Digitales Lernen für Schüler in Quarantäne

Tullner setzt auf bewährte Angebote im Netz

Die Schüler, die derzeit wegen des neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause sind, können die Zeit aus Sicht von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gut mit digitalen Lernangeboten überbrücken. „Wir haben da ein bewährtes System, das auch schon ein paar Jahre läuft“, sagte der Minister der dpa in Magdeburg. „Die Lehrer werden es im individuellen Mailverkehr oder in anderen Kommunikationsformen möglich machen, dass die Kinder in den 14 Tagen am Unterricht teilhaben. Das kann man organisieren und das geht auch, glaube ich, ganz gut.“ Das sei bewährt etwa für den Fall, dass Kinder länger krank sind.

Derzeit sind laut Ministerium Schülergruppen aus acht Schulen sowie ihre Begleiter in verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts in häuslicher Quarantäne, nachdem sie aus Skilagern in Südtirol zurückgekehrt waren. Auch Kinder von Erkrankten müssen zu Hause bleiben. Bei keinem der Schüler wurde bislang der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Als letztes Bundesland waren in Sachsen-Anhalt am Dienstag die ersten nachgewiesenen Infektionen bekannt geworden.

Bildungsminister Tullner sagte mit Blick auf die digitalen Lernangebote: „Da haben wir schon gute Formate.“ Es gebe beispielsweise die Lernplattform Moodle, mit der Schüler in einem geschützten Bereich des Internets lernen, üben und kommunizieren könnten. Für die Nutzer könnten individuell Inhalte freigeschaltet werden. Zudem gebe es eine Bildungscloud des Landes, mit der die Lehrkräfte und Schüler Daten und ganze Verzeichnisse hochladen und herunterladen könnten. Die Daten könnten passwortgeschützt auch mit Kollegen, Schülern sowie Eltern geteilt werden. Über den Bildungsserver stünden mehr als 13 000 Medien für alle Fächer des Unterrichts zur Verfügung.

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