Schülerdemos und kein Ende

Trotz Schulpflicht: Erneut bis zu 200 Teilnehmer bei Klima-Kundgebung in Magdeburg erwartet / Weitere Aktionen im März geplant

Die Ausgangslage ist klar: Das Bildungsministerium beharrt auf der Schulpflicht. Trotzdem wollen Schüler aus Sachsen-Anhalt morgen auch während des Unterrichts wieder für Klimaschutz demonstrieren.

Nach 350 Teilnehmern bei der ersten Demo in Magdeburg vergangene Woche erwarte man diesmal bis zu 200 Schüler und Studenten, sagte Fiona Lauer vom ausrichtenden Bündnis „Fridays for Future Magdeburg“. Nachdem die erste Kundgebung um 10 Uhr begonnen hatte, soll es diesmal erst 12.30 Uhr auf dem Domplatz losgehen – für viele Schüler ist der Unterricht dann schon beendet. Das sei aber kein Zugeständnis an das Bildungsministerium, sagte Lauer. Vielmehr hätten Schüler darum gebeten, die Zeiten zu variieren, damit sie nicht zu häufig die gleichen Fächer versäumen. Ein weiterer Grund sei die Zeugnisausgabe vor den beginnenden Winterferien.

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Morgen wieder Schülerdemo vor Magdeburger Landtag

Schüler aus Sachsen-Anhalt wollen morgen erneut auch während des Unterrichts für den Klimaschutz demonstrieren. „Wir werden zu einer Demonstration in Magdeburg aufrufen“, sagte Fiona Lauer vom Bündnis „Fridays for Future Magdeburg“. Zur Kundgebung, beginnend am Domplatz, würden bis zu 200 Teilnehmer erwartet. Anders als vergangenen Freitag (10 Uhr) soll die Demo aber erst 12.30 Uhr beginnen. Für einen Teil der erwarteten Schüler wird der Unterricht dann bereits beendet sein. Ein Grund für die Zeitänderung sei die Zeugnisausgabe vor den Winterferien, sagte Lauer. „Es handelt sich aber nicht um ein Zugeständnis an das Bildungsministerium“, ergänzte sie. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) besteht derweil auf Einhaltung der Schulpflicht. Seine Behörde hatte alle Schulleitungen im Januar aufgefordert, Verstöße dem Landesschulamt zu melden und im Einzelfall auf die Möglichkeit von Sanktionen hinzuweisen. „Fridays for Future“ kündigte derweil bereits weitere Schüler-Demos für März an.

Volksstimme Magdeburg

Zu Fuß zur neuen Schul-WG

Mit einem Fußmarsch sind am Dienstag die Schüler der Evangelischen Sekundarschule an der Freien Straße in das Stiftungsgymnasium an der Agnetenstraße aufgebrochen, um eine Schul-WG zu gründen. Der DDR-Bau an der Freien Straße wird umfangreich saniert und umgebaut.

Knapp sechs Kilometer liegen beide Schulen auseinander, künftig teilen sie sich Schulhof, Sport- und Fachräume. Die Sekundarschule in Trägerschaft der Evangelischen Johannes-Schulstiftung bezieht zwei Etagen des Internationalen Stiftungsgymnasiums, das von der Evangelischen Jugendhilfe St. Johannis Bernburg in diesem Schuljahr eröffnet wurde. Aktuell lernen hier drei fünfte Klassen. „Uns ist mit viel Offenheit begegnet worden“, so Ferdinand Kiderlen, Schulleiter des „Untermieters“.

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Verweigern aus Prinzip

Seit 100 Jahren gibt es in Deutschland die Schulpflicht / Beispiel einer Familie, die sie ablehnt.

Bei Familie Schickhoff ist das ganze Jahr ein Weihnachtsbaum im Wohnzimmer, und Schule gibt es nicht. Den Baum haben die Kinder auf die gelben Wände gemalt. Auf einem Regal stehen Schulbücher – meist aber unberührt. Die Kinder lernen seit knapp drei Jahren ohne sie zu Hause. Damals fragten die Eltern, ob sie weiter zur Schule gehen wollten. „Nein“, sagten drei der vier sofort.

„Die Schule war langweilig“, sagt die inzwischen zehnjährige Dori. Ihr eineinhalb Jahre älterer Bruder Caje wurde auf einer Waldorfschule gemobbt, auch die damals 17-jährige Autistin Anni fühlte sich unwohl. Mutter Angela sagt: „Wenn Erwachsene ihren Job nicht mögen, kündigen sie. Warum wird Kindern dieses Recht vorenthalten?“ Die damals 16-jährige Betty schmiss die Schule ein halbes Jahr später. Sie wollte nicht als Einzige früh aufstehen.

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Anleitung zur Schullaufbahnerklärung

Sehr geehrte Eltern,
jedes Jahr im Februar müssen sich Eltern und Kinder der 4. Klassen
entscheiden, auf welcher weiterführenden Schule das Kind seinen
Bildungsweg fortsetzen soll.

