2124 Abc-Schützen: Bitte jetzt anmelden!

Familien, deren Kinder im Jahr 2020 das schulpflichtige Alter erreichen, sind aufgerufen, ihre künftigen Abc-Schützen jetzt in den Grundschulen ihres Schulbezirkes anzumelden. Die Krux: Die neuen Schulbezirksgrenzen sind noch keine beschlossene Sache.

Im Bemühen um eine möglichst gleichmäßige Verteilung der Einschüler auf die Magdeburger Grundschulen und annehmbare Klassenstärken (im Schnitt 22 Schüler) hat die Stadt im Vorjahr den „atmenden“ Schulbezirk eingeführt. Heißt: Die Grenzen der Schuleinzugsbereiche sind beweglich und können Jahr für Jahr – je nach Schüleraufkommen – verschoben werden. Für das Einschulungsjahr 2020 hat die Verwaltung nun den Entwurf für den Neuzuschnitt vorgelegt. „Der Stadtrat wird voraussichtlich am 11. April über die Satzung entscheiden“, schreibt dazu die Rathauspressestelle und fordert die Eltern von Einschülern 2020 zugleich auf, ihre Kinder ab sofort und bis spätestens Ende April an den Grundschulen ihres Einzugsbereiches anzumelden. „Sollte sich im Zuge der Stadtratsentscheidung die zuständige Grundschule ändern“, heißt es in der Pressemitteilung weiter, „erfolgt die Überweisung an die dann zuständige Bildungseinrichtung.“

Veränderungen am Zuschnitt der Schulbezirke schlägt die Verwaltung für folgende Bereiche vor:

• Alte Neustadt: Durch die Eröffnung der neuen Grundschule „Moldenstraße“ ergeben sich Änderungen an umliegenden Schulbezirken.

• Alte Neustadt: Rückbau der Klassenzahl pro Jahrgang von sechs auf vier in der Grundschule „Im Nordpark“ durch die Eröffnung der Grundschule „Moldenstraße“.

• Neue Neustadt: Verkleinerung des Einzugsbereichs der Grundschule „Am Umfassungsweg“ wegen der „hohen Dichte an Einschülern“ (O-Ton Stadtverwaltung). Hintergrund ist hier auch der hohe Ausländeranteil, weshalb die Stadt zu dessen Beherrschung kleinere Klassen (18 Schüler) plant.

• Reform/Hopfengarten/Leipziger Straße: Verschiebung der Schulbezirke der Grundschulen „Lindenhof“, „Am Hopfengarten“ und „Leipziger Straße“ in nördliche Richtung.

18 bis 24 Kinder in einer Einschülerklasse
Die Liste der „durchschnittlich erwarteten Klassenstärken“ für die Einschülerklassen 2020 liest sich moderat, birgt aber noch einige Unsicherheiten. Verweiler und von der Einschulung zurückgestellte Kinder sind noch unberücksichtigt und werden die Klassen weiter auffüllen. Allerdings werden auch nicht alle 2124 Kinder, welche die Stadt für 2020 als Abc-Schützen gelistet hat, überhaupt eine kommunale Schule besuchen, sondern ein Teil von ihnen an einer freien Schule lernen. Diese Vakanzen vernachlässigt, meldet die Verwaltung zu erwartende Klassengrößen von 18 bis 24 Schülern. Die größte Zahl von Einschülern wird mit stattlichen 115 Mädchen und Jungen in Ottersleben erwartet, dicht gefolgt von 114 Abc-Schützen in Sudenburg. Nur eine neue Einschülerklasse mit 22 Kindern soll die Grundschule Schmeilstraße bilden, 36 Abc-Schützen werden in Westerhüsen erwartet, wodurch zwei Klassen mit nur 18 Schülern gebildet werden können.

Durch Umverteilung niedrig hält die Stadtverwaltung die Zahl von Schülern an vier Grundschulen mit besonders hohem Anteil ausländischer Kinder (mehr als 25 Prozent) in den bereits bestehenden Klassen höherer Jahrgänge. Weil viele von ihnen noch Sprachprobleme haben, wird mit einer höheren Anzahl von sogenannten Verweilern gerechnet, die in der ersten Klasse verbleiben. Hier sollen höchstens 18 Abc-Schützen einer Einschülerklasse zugewiesen werden. Den höchsten Migrantenanteil in der Schülerschaft hat die Grundschule Weitlingstraße mit 76 Prozent, gefolgt vom Umfassungsweg (63) und den Schulen im Nordpark und an der Leipziger Straße (35 bzw. 36 Prozent).

Eine Liste der geplanten Schulbezirke mit den zugehörigen Wohnadressen finden Sie unter www.volksstimme.de/schulbezirkemd2020

Volksstimme Magdeburg

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