Westring-Schüler entdecken Schulgarten

Grundschule startet Projekt mit der AOK: Erdbeeren und Apfelbaum gepflanzt

Warum ist es eigentlich wichtig, dass Kinder schon in der Grundschule lernen, woher das Obst und Gemüse kommt? Um diese Frage zu beantworten, hat die Grundschule „Am Westring“ mit Hilfe der AOK Sachsen-Anhalt und dem Landfrauenverband Sachsen-Anhalt e. V. ein Schulgarten-Projekt gestartet.

Zunächst wurden die Kinder mit Geräten wie Spaten und Gießkanne vertraut gemacht. Danach haben die Grundschüler Samen gesät und einen neuen Apfelbaum gepflanzt.

Drei Jahre Unterstützung
Katharina Winkler, Koordinatorin der Abteilung Prävention bei der AOK, erklärt: „Dieses Jahr sind wir erstmals in der Grundschule „Am Westring“ und unterstützen sie ab jetzt drei Jahre lang. Die Schule bekommt pro Jahr 500 Euro in Form eines Gutscheins, damit Sämereien, Erde, Geräte oder ähnliches gekauft werden können. Heute haben wir Radieschen gesät, Erdbeeren und einen Apfelbaum gepflanzt.“

Neben der Erneuerung des Schulgartens haben die Kinder kleine Rätselspiele zum Thema Obst und Gemüse gemacht. Zum Beispiel konnten die Schüler in verschiedene Boxen fassen und mussten mit ihren Händen erfühlen, was sich darin befindet.

Hintergrund des Schulgarten-Projekts ist die Tatsache, dass heutzutage viele Kinder ohne Natur aufwachsen und nicht wissen, wo Obst und Gemüse eigentlich herkommen, wenn man sie nur im nächstliegenden Supermarkt kaufen kann.

„Die Kinder sehen, dass die Lebensmittel nicht im Supermarkt wachsen und dass viel Aufwand und Arbeit dahinter steckt, um Lebensmittel zu produzieren, in dem Fall Obst und Gemüse“, so Katharina Winkler weiter.

Kinder sollen mit eigenen Augen sehen, wie Pflanzen vom Samen bis zur vollständigen Frucht heranwachsen und welche Erträge man durch die Landwirtschaft erzielen kann.

„Wir möchten mit dem Projekt erreichen, dass sich Kinder über Wertschätzung, Saisonalität und Regionalität von Lebensmitteln Gedanken machen. Wir hoffen, dass die Kinder das an die Eltern und Geschwister weitertragen“, sagt Katharina Winkler.

In Unterricht einbeziehen
Schulgartenlehrerin Roswitha Raguschke ergänzt: „Wir merken immer wieder, dass durch die Kaufhallen ein großes Angebot da ist und den Kindern die Vorstellung fehlt, wie aus einer Pflanze eine Frucht wird.“

Doch es lässt sich bei den Kindern nicht nur mangelndes Wissen in Bezug auf Lebensmittel feststellen, sondern es zeige sich zugleich auch ein grundlegendes Interesse der Grundschüler: „Die vielen Fragen, die die Kinder ständig im Schulgarten stellen, haben uns motiviert den Garten noch stärker in den Unterricht einzubeziehen“, begründet Roswitha Raguschke.

Für die Grundschüler war das Projekt ein voller Erfolg. Sie hatten Spaß und nebenbei haben sie spielerisch gelernt, wie Gemüse und Obst angepflanzt werden – damit sie beim nächsten Mal im Supermarkt wissen, welche Geschichte ein Apfel im Regal hinter sich hat.

Volksstimme Magdeburg

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