Schulsanierung braucht mehr Zeit und Geld

Umbau der Grundschule Diesdorf liegt nicht im Zeitplan / Budget um 1,9 Millionen Euro aufgestockt. Die Sanierung der Grundschule Diesdorf liegt nicht mehr im Zeitplan. Die anvisierte Fertigstellung des Baus im Sommer des kommenden Jahres ist gefährdet. Außerdem kostet der Umbau mehr Geld als geplant.

Bereits im Juli war es zu Verzögerungen während der Bauarbeiten gekommen, die im Februar begonnen hatten. „Der ursprüngliche Zeitplan ist noch nicht wieder eingeholt und eine zeitliche Kompensation durch die sehr komplexen Bauarbeiten aktuell auch nicht zu erkennen“, erklärte Stadtsprecher Michael Reif nun auf Nachfrage. Einen konkreten Aufschluss würden die Fertigstellung der Rohbauarbeiten des Neubauteils und die Witterungsbedingungen der kommenden Wintermonate bringen.

Der Zwischenbau am alten Schulgebäude ist mittlerweile fertiggestellt. Laut Reif werden derzeit am Alt- und Zwischenbau noch Maurer- und Putzarbeiten an den Fensteröffnungen sowie die Dämmung des Daches ausgeführt. Im Neubau sollen die Rohbauarbeiten für das Erdgeschoss Ende des Monats beendet werden. „Die Stahlbetondecke über dem Erdgeschoss wird wegen des freien Grundrisses und der einzeln stehenden Stützen 40 Zentimeter dick und muss monolithisch, also aus einem Stück, hergestellt werden“, berichtete der Stadtsprecher.

Die Sanierung der Grundschule wird auch teurer, als ursprünglich geplant. Die Kosten gemäß Fördermittelantrag betrugen 7,5 Millionen Euro. Mehrkosten von fast 1,9 Millionen Euro wurden im Oktober bereits vom Stadtrat bestätigt. Seit dem Bearbeitungsbeginn der Baumaßnahme vor vier Jahren sind die Baupreise entsprechend gestiegen, heißt es zur Begründung. Die aktuelle Marktlage mit wenigen, aber teuren Angeboten habe zu den Mehrkosten beigetragen. Auch seien weitere Kosten durch Auflagen des Bauordnungsamtes und geänderte Vorschriften sowie das verschärfte Abfallgesetz entstanden. Letzteres verteuere die Entsorgung von Aushubmaterial, welches in der Grundschule wegen des schlechten Baugrundes in erheblichen Mengen anfalle.

Mit der Schulsanierung und der -erweiterung sollen die Rahmenbedingungen für Schüler und Lehrer verbessert und die Kapazitäten am Schulstandort Großer Gang erweitert werden. Konnten bislang 200 Schüler die Schule besuchen, werden es nach der Fertigstellung bis zu 400 sein können.

Die Schule ist für den Umbau im Ausweichstandort in der früheren Lea-Grundig-Schule am Gneisenauring (Stadtteil Neu-Olvenstedt) untergebracht.

Volksstimme Magdeburg

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