Freie Schulen fassungslos über Landespolitik

Der Streit zwischen den Privatschulen mit ihren 20 000 Schülern und dem Land droht zu eskalieren. Grund ist die Vertagung eines Beschlusses zur Besserbezahlung von Lehrern an den freien Schulen gestern im Finanzausschuss. Vorgesehen war eine Lohnverbesserung, die an staatlichen Schulen schon seit 1. Januar 2018 gilt.

Der Verband der Privatschulen (VdP) betont den Rechtsanspruch. Ohne Angleich gingen den freien Trägern jährlich 20 Millionen Euro verloren. Doch zwischen den CDU-Ministerien für Bildung und Finanzen gibt es Differenzen. Während das Bildungsressort die Weitergabe befürwortet, lehnt das Finanzressort sie offenbar ab. VdP-Chef Jürgen Banse sagte, er sei „fassungslos“. Er forderte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf, sich einzuschalten.

Es gelte zunächst, eine Gegenfinanzierung im Haushalt zu finden, sagte CDU-Finanzer Daniel Szarata. SPD-Politiker Andreas Schmidt äußerte sich ähnlich. Voraussichtlich im September soll der Beschluss wieder auf die Tagesordnung.

Volksstimme Magdeburg

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