Zahl der Schüler im Land nimmt kontinuierlich zu

Nach einem Tiefstand vor zehn Jahren hat die Zahl der Schüler an den allgemeinbildenden Schulen im Land kontinuierlich zugenommen. Gut 197 000 Mädchen und Jungen besuchen im Schuljahr 2019/2020 eine der 870 allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt, wie das Statistische Landesamt gestern in Halle mitteilte. Im Vergleich zum Schuljahr 2009/2010 seien dies über 23 000 Schüler mehr, ein Plus von 13,4 Prozent.

Besonders kräftig wuchs den Angaben zufolge die Schülerzahl in den kreisfreien Städten Halle und Magdeburg mit einem Zuwachs von fast 30 Prozent. Bei den Landkreisen dominieren mit einem Zugewinn seit dem Schuljahr 2009/10 der Saalekreis mit 21,6 Prozent und der Landkreis Börde mit 17,6 Prozent. Die geringsten Steigerungen verzeichneten den Angaben zufolge der Landkreis Harz (4,5 Prozent), der Altmarkkreis Salzwedel (3,8 Prozent) und der Landkreis Mansfeld-Südharz (3,0 Prozent). Im Landkreis Stendal sind die Schülerzahlen dagegen sogar um 0,8 Prozent gesunken.

Deutliche Fortschritte bei der Inklusion
Beim gemeinsamen Lernen von Schülern mit und ohne Behinderung gibt es einer Studie der Bertelsmann-Stiftung zufolge in Sachsen-Anhalt deutliche Fortschritte. Die Berechnungen auf Grundlage von Daten der Kultusministerkonferenz zeigen, dass im Schuljahr 2018/2019 fast 35 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Förderbedarf in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 an allgemeinen Schulen unterrichtet wurden. Zehn Jahre zuvor waren es nur 8,6 Prozent. Die Anzahl der Schüler mit Förderbedarf stieg in dieser Zeit von rund 15 000 auf knapp 16 500, während die Gesamtzahl der Schüler in den genannten Jahrgangsstufen von etwa 158 000 auf über 176 000 stieg. Bundesweit liegt die Quote der Inklusion bei rund 43 Prozent.

Volksstimme Magdeburg

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