Blitzsanierung für neue Grundschule

Gebäude in der Moldenstraße soll zum Schuljahr 2020/21 fertig sein / Kritik an fehlendem Aufzug. In nur drei Monaten soll das Schulgebäude in der Moldenstraße so hergerichtet werden, dass wieder unterrichtet werden kann. Eine dringend benötigte, zusätzliche Grundschule soll dort zum Schuljahr 2020/21 eröffnen.

Sechs Jahre stand sie leer, jetzt soll dort wieder unterrichtet werden: Im Schulgebäude in der Moldenstraße soll zum Schuljahr 2020/21 eine komplett neue Grundschule gegründet werden. Vierzügig soll sie sein, mitsamt entsprechendem Hortbetrieb, hatte der Stadtrat aufgrund stetig steigender Einschülerzahlen entschieden. Damit das passieren kann, ist aber noch einiges zu tun. Die Stadtverwaltung hat jetzt den Maßnahmenplan vorgelegt – und der ist zeitlich ehrgeizig.

Denn in nur gut drei Monaten, von Ende Januar bis Ende April 2020, soll das Gebäude soweit hergerichtet werden, dass dort wieder gelehrt und gelernt werden kann. In die Karten spielt der Stadt dabei, dass sich seit dem Auszug der Anne-Frank-Sprachförderschule der Zustand des Hauses nicht allzu sehr verschlechtert hat. Nur war er damals schon nicht der beste. Die technischen Anlagen beispielsweise sind noch auf dem Stand von 1981, als die Schule gebaut worden war.

Geplant ist nun aber keine grundlegende Sanierung, vielmehr soll nur das Nötigste gemacht werden, damit Schüler und Lehrer sich wohlfühlen können. So sollen die sanitären Anlagen erneuert werden und ein Behinderten-WC installiert werden.

Außerdem werden alle Klassenräume gestrichen und Fachkabinette für Musik, Kunst und Werken eingerichtet. Die elektrischen Anlagen werden modernisiert und der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Die Bodenbeläge sind insgesamt so gut erhalten, dass sie aus Spargründen nicht erneuert werden. Dennoch rechnet die Stadt mit Kosten von gut 1,77 Millionen Euro.

Nicht enthalten im aktuellen Beschluss für den Stadtrat ist die Sanierung der Sporthalle und der Einbau eines Aufzugs zur barrierefreien Erschließung der Schule. Diese sollen nach Angaben der Verwaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Hierfür werden weitere 400 000 Euro benötigt.

Mit dieser Entscheidung hat der Behindertenbeauftragte der Stadt, Hans-Peter Pischner, ein Problem. „Das ist aus meiner Sicht nicht zielführend und angesichts des Gesamtvolumens auch nicht nachvollziehbar“, erklärt er in einer Stellungnahme. Der Stadtrat hat dazu in seiner Dezember-Sitzung das letzte Wort.

Wie die Verwaltung weiter informiert, gibt es zudem Überlegungen, auch die Schule des 2. Bildungswegs im Schuljahr 20/21 in der Moldenstraße unterzubringen. Deren Domizil in der Brandenburger Straße soll ebenfalls saniert werden.

Volksstimme Magdeburg

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