Sekundarschulen im Land hängen Gymnasien ab

Für Einrichtungen wie die wegen ihrer Berufsorientierung preisgekrönte Gutenberg-Gemeinschaftsschule in Wolmirstedt muss die Nachricht wie eine Bestätigung klingen: Galt das Gymnasium vielen Eltern lange als das Maß der Dinge bei der Schulbildung ihrer Kinder, scheint sich das gerade zu ändern.

Nach Zahlen des Bildungsministeriums werden im neuen Schuljahr erstmals seit langem wieder mehr als 51 Prozent der angehenden knapp 17 000 Fünftklässler auf eine Sekundar- oder Gemeinschaftsschule wechseln. Das sind gut 8600 Schüler – 1400 mehr als noch 2014/15. Gleichzeitig wollen nur noch 42 Prozent auf ein Gymnasium. Vor fünf Jahren sah das noch anders aus: Damals lagen Sekundarschulen und Gymnasien fast gleichauf, bei jeweils 47 Prozent.

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803 Schüler mehr an den Magdeburger Schulen

In Magdeburg haben im vergangenen Jahr 21 037 Schüler an den allgemeinbildenden Schulen gelernt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um 803 und damit um 3,8 Prozent, wie das Statistische Landesamt berichtet. Allein in Halle stieg die Schülerzahl um 4,0 Prozent und damit stärker als in Magdeburg. Die Landeshauptstadt fügt sich mit der Steigerung in den Trend der kreisfreien Städte und der Landkreise im Bundesland ein.

Insgesamt nahm die Schülerzahl in Sachsen-Anhalt im Schuljahr 2017/18 um 2786 und damit um 1,4 Prozent auf 193 947 zu. Im Bundesdurchschnitt gingen die Schülerzahlen im gleichen Zeitraum um 0,3 Prozent zurück.

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Schulkind kostet 1000 Euro im Jahr

Eltern merken schnell: Mit dem Kind wachsen die Ansprüche und damit auch die Ausgaben. Ablesen lassen sich die steigenden Kosten an Zahlen des Statistischen Bundesamtes: So gaben Paarhaushalte in Deutschland im Jahr 2013 für ein Kind unter sechs Jahren im Schnitt 587 Euro im Monat aus. Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren waren es schon 686 Euro im Monat.

Ein Teil dieser Kosten entfällt auf die Schulausstattung. Besonders zur Einschulung öffnen viele Eltern ihr Portemonnaie. Eine repräsentative Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum Schulanfang 2013 fand heraus: 238 Euro geben Eltern im Durchschnitt dafür aus. „Seitdem „Schulkind kostet 1000 Euro im Jahr“ weiterlesen

Streitschlichter der Lindenhofschule zeigen Eltern, wie das geht

„Wir wollen Ihnen heute etwas über die Streitschlichtung erzählen und Ihnen zeigen, dass wir mit gezielten Fragen anderen Kindern helfen können, einen Streit zu schlichten.“ Mit diesen Worten eröffnete Selma, Schülerin der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“, den thematischen Elternabend. Zum Thema „Mediation – Streitschlichtung in der Grundschule“ stellten die Kinder den Eltern den Aufbau einer Mediation vor, präsentierten dem Publikum eine Schauschlichtung und berichteten von ihren Erfahrungen als Streitschlichter in der Schule.

Seit zwei Jahren nehmen die Kinder einmal in der Woche an der Arbeitsgemeinschaft Streitschlichtung teil. Diese wird seit sieben Jahren von der Schulsozialarbeit der Lindenhofschule (Deutscher Familienverband) angeboten. Bei der Arbeitsgemeinschaft haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entstehung von Konflikten auseinandergesetzt, haben gelernt, wie sie diese ruhig und sachlich lösen. Die Kinder haben die Abschlussprüfung bestanden und sind seit einem Jahr vollausgebildete Mediatorinnen und Mediatoren. Die Präsentation wurde mit großem Beifall gewürdigt.

Volksstimme Magdeburg 20.06.2018

An die Bücher, lesen, los!

Ferienzeit ist Lesezeit – getreu dieses Mottos veranstaltet die Stadtbibliothek Magdeburg in den kommenden Sommerferien bereits zum neunten Mal den Lesesommer XXL. Über 1000 neue Bücher stehen für Ferienkinder vom 18. Juni bis 8. August zur Ausleihe bereit.

Von „Akte Aaah!“ bis „Zorro der Mops“ gibt es über 300 verschiedene Neuerscheinungen, die jeweils in der Zentralbibliothek sowie den drei Stadtteilbibliotheken ausgeliehen werden können. Karen Limberg, Verantwortliche für den Magdeburger Lesesommer, hatte bei der Vorstellung der diesjährigen Auflage mit der Klasse 6d des Edithagymnasiums gleich ein paar Lesetipps parat: „‚Die schlimmsten Kinder der Welt‘ mit Pups-Pippa oder ‚Der Papamat‘ sind sehr witzig.“ „Die Stille meiner Worte“ über den Verlust einer Schwester sei hingegen „nachdenklich, aber auch schön“. Weitere Lesetipps von ihr: „Als meine Unterhose vom Himmel fiel“ und „Einer von 11“ zur Fußball-WM.

Fast 900 Kinder haben sich im vergangenen Jahr zum Lesen verführen lassen. Ein Mädchen stellte dabei den bisherigen Rekord auf: 72 Bücher las sie in den Sommerferien. So viele müssen es natürlich nicht sein. Zwei Bücher reichen für die erfolgreiche Teilnahme am Sommerleseclub. Die aus Amerika stammende Idee des Leseclubs im Sommer wird seit 2002 auch in Deutschland verwirklicht.

