Land schließt alle Schulen und Kitas

347 100 Kinder betroffen / 1266 Sachsen-Anhalter in Quarantäne / 33 Infizierte. In Sachsen-Anhalt gibt es mittlerweile 33 bestätigte Corona-Fälle, aber bisher keinen schweren Krankheitsverlauf. Ab Montag schließen bis Ostern alle Schulen und Kitas.

„Ein weiteres Zögern bringt nichts. Jetzt geht es um den Schutz von Leib und Leben, das hat absolute Priorität“, sagt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bei der Verkündung der Regierungsentscheidung. Die Schulen bleiben vorläufig bis zum 13. April geschlossen. Wie danach verfahren wird, ist offen. „Wir wissen vieles noch nicht“, erklärt er gestern. Im Land gibt es 197 100 Schüler, weitere 150 000 Kinder besuchen Kitas. Nachteile sollen den Schülern nicht entstehen. „Für jeden wird es Möglichkeiten geben, die Abschlussprüfungen abzulegen“, sagt Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Er versichert, dass alle Abiturabschlüsse anerkannt werden. „Egal, unter welchen Rahmenbedingungen diese gemacht werden“, so Tullner.

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Kitas und Schulen ab Montag geschlossen

In der Landeshauptstadt Magdeburg bleiben ab Montag, dem 16. März 2020 alle Kindertageseinrichtungen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen geschlossen. Die Regelung gilt vorerst bis zum 13. April 2020 und folgt dem Beschluss der Landesregierung. Damit soll die Weiterverbreitung des gefährlichen Coronavirus‘ und eine Erhöhung der „Covid-19“-Erkrankungen eingedämmt werden. Die Schwimmbäder der Landeshauptstadt sind bereits ab morgen geschlossen. Über diese und weitere Auswirkungen der Corona-Epidemie informierten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Magdeburger Amtsarzt Dr. Eike Hennig am 13. März in einem Pressegespräch.

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Schulbezirke für Grundschüler berechnet

Diskussion im Schulausschuss um Grund für drei Rechengänge und um frühzeitige fehlerhafte Anmeldungen

Die Satzung über die Schulbezirke für die Kinder, die im Schuljahr 2021/22 in kommunalen Grundschulen eingeschult werden, wurde am Dienstag im Ausschuss für Bildung, Schule und Sport diskutiert. Mit vier Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme empfahl das Gremium dem Stadtrat, die Drucksache aus der Stadtverwaltung zu beschließen.

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Digitales Lernen für Schüler in Quarantäne

Tullner setzt auf bewährte Angebote im Netz

Die Schüler, die derzeit wegen des neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause sind, können die Zeit aus Sicht von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gut mit digitalen Lernangeboten überbrücken. „Wir haben da ein bewährtes System, das auch schon ein paar Jahre läuft“, sagte der Minister der dpa in Magdeburg. „Die Lehrer werden es im individuellen Mailverkehr oder in anderen Kommunikationsformen möglich machen, dass die Kinder in den 14 Tagen am Unterricht teilhaben. Das kann man organisieren und das geht auch, glaube ich, ganz gut.“ Das sei bewährt etwa für den Fall, dass Kinder länger krank sind.

Derzeit sind laut Ministerium Schülergruppen aus acht Schulen sowie ihre Begleiter in verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts in häuslicher Quarantäne, nachdem sie aus Skilagern in Südtirol zurückgekehrt waren. Auch Kinder von Erkrankten müssen zu Hause bleiben. Bei keinem der Schüler wurde bislang der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Als letztes Bundesland waren in Sachsen-Anhalt am Dienstag die ersten nachgewiesenen Infektionen bekannt geworden.

Bildungsminister Tullner sagte mit Blick auf die digitalen Lernangebote: „Da haben wir schon gute Formate.“ Es gebe beispielsweise die Lernplattform Moodle, mit der Schüler in einem geschützten Bereich des Internets lernen, üben und kommunizieren könnten. Für die Nutzer könnten individuell Inhalte freigeschaltet werden. Zudem gebe es eine Bildungscloud des Landes, mit der die Lehrkräfte und Schüler Daten und ganze Verzeichnisse hochladen und herunterladen könnten. Die Daten könnten passwortgeschützt auch mit Kollegen, Schülern sowie Eltern geteilt werden. Über den Bildungsserver stünden mehr als 13 000 Medien für alle Fächer des Unterrichts zur Verfügung.

