Großbaustelle Schulen

Das Edithagymnasium bekommt einen neuen Saal / Im Roggengrund geht es jetzt nach drinnen

Während im Stadtrat über Schulneubauten debattiert wird, laufen an anderen Stellen die Arbeiten. Kapazitäten werden sowohl in den Grund- als auch in den weiterführenden und in den Berufsschulen benötigt. Hier ein Überblick darüber, was wo in den vergangenen Wochen passiert ist und was die nächsten Aufgaben für die Planer und Bauleute sind.

Förderschule Roggengrund: Ein erster Komplettneubau für eine öffentliche Schule in Magdeburg seit Jahren geht in den Schlussspurt. Wie Winfried Overmann vom Eigenbetrieb Kommunales Gebäudemanagement (KGM) während einer Sitzung des Bildungs-, Schul- und Sportausschusses informierte, geht es inzwischen um den Innenausbau der Schule, die für Schüler mit körperlichen Behinderungen ausgestattet ist. Die Fertigstellung ist für das Ende des Jahrs vorgesehen – und nach jetzigem Stand wird dieses Ziel auch erreicht. Der Grundstein für die Schule, in der auch Schüler aus benachbarten Landkreisen Platz finden werden, war im März vergangenen Jahres gelegt worden.

Grundschule Wilhelm-Kobelt-Straße: Der Schulneubau unweit der Hermann-Gieseler-Halle soll die Platznot in Stadtfelder Schulen lindern. Derzeit läuft die sogenannte Planungsphase, noch steht aber eine Baugenehmigung aus.

Grundschule Brückfeld: Hier wird neu gebaut – allerdings keine komplett neue Schule. Ein neuer Gebäudeflügel soll Platz für mehr Klassen und für den Hort schaffen. Die Teilbaugenehmigung liegt vor, so dass hier im Juli mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden kann.

Grundschule Ottersleben: Derzeit ist die Entwurfsplanung in Arbeit. Auch hier geht es darum, am bestehenden Standort mit einer Erweiterung Platz für weitere Klassen zu schaffen. Für den Ausweichstandort am Werner-von-Siemens-Ring wurde laut Verwaltung für die Schulwegsicherung ein Fußgängerüberweg eingerichtet.

Grundschule Diesdorf: Eine der letzten unsanierten Schulen Magdeburgs war bislang die Grundschule Diesdorf. Hier sind inzwischen Abrissarbeiten abgeschlossen, so dass mit den Rohbauarbeiten begonnen werden kann.

Berufsbildende Schulen „Hermann Beims“: In der Bodestraße in Lemsdorf wird ein seit Jahren leer stehendes Schulgebäude für die Berufsbildenden Schulen „Hermann Beims“ hergerichtet. Nachdem der Baustart erfolgt ist, hofft die Stadtverwaltung darauf, dass die Fertigstellung im August kommenden Jahres gelingt.

Edithagymnasium: Magdeburgs gymnasiale Neugründung am Lorenzweg muss derzeit mit einem Schulgebäude auskommen. Zwei leer stehende Gebäude werden ausgebaut und um einen Saal ergänzt. Die vorbereitenden Abbrucharbeiten sind inzwischen am Ende angelangt. Laut KGM steht jetzt der Start für die Rohbauarbeiten im Fokus.

Ernst-Wille-Gemeinschaftsschule: Das Wandbild „Organisches und Anorganisches“ an der Ernst-Wille-Gemeinschaftsschule in Ottersleben soll erhalten werden. Das Kunstwerk von Dietrich Fröhner sollte ursprünglich hinter einer Dämmung verschwinden und allenfalls auf dieser nachempfunden werden. Der Stadtrat wollte allerdings das Original sichtbar halten. Die entsprechende Änderung muss zunächst vom Kulturbeitrat begutachtet werden. Dann geht eine entsprechende Stellungnahme an die Investitionsbank, die als Fördermittelgeber für die Dämmung an der Schule ihren Segen geben muss.

Grundschule Moldenstraße und Schulgebäude Pablo-Neruda-Straße: Für diese Schulen sind erste Planungen auf dem Weg.

Hintergrund: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder in Magdeburg entgegen älterer Prognosen wieder deutlich angewachsen. Die noch durch die Stadt nutzbaren Schulen können dem Bedarf an Plätzen nicht mehr gerecht werden.

Ähnliche Anstrengungen hat die Stadt übrigens in den vergangenen Jahren zum Bau von Kindertagesstätten unternehmen müssen. Auch hier hatten die bestehenden Plätze nicht mehr gereicht.

Volksstimme Magdeburg

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