Tanzen für mehr Toleranz

Ein bisschen dauert es noch, bis die Drittklässler der Grundschule „Am Elbdamm“ endlich loslegen dürfen mit dem Tanzen. Im November werden sie an dem Projekt „Tanztoleranz für mehr Miteinander“ teilnehmen.

Eine Schulwoche lang sollen die Schüler eine Choreographie einstudieren. Am letzten Tag wird diese dann vor Mitschülern, Lehrkräften und Eltern aufgeführt. Unterstützt werden sie dabei von Tanzlehrer Nico Hilger. Er ist Breakdance-Weltmeister und wird den Kleinen nicht nur das Tanzen, sondern auch die Geschichte des HipHops und Breakdance näherbringen. Einen ähnlichen Kurs haben die jetzigen Viertklässler im letzten Schuljahr schon besucht. Alexander Jantz, stellvertretender Schulleiter: „Ich war begeistert von den Inhalten des Kurses und von der Art des Tanzlehrers. Die Kinder haben sehr viel gelernt. Dabei war das Tanzen an sich ein Dosenöffner für das, was vermittelt werden sollte: Es geht um Toleranz, um Miteinander und darum, gemeinsam etwas zu schaffen, was man sich am Anfang vielleicht nicht zugetraut hätte.“ Die Tänzer aus dem letzten Jahr stimmen ihm zu. „Nico hat mit uns Sachen gemacht, dass wir mehr zusammenhalten und Freundschaften schließen. Er hat gesagt, dass nicht jeder gleich ist und wir das akzeptieren sollen“, sagt Fabienne aus der 4b.

„Er hat uns gezeigt, dass es nicht heißt ‚Ich kann das nicht‘, sondern ‚Ich kann das noch nicht‘“, erzählt Simon aus der 4a. Ein ähnliches Erfolgserlebnis sollen nun die Drittklässler haben. Dass die Schule das Projekt so weit im Voraus plant, hat einen Grund: Es kostet Geld. Honorar für den Tanzlehrer, Materialkosten und die Miete für den Tanzraum. Deshalb hat Anja Bendler, die für den Verein Spielwagen und eng mit der Grundschule zusammenarbeitet, das Projekt bei „Ideen machen Schule“ angemeldet. Sie hofft, dass sie so das Geld gewinnen. „Es ist sehr besonders, dass eine Klassenstufe eine Woche zusammen tanzt.“

Volksstimme Magdeburg 02.03.2018

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