Übung war gut abgelaufen. „Alle Beteiligten hatten sich diszipliniert verhalten“, stellte Brandmeister Andreas Hauer fest.

Volksstimme Magdeburg

Den Schülern nicht die Zukunft wegnehmen

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat die Schüler-Demos für den Klimaschutz gegen Kritik verteidigt. Die Debatte, ob diese während der Schulzeit stattfinden dürften, zeige, dass man das Anliegen der Schüler nicht ernst nehme, von den wirklichen Problemen ablenken wolle, sagte er im Interview mit Deutschlandfunk-Moderator Christoph Heinemann.

Christoph Heinemann: Herr Hofreiter, was bedeutet Schulpflicht?

Anton Hofreiter: Ich glaube, dass das eine klassische Debatte ist, um abzulenken, um diese jungen Menschen klein zu machen, um ihr Anliegen nicht ernst zu nehmen. Es ist viel davon die Rede, dass 2050, was uns, die wir schon etwas älter sind, weit entfernt scheint, wir klimaneutral sein müssen. Wenn die Bundesregierung so weitermacht, sind wir davon ganz unendlich weit entfernt. Aber ein Großteil der Menschen, die jetzt protestieren, der jungen Menschen, sind dann jünger, als ich es bin. Wir sind dabei, deren Zukunft zu zerstören. Das haben die begriffen und das ist ein riesen Problem.

„Den Schülern nicht die Zukunft wegnehmen“ weiterlesen

Schwänzen bringt Beachtung

Auf einem aktuellen Plakat der Schüler-Proteste für mehr Klimaschutz in Kopenhagen heißt es „Missing our lessons so we can teach you one“, zu Deutsch: „Wir schwänzen unseren Unterricht, um euch etwas beizubringen“. Ja, Tausende Schüler schwänzen. Und gerade darin liegt doch der Erfolg der Protestbewegung – leider.

Denn würden Politiker und auch die Medien Schülerprotesten, die abseits der Unterrichtszeit stattfinden, die Beachtung schenken, wie sie die Protestbewegung „Fridays for Futur“ aktuell bekommt? Wohl kaum.

Kein Wunder also, dass die Schüler sich auf die denkbar einfachste Art und Weise des Schulschwänzens Aufmerksamkeit verschaffen. Sinnvoll wäre es natürlich, dieses Thema auch gleich in den Projekt-Unterricht zu integrieren. Denn viel zu oft geht in der Schule Zeit für weniger wichtige Themen drauf. Letztlich betrifft der Klimawandel die Zukunft aller. Und für die lohnt es sich zu schwänzen.

Volksstimme Magdeburg

Lehrersuche: Mehr als 10 000 Bewerbungen

Sachsen-Anhalt sucht händeringend neue Lehrer. Jüngst schrieb das Land knapp 900 Stellen aus. Für diese Lehrerstellen haben sich 1060 Bewerber gemeldet. Sie gaben insgesamt rund 10 200 Bewerbungen ab, wie das Bildungsministerium auf Anfrage mitteilte. Im Schnitt schrieb jeder Kandidat demnach rund zehn Bewerbungen. Nur weniger als ein Fünftel der Bewerber (190) absolviert derzeit das Referendariat im Rahmen der Lehrerausbildung. Fast die Hälfte aller Bewerbungen kam den Angaben zufolge aber von Seiteneinsteigern ohne Lehramtsstudium.

Ausgeschrieben waren 800 Stellen an allgemeinbildenden Schulen und 95 an Berufsschulen. Für neun Stellen habe es in der jüngsten Runde keine Bewerbung gegeben, sagte ein Ministeriumssprecher. Es ist den Angaben zufolge die größte Ausschreibung, die es im Land je gab.

„Lehrersuche: Mehr als 10 000 Bewerbungen“ weiterlesen