Schulen werden zusätzlich gereinigt

Aufgrund der Häufung von Corona-Fällen haben vor wenigen Tagen elf Schulen geschlossen. Einige von ihnen nehmen am Montag wieder ihren Betrieb auf.

Wie Kerstin Richter, Leiterin des Fachbereichs Schule und Sport der Magdeburger Stadtverwaltung, sagte, sei dieser Schritt für die Stadt mit keinem sonderlichen Aufwand verbunden gewesen – anders als die Wiederinbetriebnahme der Schulen nach der generellen Schließung seit Mitte März. Sie sagte: „Für die Schulleitungen ist die Organisation der neuerlichen Einschränkungen hingegen wesentlich schwieriger.“ Immerhin stehen die Chancen gut, dass es bis zu den Sommerferien nicht zu erneuten Schulschließungen kommt: Nach der Häufung von Fällen vor anderthalb Wochen sind kaum noch neue Infektionen bei den Tests diagnostiziert worden.

Nichtsdestotrotz gelten in den Magdeburger Schulen weiterhin besondere Vorkehrungen bei den Sicherheitsabständen und der Hygiene, damit sich das Coronavirus nicht unter Schülern ausbreitet. Unter anderem waren dazu in Schulräumen, in denen sich Waschbecken befinden, mobile Seifenspender mit Flüssigseife und Spender für Papierhandtücher aufgestellt worden. Zunächst hatte es Bedenken gegeben, ob dies für die Zukunft eine sinnvolle Lösung sei – könnten doch Kinder und Jugendliche die Waschgelegenheiten, die eigentlich nur zur Reinigung von Tafelschwämmen vorgesehen sind, als treffliche Gelegenheit zum Spiel mit dem Wasser und allerlei Schabernack begreifen. Die Stadtverwaltung möchte aber ausdrücklich auf die Wünsche der Schulen eingehen, und Kerstin Richter sagte: „Wir werden jetzt abfragen, wo der Wunsch besteht, statt mobiler Seifen- und Papierhandtuchspender feste Geräte zu installieren.“ Die entsprechenden Arbeiten könnten bereits in den anstehenden Sommerferien vorgenommen werden.

FDP-Ratsfrau Carola Schumann wollte derweil wissen, wie die Hygienevorschriften praktisch umgesetzt würden. Wie Kerstin Richter erläuterte, sind an die Reinigungsfirmen zusätzliche Aufträge erteilt worden. Die Extrareinigungsrunden für Tische und Geländer seien im Rahmen bestehender Aufträge kaum zu leisten. Zwar sei die Situation für die Unternehmen personell oft schwer umzusetzen. Doch es gelinge trotzdem, Mängel schnell zu beheben.

Volksstimme Magdeburg

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