Land zahlt für abgesagte Schulfahrten

Das Land Sachsen-Anhalt übernimmt die von Reiseveranstaltern in Rechnung gestellten Stornierungskosten für Schulfahrten, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Dafür stehen bis zu sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das bestätigte ein Sprecher des Bildungsministeriums gestern der Volksstimme.

Die Schulen müssen Stornierungsanträge vorlegen. Diese werden vom Landesschulamt geprüft. Diese Regelung gilt für die Schulen sowohl in öffentlicher als auch in freier Trägerschaft.

Hintergrund: Bildungsminister Marco Tullner (CDU) hatte am 10. März restriktive Maßnahmen für Schüler ergriffen. Seinerzeit ordnete er an, dass sämtliche Reisen, die länger als einen Tag dauern, ab sofort verboten seien. Diese Anweisung gilt bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020, also bis Ende Juli. Davon betroffen sind Klassen- und Studienfahrten sowie Schüleraustausche.

Nach aktuellen Angaben des Ministeriumssprechers fallen von März bis Juli insgesamt etwa 4700 Schulfahrten ins Wasser. Bislang seien bereits rund 500 000 Euro an Stornierungskosten vom Land beglichen worden.

Volksstimme Magdeburg

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