Mit der Anleitung möchten wir, der Stadtelternrat, Ihnen aus unserer jahrelangen Erfahrung einige Hinweise und Informationen geben, die Ihnen das Ausfüllen der
Schullaufbahnerklärung etwas leichter gestalten sollen.

Stadtelternrat Magdeburg

Mobbing oft aus banalen Anlässen

Zurzeit ist es der Tod einer Elfjährigen aus Berlin, der mit dem Thema Mobbing in Zusammenhang gebracht wird. Dabei sind es oft banale Gründe, warum es vor allem unter Jugendlichen zum Mobbing kommt.

Mal sind es das Aussehen oder die Kleidung, mal das Verhalten oder Fotos in sozialen Netzwerken: Die Anlässe für Mobbing unter Kindern und Jugendlichen sind mitunter banal. Die Auswirkungen können aber gravierend sein. Der Fall eines elfjährigen Mädchens, das vermutlich wegen Mobbings an seiner Berliner Grundschule Suizid beging, sorgt derzeit für große Bestürzung. Was sind Anzeichen für Mobbing und wie können Eltern helfen? Ein Überblick:

? Wann spricht man von Mobbing?

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Land bildet Lehrer in falschen Fächern aus

Sachsen-Anhalts Lehrerschmiede, die Uni Halle, bildet Pädagogen weiter am künftigen Bedarf der Schulen vorbei aus. In Mangelfächern bietet sie zum Teil nur ein Drittel der benötigten Plätze an. Das geht, nach Ansicht der Linken, aus aktuellen Zahlen des Wissenschaftsministerium hervor.

Trotz Empfehlungen von Experten vor einem Jahr hält die Uni Halle in Fächern mit hohem Bedarf noch immer viel zu wenige Plätze für Lehramts-Erstsemester vor. Das geht nach Ansicht der Linken aus der Beantwortung einer Kleinen Anfrage durch das Wissenschaftsministerium hervor.

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Schüler schwänzen für die Zukunft

Mehrere Hundert Schüler haben gestern vor dem Landtag in Magdeburg bei der „Fridays for Future“-Kundgebung für eine bessere Klimapolitik demonstriert.

„Wer nicht hüpft, der ist für Kohle, hey, hey!“, riefen Hunderte vor dem Landtag. Erstmals demonstrierten auch Schüler in Magdeburg im Rahmen der internationalen Initiative „Fridays for Future“ für eine bessere Klimapolitik. Sie waren lautstark und kreativ. „Waldorf für Klima. Wir wollen noch in 80 Jahren unseren Namen tanzen können“, „Die Dinos dachten auch, sie hätten Zeit“ und „Fehlstunden verkraftet man, Klimawandel eher nicht so“ – das waren nur einige der farbenfrohen Botschaften auf den Transparenten.

Die Initiative kam von der Grünen Jugend, „aber die Aktion hat sehr schnell viele Anhänger gefunden. Erst vor einer Woche hatten wir die Idee, auch in Magdeburg zu demonstrieren, und jetzt sind so viele Schüler hier“, sagte Mitinitiatorin Fiona Lauer, „diese Bewegung zeichnet sich dadurch aus, dass junge Menschen demonstrieren, weil es um unsere Zukunft geht“.

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Sekundarschüler gründen Schul-WG

Mit einem gemeinsamen Marsch durch die Stadt ziehen die Schüler der Evangelischen Sekundarschule am Dienstag von der Freien Straße in das Stiftungsgymnasium an der Agnetenstraße um. Grund dafür ist eine Sanierung und ein Umbau der Sekundarschule in den kommenden zwei Jahren. Solange wird das Ausweichquartier bezogen.

Volksstimme Magdeburg

Grundschullehrer fordern gleiche Bezahlung

Rund 800 Grundschullehrer haben gestern vor dem Landtag für eine Angleichung ihrer Gehälter an die anderen Schulformen demonstriert. Die Teilnehmer forderten die Anhebung von Stufe A 12 auf A 13 für Beamte und von E 11 auf E 13 für Angestellte. Symbolisch rissen sie eine Mauer in den Köpfen der Politik ein. Aufgerufen hatte die Bildungsgewerkschaft GEW. Angesichts ähnlicher Ausbildung und wachsender Aufgaben sei die Schlechterbezahlung nicht mehr zu rechtfertigen, sagte Ingo Doßmann, GEW-Kreischef im Jerichower Land. In Anbetracht des bundesweiten Wettkampfs um Lehrer dürfe Sachsen-Anhalt die Entwicklung nicht verschlafen. Brandenburg, Sachsen und Berlin haben die Angleichung bereits beschlossen. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) äußerte Verständnis, Ressourcen seien aber begrenzt. Priorität habe derzeit die Sicherung der Schulsozialarbeit.

Volksstimme Magdeburg