Neustart zur Berechnung der Schulbezirke

In welche Schulen werden die Erstklässler im Jahr 2021 eingeschult? Eigentlich hätte der Stadtrat bereits im kommenden März darüber beraten sollen. Doch die Drucksache aus der Verwaltung, die erst eine Grundlage für die Diskussion bietet, wird im März noch nicht vorliegen. Ursache dafür ist, dass die Zuordnung der Magdeburger Straßenzüge zu bestimmten Grundschulen ein zweites Mal wiederholt werden muss.

Hintergrund: Die Stadt Magdeburg hat ein System ersonnen, das mit „atmenden Schulbezirken“ arbeitet, um zwei Ansprüchen gleichermaßen gerecht zu werden: Die Klassen möglichst nicht größer als 22 Schüler werden zu lassen und die Summer der Schulwege für alle möglichst kurz zu halten. Daher wurde ein Programm entwickelt, das anhand der konkreten Adressen der künftigen Erstklässler ermittelt, in welche Grundschule sie gehen sollen.

Das Problem in diesem wie im vergangenen Jahr: Die Erstklässler wohnen nicht in den Stadtteilen, in denen die Schulen stehen. Ein Beispiel ist Stadtfeld, wo erst nach Intervention des Stadtrats im vergangenen Jahr dafür gesorgt worden war, dass Grundschüler aus dem Bereich der Liebknechtstraße nicht in Sudenburg eingeschult werden.

Jessica Althaus, die im Fachbereich Schule und Sport der Stadtverwaltung tätig ist, berichtete im Schulausschuss über das aktuelle Problem: „Die Berechnung hatte ergeben, dass Schüler aus dem Umfeld des Damaschkeplatzes der Grundschule Am Nordpark zugeordnet worden wären.“ Die Stadt war daraufhin auf Grundschulen in Stadtfeld zugegangen und hatte erwirkt, dass – ausnahmsweise – dort mehr Klassen eröffnet werden können. Jetzt muss das Programm also mit den neuen Kapazitäten noch einmal ermitteln, wie die Schüler neu aufgeteilt werden. Zwar, so Jessica Althaus, werde nicht jeder in seinem Stadtteil eingeschult. Wohl aber werde sichergestellt, dass die Schulwege erträglich sind.

Volksstimme Magdeburg

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