Streitschlichter der Lindenhofschule zeigen Eltern, wie das geht

„Wir wollen Ihnen heute etwas über die Streitschlichtung erzählen und Ihnen zeigen, dass wir mit gezielten Fragen anderen Kindern helfen können, einen Streit zu schlichten.“ Mit diesen Worten eröffnete Selma, Schülerin der Ganztagsgrundschule „Lindenhof“, den thematischen Elternabend. Zum Thema „Mediation – Streitschlichtung in der Grundschule“ stellten die Kinder den Eltern den Aufbau einer Mediation vor, präsentierten dem Publikum eine Schauschlichtung und berichteten von ihren Erfahrungen als Streitschlichter in der Schule.

Seit zwei Jahren nehmen die Kinder einmal in der Woche an der Arbeitsgemeinschaft Streitschlichtung teil. Diese wird seit sieben Jahren von der Schulsozialarbeit der Lindenhofschule (Deutscher Familienverband) angeboten. Bei der Arbeitsgemeinschaft haben sich die Schülerinnen und Schüler mit der Entstehung von Konflikten auseinandergesetzt, haben gelernt, wie sie diese ruhig und sachlich lösen. Die Kinder haben die Abschlussprüfung bestanden und sind seit einem Jahr vollausgebildete Mediatorinnen und Mediatoren. Die Präsentation wurde mit großem Beifall gewürdigt.

Volksstimme Magdeburg 20.06.2018

An die Bücher, lesen, los!

Ferienzeit ist Lesezeit – getreu dieses Mottos veranstaltet die Stadtbibliothek Magdeburg in den kommenden Sommerferien bereits zum neunten Mal den Lesesommer XXL. Über 1000 neue Bücher stehen für Ferienkinder vom 18. Juni bis 8. August zur Ausleihe bereit.

Von „Akte Aaah!“ bis „Zorro der Mops“ gibt es über 300 verschiedene Neuerscheinungen, die jeweils in der Zentralbibliothek sowie den drei Stadtteilbibliotheken ausgeliehen werden können. Karen Limberg, Verantwortliche für den Magdeburger Lesesommer, hatte bei der Vorstellung der diesjährigen Auflage mit der Klasse 6d des Edithagymnasiums gleich ein paar Lesetipps parat: „‚Die schlimmsten Kinder der Welt‘ mit Pups-Pippa oder ‚Der Papamat‘ sind sehr witzig.“ „Die Stille meiner Worte“ über den Verlust einer Schwester sei hingegen „nachdenklich, aber auch schön“. Weitere Lesetipps von ihr: „Als meine Unterhose vom Himmel fiel“ und „Einer von 11“ zur Fußball-WM.

Fast 900 Kinder haben sich im vergangenen Jahr zum Lesen verführen lassen. Ein Mädchen stellte dabei den bisherigen Rekord auf: 72 Bücher las sie in den Sommerferien. So viele müssen es natürlich nicht sein. Zwei Bücher reichen für die erfolgreiche Teilnahme am Sommerleseclub. Die aus Amerika stammende Idee des Leseclubs im Sommer wird seit 2002 auch in Deutschland verwirklicht.

Anmeldungen zum Lesesommer XXL während der Sommerferien sind in allen Einrichtungen der Stadtbibliothek Magdeburg ab sofort möglich.

Der Lesesommer XXL ist Teil der gleichnamigen landesweiten Aktion der öffentlichen Bibliotheken, die von der Fachstelle für öffentliche Bibliotheken beim Landesverwaltungsamt organisiert und koordiniert wird. Der Deutsche Bibliotheksverband e. V. und das Land Sachsen-Anhalt unterstützen das Projekt. In Magdeburg sind zusätzlich die SWM und die Wobau als Förderer dabei.

