Millionenspritze macht die Sekundarschule flott

Wer sich auf das Schulgelände an der Freien Straße begibt, unternimmt eine Zeitreise. Der Schulbau erinnert an die 1980er Jahre, als viele Ecken in Magdeburg im Stile des industriellen Häuserbaus, der als Plattenbau in Verruf geraten ist, bebaut wurden. Daran ist per se nichts auszusetzen. Die Zeit ist in der Schule der Evangelischen Johannes-Schulstiftung nicht stehen geblieben, sie nagt mit ihren Zähnen am Gebäude, wenn man so will. So zeugen Türen und Fußböden in den Fluren und Klassenräumen des zweigeschossigen Nord- und viergeschossigen Südflügels des 1986 errichteten Hauses von einer jahrelangen, intensiven Nutzung, die Fenster entsprechen nicht dem Standard.

Mit einer umfangreichen Sanierung und einem Umbau sollen die Bedingungen für die 170 Schüler und 26 Lehrer verbessert werden, so das Vorhaben. Dafür stellen EU und Land Fördergelder über das Programm „Stark III“ (zielt auf eine energetische und allgemeine Sanierung von Kindereinrichtungen ab) in Höhe von etwas mehr als zwei Millionen Euro zur Verfügung, was 40 Prozent der kalkulierten Gesamtsumme ausmacht, damit der umfangreiche Maßnahmenkatalog abgearbeitet wird. So sollen u. a. Fassade und Dach wärmegedämmt, Fenster und Türen sowie Elektroleitungen, Heizungen und Lüftung erneuert, Fachkabinette und Ausgabeküche ausgestattet und ein Aufzug eingebaut werden. Außerdem ist der Rückbau der oberen Etage in den beiden Gebäudeflügeln vorgesehen.

„Die Schule legt einen entscheidenden Grundstein für das spätere Leben, auch wenn wir das als Schüler manchmal wohl anders bewerten. Die EU und das Land unterstützen die Evangelische Johannes-Schulstiftung dabei, ein solches Umfeld für Schüler zu schaffen“, so Finanzminister André Schröder (CDU).

Vor Beginn der Winterferien im Februar werde das Ausweichquartier bezogen, sagt Schulleiter Ferdinand Kiderlen. Während der Bauzeit von zwei Jahren hat sich die Schule im Internationalen Stiftungsgymnasium an der Agnetenstraße eingemietet und nutzt dort zwei Etagen.

Geplant ist, dass sich die Schüler in den Umzug mit einbringen werden.

Volksstimme Magdeburg

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