500 000 Stunden Unterrichtsausfall in Sachsen-Anhalt

An Sachsen-Anhalts Schulen sind im vergangenen Schuljahr mehr als 493 000 Stunden ausgefallen. Das geht aus der Antwort des Bildungsministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Andreas Mrosek hervor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Wert um 80 000. Am stärksten betroffen waren Grundschulen (+ 20 000). „Fast eine halbe Million Ausfallstunden sind völlig inakzeptabel“, sagte Mrosek. Die Kenia-Koalition sei weder willig noch fähig, das Problem zu lösen. Mit Klassenzusammenlegungen und weiteren Maßnahmen (z. Bsp. Aufgaben, Videos) erhöht sich die Zahl noch einmal: Mehr als 766 000 Stunden konnten 2016/17 nicht regulär vertreten werden. Die Linke spricht von immer neuen Rekorden.

Das Ministerium räumt Probleme ein: „Die Situation ist schwierig“, sagte ein Sprecher. Gründe seien steigende Schülerzahlen sowie eine erhöhte Zahl an Langzeiterkrankungen. Allerdings habe das Land längst gegengesteuert. So würden so viele Lehrer eingestellt wie nie. Ausfälle würden mit Vertretungsstellen kompensiert, Lehrer arbeiteten freiwillig mehr.

Volksstimme Magdeburg 10.02.2018

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