Anmeldungen zum Lesesommer XXL während der Sommerferien sind in allen Einrichtungen der Stadtbibliothek Magdeburg ab sofort möglich.

Der Lesesommer XXL ist Teil der gleichnamigen landesweiten Aktion der öffentlichen Bibliotheken, die von der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken beim Landesverwaltungsamt organisiert und koordiniert wird. Der Deutsche Bibliotheksverband e. V. und das Land Sachsen-Anhalt unterstützen das Projekt. In Magdeburg sind zusätzlich die SWM und die Wobau als Förderer dabei.

Volksstimme Magdeburg 14.06.2018

Sprachschule

Ein junger Mann – offenbar asiatischer Abstammung – starrt einem anderen auf den Rücken und versucht zu lesen, was da steht. Irgendwann gibt er auf und fragt einen Dritten neben sich: „Was heißt das?“ Der Angesprochene lacht und erklär: „Wir können hier zum Beipiel kein G. Und sagen Sie ja nicht Maaaagdeburg.“ Inzwischen finden sich noch ein paar ehrenamtliche Sprachlehrer mehr um den Asiaten ein. Der übt fleißig: „Mach-de-burch. Ahhhh!“ Der erste Teil des Schriftzugs ist übersetzt. Aber dann: „Uffje-stiejen?“ Kurz aufgeklärt, weiß der Sprachschüler sofort Bescheid. Sportlich scheint er in der Stadt schon mehr zu Hause als sprachlich. „Machdeburch is uffjestiejen“, lässt er sich das eben Gelernte andächtig auf der Zunge zergehen und guckt stolz in die Runde. Den Sprachlehrern geht’s runter wie Öl.

Volksstimme Magdeburg 08.05.2018

In der 8. Stunde macht das Erfinden am meisten Spaß

In der Schule steht nicht nur das Einmaleins, Grammatik und Turnen auf dem Stundenplan: Mit dem Projekt „Fifty-Fifty“, zu Deutsch Hälfte-Hälfte, sollen Magdeburger Schüler motiviert werden, durch umweltfreundliches Verhalten Energie zu sparen. Der Name ist hierbei Programm: 50 Prozent der eingesparten Energiekosten werden der Schule zur Verfügung gestellt. In der Landeshauptstadt sind im Schuljahr 2016/2017 dadurch insgesamt rund 10 Tonnen Kohlendioxid und 5400 Euro an Energie-kosten eingespart worden. Das wurde bei der Abschlussveranstaltung des 19. „Fifty-Fifty“-Projekts am Mittwoch in den Räumlichkeiten der Städtischen Werke Magdeburg (SWM) bekanntgegeben. Die jungen Teilnehmer aus sieben Schulen stellten hier gemeinsam mit ihren Lehrern stolz ihren Beitrag zum Klimaschutz und Energiesparen vor. Folgende Schulen haben am Energiesparprojekt teilgenommen: die Gemeinschaftsschulen Oskar Linke, Gottfried Wilhelm Leibniz und Johann Wolfgang von Goethe, die Grundschulen Am Fliederhof, Am Kannenstieg und Am Pechauer Platz und das Editha-Gymnasium. „In der 8. Stunde macht das Erfinden am meisten Spaß“ weiterlesen

Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Sachsen-Anhalt

Der Girls‘- und Boys‘-Day ist ein spezieller Tag zur Berufs- und Studienorientierung. Der Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt hat zur Teilnahme am Zukunftstag alles Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 aufgerufen und die Schirmherrschaft übernommen. Immer noch gibt es Berufe, in denen nur sehr wenige Frauen bzw. nur sehr wenige Männer arbeiten. Oft sind dies Berufe, die abwechslungsreich sind und spannende Karrieremöglichkeiten bieten.

Am Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag erhalten Mädchen die Möglichkeit, praxisnah im Handwerk und in der Industrie sowie in Hochschulen und Forschungseinrichtungen technische und naturwissenschaftliche Berufe kennenzulernen. Sie erhalten auch Einblicke in die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und entdecken so vielleicht, dass diese Berufe ihren Begabungen und Neigungen entsprechen.

Der Boys’Day-Jungen-Zukunftstag lädt Jungen deshalb dazu ein, pflegerische, soziale und erzieherische Berufe auszuprobieren. An diesem Tag können sie den Alltag in einer Kindertagesstätte, im Krankenhaus oder Seniorenheim, einer Grundschule oder einem Schulhort entdecken.

Der Zukunftstag eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Berufe kennenzulernen und eigene Fähigkeiten zu testen.

Anspruch auf Förderung und Betreuung in einer Tageseinrichtung

Wussten Sie schon, dass jedes Kind bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres Anspruch auf Förderung und Betreuung in einer Tageseinrichtung hat?

Speziell gemeint ist hier die Hortbetreuung vor und nach dem Unterricht. In der Regel ist es so, dass Ihr Kind eine Hortbetreuung in der Grundschule in Anspruch nehmen kann. Nach der Grundschule (ab 5. Klasse bis 6. Klasse) wird meist keine Hortbetreuung mehr angeboten. Das Fehlen einer Hortbetreuung beruht meist darauf, dass die Eltern mangels ausreichender Informationen keinen Betreuungsplatz abfordern.

Hier können Sie das Gesetz zum Anspruch auf Betreuung nach lesen.

Was müssen Sie tun, wenn Sie eine Hortbetreuung für Ihr Kind bis zum Vollendung des 14. Lebensjahr benötigen: „Anspruch auf Förderung und Betreuung in einer Tageseinrichtung“ weiterlesen