Betriebspraktika für Schüler der Klassen 8 und 9

Sachsen-Anhalt erweitert die Berufsorientierung

In Sachsen-Anhalt sollen Schülerinnen und Schüler verstärkt Berufsfelder erproben und praktische Erfahrungen sammeln, um den für sie richtigen Beruf zu finden. Das Berufsorientierungsprogramm des Landes, das jährlich mehr als 10 000 Jugendliche nutzen, wird dazu erweitert. Die Schülerbetriebspraktika in Klasse 8 und 9 ergänzten künftig die schon etablierte Kompetenz und Betriebserkundung in der Klasse 7, erklärte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag in Magdeburg.

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Neue Regeln für Schulgrößen

Mindestens 50 Schüler für Oberstufe nötig

Die Landesregierung hat gestern neue Regeln für die Schulentwicklungsplanung gebilligt. Für alle Schulformen mit eigener Oberstufe – dazu gehören Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Integrierte Gesamtschulen – sollen künftig dieselben Mindestschülerzahlen gelten. Ziel sind mindestens 75 Schüler. Um gefährdete Standorte zu erhalten, können aber auch Oberstufen mit 50 Schülern eingerichtet werden. Schulen, die auch unter diese Größe fallen, sollen kooperieren können, um Standorte zu erhalten. Gemeinschaftsschulen nur mit den Klassen 5 bis 10 werden Sekundarschulen gleichgestellt. Es gilt die Mindeschülerzahl von 240. Bei mindestens 180 Schülern können die Schulträger Ausnahmegenehmigungen zum Fortbestand beantragen.

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Hausaufgaben abschaffen?

Eine Schule ganz ohne Hausaufgaben. Für viele klingt diese Vorstellung traumhaft. Tatsächlich gibt es Schulen, die das schon so machen. Und es werden immer mehr, sagt die Wissenschaftlerin Natalie Fischer. Sie hat viele Schüler und Schülerinnen zum Thema Hausaufgaben befragt und berichtet von ihren Ergebnissen.

Viele Schüler fänden eine Schule ohne Hausaufgaben super. Wie finden Sie diese Idee als Wissenschaftlerin?

Natalie Fischer: Ich finde diese Idee sehr gut. Es gibt Kinder, deren Eltern zu Hause nicht so viel bei den Hausaufgaben helfen können oder wollen. Und andere Kinder bekommen vielleicht viel Hilfe von den Eltern und haben gutes Lernmaterial zu Hause, was sich andere Kinder nicht leisten können. Wenn es keine Hausaufgaben gibt, haben alle Kinder die gleichen Chancen. Das wünsche ich mir als Wissenschaftlerin.

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Checkliste für Schülervertreter

Studenten der Bildungswissenschaften an der Uni organisieren Workshops
Ratlos muss an einer Schule niemand sein – dafür gibt es den Schülerrat. Um die erwählten Schülervertreter bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, veranstalteten Studierende der Bildungswissenschaft an der Uni Magdeburg einen Tag mit verschiedenen Workshop-Angeboten.

Etwa 80 Schülervertreter, einige davon aus dem Landesschülerrat Sachsen-Anhalt, sitzen gespannt im Hörsaal, während Dr. Ingrid Osten vom Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften an der humanwissenschaftlichen Fakultät eine Einführung gibt. Die einzelnen Workshops, die an dem Tag auf dem Plan stehen, haben die Studierenden selbst konzipiert. „Eventgestaltung in der Schule“, „Zeigt, wer ihr seid!“ oder „Dein Können in der Schülervertretung“: Diese und mehr Angebote standen für Schülervertreter zur Auswahl, um sich in ihrer Funktion weiterzubilden. „Uns war wichtig, die Workshopthemen interessant zu gestalten“, erzählt die Studentin Luise Rudolph, „damit das keine trockenen Frontalvorträge werden.“ Die Schüler sollten auf spielerische Art besonders viel aus dem eintägigen Workshop mitnehmen.

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