In der Schule bleibt es bis 2023 eng

Stadt treibt Planung der Erweiterung der Ottersleber Grundschule voran / Entwurfsplanung steht. Drei versetzte Bauten, 7,35 Millionen Euro, Eröffnung in vier Jahren. Das sind die Eckpunkte für den Erweiterungsbau, der die Kapazitätsprobleme der Ottersleber Grundschule beheben soll. Die Stadt hat die Entwurfsplanung erstellt, die derzeit die Runde durch die Gremien macht.

Dass die Schule an der Richard-Dembny-Straße sinnbildlich aus allen Nähten platzt, zeugt von der Attraktivität Otterslebens für Familien. Der Häuserbau wird auch künftig u. a. mit einer neuen Siedlung an der Straße Frankefelde fortgesetzt. Dass die Eigenheime dort wohl eher bezogen werden als der Erweiterungsbau der Grundschule, ist eher eine Randnotiz in der langen Geschichte des Kapazitätsproblems der Einrichtung.

Nach über zehn Jahren steht nun konkret fest, dass die Erweiterung in Form von drei Bauten mit jeweils zwei Etagen erfolgen soll, die versetzt zueinander auf dem Nachbargrundstück des Schulstandorts errichtet werden sollen. Die Verwaltung hat die Entwurfsplanung abgeschlossen, die Vorplanung war bereits vom Stadtrat bestätigt worden. Die Pläne machen nun die Runde in den Ausschüssen, ehe sie dem Stadtrat am 14. November zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Am Dienstag befasste sich der Bildungsausschuss mit dem Erweiterungsbau. Der hatte Bedenken, dass möglicherweise Funde bei einer archäologischen Untersuchung des Areals zu einer Verzögerung des Zeitplans führen können, so Ausschussvorsitzender Christian Hausmann (SPD): „Das Gelände wurde früher als Friedhof genutzt“, so der Hinweis. Einigkeit herrscht im Gremium darin, „dass der unhaltbare Zustand der Auslagerung der Viertklässler in den Ausweichstandort in der Ernst-Wille-Schule, der seit Jahren anhält, so schnell wie möglich ein Ende haben sollte“, so Hausmann. Anmerkungen etwa in Hinblick auf die Gestaltung des Außenbereichs seien von der Verwaltung beim Entwurf berücksichtigt worden.

Laut Beschlussvorlage passen sich die drei zweistöckigen Gebäuderiegel dem Grundstücksverlauf an und bieten den Schülern mit einer kompakten Bauweise kurze Wege für das Erreichen der Schulräume. Der Zugang sei barrierefrei über ein zentrales Treppenhaus sowie einen Aufzug möglich. Für den Hort ist ein zusammenhängender Bereich über zwei Etagen vorgesehen. Die Räume für die Grundschule befinden sich im Obergeschoss. Speise- und Gymnastikräume sind für Schule und Hort vorgesehen. Und: Beim Bau wird ein offenes Konzept verfolgt. Flure, Klassen- und Gruppenräume können jeweils voneinander eingesehen werden. Die bei der Vorplanung vorgesehenen Außenanlagen mit Sitzmöglichkeiten, Spielflächen und einem Klassenzimmer im Freien wurden beim Entwurf überarbeitet. Der bereits vorhandene Schulhof der Grundschule soll über einen zweiten Zugang zum neuen Schulgelände von der Straße Alt Benneckenbeck aus mit eingebunden werden.

In den nächsten Planungsschritten ist das Farbkonzept des Erweiterungsbaus ein Thema. Anvisiert wird, mit den Bauarbeiten im dritten Quartal des kommenden Jahres zu beginnen. Liegt die Baugenehmigung wie geplant vor und läuft der Bau reibungslos, kann der Betrieb im Januar 2023 aufgenommen werden. Durch die Erweiterung ist es dann möglich, die Grundschule fünfzügig zu führen.

Volksstimme Magdeburg

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