Volksstimme Magdeburg 14.06.2018

Sprachschule

Ein junger Mann – offenbar asiatischer Abstammung – starrt einem anderen auf den Rücken und versucht zu lesen, was da steht. Irgendwann gibt er auf und fragt einen Dritten neben sich: „Was heißt das?“ Der Angesprochene lacht und erklär: „Wir können hier zum Beipiel kein G. Und sagen Sie ja nicht Maaaagdeburg.“ Inzwischen finden sich noch ein paar ehrenamtliche Sprachlehrer mehr um den Asiaten ein. Der übt fleißig: „Mach-de-burch. Ahhhh!“ Der erste Teil des Schriftzugs ist übersetzt. Aber dann: „Uffje-stiejen?“ Kurz aufgeklärt, weiß der Sprachschüler sofort Bescheid. Sportlich scheint er in der Stadt schon mehr zu Hause als sprachlich. „Machdeburch is uffjestiejen“, lässt er sich das eben Gelernte andächtig auf der Zunge zergehen und guckt stolz in die Runde. Den Sprachlehrern geht’s runter wie Öl.

Volksstimme Magdeburg 08.05.2018

In der 8. Stunde macht das Erfinden am meisten Spaß

In der Schule steht nicht nur das Einmaleins, Grammatik und Turnen auf dem Stundenplan: Mit dem Projekt „Fifty-Fifty“, zu Deutsch Hälfte-Hälfte, sollen Magdeburger Schüler motiviert werden, durch umweltfreundliches Verhalten Energie zu sparen. Der Name ist hierbei Programm: 50 Prozent der eingesparten Energiekosten werden der Schule zur Verfügung gestellt. In der Landeshauptstadt sind im Schuljahr 2016/2017 dadurch insgesamt rund 10 Tonnen Kohlendioxid und 5400 Euro an Energie-kosten eingespart worden. Das wurde bei der Abschlussveranstaltung des 19. „Fifty-Fifty“-Projekts am Mittwoch in den Räumlichkeiten der Städtischen Werke Magdeburg (SWM) bekanntgegeben. Die jungen Teilnehmer aus sieben Schulen stellten hier gemeinsam mit ihren Lehrern stolz ihren Beitrag zum Klimaschutz und Energiesparen vor. Folgende Schulen haben am Energiesparprojekt teilgenommen: die Gemeinschaftsschulen Oskar Linke, Gottfried Wilhelm Leibniz und Johann Wolfgang von Goethe, die Grundschulen Am Fliederhof, Am Kannenstieg und Am Pechauer Platz und das Editha-Gymnasium. „In der 8. Stunde macht das Erfinden am meisten Spaß“ weiterlesen

Der Zukunftstag für Mädchen und Jungen in Sachsen-Anhalt

Der Girls‘- und Boys‘-Day ist ein spezieller Tag zur Berufs- und Studienorientierung. Der Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt hat zur Teilnahme am Zukunftstag alles Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 aufgerufen und die Schirmherrschaft übernommen. Immer noch gibt es Berufe, in denen nur sehr wenige Frauen bzw. nur sehr wenige Männer arbeiten. Oft sind dies Berufe, die abwechslungsreich sind und spannende Karrieremöglichkeiten bieten.

Am Girls’Day-Mädchen-Zukunftstag erhalten Mädchen die Möglichkeit, praxisnah im Handwerk und in der Industrie sowie in Hochschulen und Forschungseinrichtungen technische und naturwissenschaftliche Berufe kennenzulernen. Sie erhalten auch Einblicke in die MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und entdecken so vielleicht, dass diese Berufe ihren Begabungen und Neigungen entsprechen.

Der Boys’Day-Jungen-Zukunftstag lädt Jungen deshalb dazu ein, pflegerische, soziale und erzieherische Berufe auszuprobieren. An diesem Tag können sie den Alltag in einer Kindertagesstätte, im Krankenhaus oder Seniorenheim, einer Grundschule oder einem Schulhort entdecken.

Der Zukunftstag eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Berufe kennenzulernen und eigene Fähigkeiten zu testen.

Anspruch auf Förderung und Betreuung in einer Tageseinrichtung

Wussten Sie schon, dass jedes Kind bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres Anspruch auf Förderung und Betreuung in einer Tageseinrichtung hat?

Speziell gemeint ist hier die Hortbetreuung vor und nach dem Unterricht. In der Regel ist es so, dass Ihr Kind eine Hortbetreuung in der Grundschule in Anspruch nehmen kann. Nach der Grundschule (ab 5. Klasse bis 6. Klasse) wird meist keine Hortbetreuung mehr angeboten. Das Fehlen einer Hortbetreuung beruht meist darauf, dass die Eltern mangels ausreichender Informationen keinen Betreuungsplatz abfordern.

Hier können Sie das Gesetz zum Anspruch auf Betreuung nach lesen.

Was müssen Sie tun, wenn Sie eine Hortbetreuung für Ihr Kind bis zum Vollendung des 14. Lebensjahr benötigen: „Anspruch auf Förderung und Betreuung in einer Tageseinrichtung“ weiterlesen

Schülerfirmen: Spielwiese für die Chefs von morgen

150 Projekte verkaufen eigene Produkte oder bieten Dienstleistungen an / Land hofft auf künftige Unternehmer Von Alexander Walter
Wie lassen sich Kinder heute für Schule begeistern? Eine Antwort: durch Schülerfirmen. Kinder erfahren dabei die Erfolge eigenen Handelns. Das Land fördert die Projektarbeit großzügig. Es hofft auf künftige Startups.

Maria Gruhn ist es gewohnt, Jüngeren die Welt zu erklären. 20 Jahre stand sie als Lehrerin in der Grundschule Loburg vor der Klasse. Lesen, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Sport – all das vermittelte sie unzähligen Kindern. Die Schule der Lehrerin Gruhn, sie war eine Welt von Tafel, Kreide und Büchern. „Schülerfirmen: Spielwiese für die Chefs von morgen“ weiterlesen

Brennpunkt Schule

Stadtrat verabschiedet nach vielstimmiger Debatte letztlich einstimmig ein Ausbauprogramm
Weil wegen steigender Schülerzahlen Neu- und Ausbauten unausweichlich sind, hat der Stadtrat vorfristig die Schulentwicklung bis 2024 abgesteckt. Ergebnis ist ein Ausbauprogramm. Allerdings löst es noch nicht jedes Problem.

„Wir sind in einer schwierigen Lage“, stellte Bernd Heynemann (CDU), Vorsitzender des Bildungsausschusses, gleich am Eingang der Schuldebatte klar. Zur aktuell jährlich veränderten Umverteilung der Einschüler auf alle verfügbaren 32 Grundschulhäuser samt Außenstellen gebe es keine Alternative. Der Preis sind im Fall überfüllter Häuser Schulwege, die weiter ausfallen, als die bis zur proppenvollen Schule um die Ecke. Der Stadtrat trug den Neuzuschnitt der Grundschulbezirke für die Abc-Schützen 2019 (Volksstimme berichtete) „Brennpunkt Schule“ weiterlesen

Russisch auf dem Rückzug

Sachsen-Anhalts Schüler belegen immer häufiger Spanisch – wenn sie die Wahl haben. Der einstige Fremdsprachen-Primus Russisch ist in Sachsen-Anhalt auf dem Rückzug. Schüler können stattdessen wählen – wenn es die benötigten Fachlehrer gibt.

Bis zum Ende der DDR war Russisch verordnet erste Fremdsprache im Land. Alle Schüler ab der fünften Klasse mussten kyrillische Buchstaben und lange Vokabeln mit „Sch“-Lauten pauken. Unvergessen Wortungetüme wie Dostoprimetschatjelnostj (zu Deutsch nicht weniger kompliziert: Sehenswürdigkeit). „Die Anwendung glich oft eher Trockenschwimmen“, erzählt Bildungsminister Marco Tullner (CDU) aus eigener Erfahrung. Englisch als Sprache des Klassenfeinds wurde erst ab der siebten Klase gelehrt, mancherorts auch nur Französisch. Heute bestünden für Schüler glücklicherweise ganz andere Möglichkeiten, sagt Tullner. Doch stimmt das so? Ein Blick ins Land 28 Jahre nach der Wende:

Richtig ist: Den Status der ersten Fremdsprache büßte die Sprache von Dostojewski und Tolstoi nach 1990 rasch ein. Neuer Primus: Das Englische. „Russisch auf dem Rückzug“ weiterlesen