Zum Volksstimme Artikel „Der Wunsch nach einer Ampel bleibt“

So traurig es ist, mittlerweile kann man über die Entscheidungen der unteren Straßenverkehrsbehörde nur noch schmunzeln. Da wird in Magdeburg zum Schutz möglicher alkoholisierter Weihnachtsmarktbesucher (meist Erwachsene wohlbemerkt) trotz vorhandener Querungshilfen und Fußgängerampel in engen Abständen jedes Jahr auf der Ernst-Reuter-Allee Tempo 30 angeordnet, geht es aber um den Schutz der schwächsten Verkehrsteilnehmer, unsere Kinder, stellt man sich stur, es geht nicht. Man will es schlichtweg nicht.

Am Stern / Olvenstedter Chaussee wurde 2012  Tempo 30 aufgehoben, weil das Wohngebiet an der Chaussee abgerissen wurde und somit weniger Querungsverkehr von Fußgängern stattfindet. Zumindest so die damalige Begründung der unteren Straßenverkehrsbehörde. Nun, das Wohngebiet wurde neugebaut, viele Kinder wohnen mittlerweile dort, diese gehen aufgrund der Änderung der Schuleinzugsbezirke in die GS Am Grenzweg, queren täglich die Chaussee in Höhe des Sterncenters. Im Gegenzug besuchen die Kinder aus dem Einzugsbereich Diesdorf die Ausweichschule am Gneisenauring und queren die Straße in der entgegengesetzten Richtung. Dies reicht nicht aus, es besteht kein Bedarf.

Schmückt man sich diesen „behördlich festgestellten nicht vorhandenen Bedarf“ etwas aus, muss man hier ernsthaft die Fragen stellen: warum gibt es entlang des Scharnhorstring’s Fußgängerüberwege – am Sterncenter aber nicht, warum gibt es auf dem Olvenstedter Graseweg Höhe Hans-Gerade-Straße eine Fußgängerampel zu einer Bushaltestelle – 400 m weiter am Albert-Einstein-Gymnasium mit 2 Bushaltestellen und nicht geringem Schülerverkehr aber nicht, warum gibt es am Bruno-Beye-Ring / Höhe Bürgerbüro einen Fußgängerüberweg mit zusätzlicher Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30, auf der Chaussee am Sterncenter aber eben nicht?

Im Übrigen ist die Argumentation, es sei noch nichts passiert, im Rahmen der Schulwegsicherung völlig verkehrt, gerade die Novellierung der StVO zielt bei der Anordnung von Geschwindigkeitsbeschränkung auf den Schutz der Kinder, also Vorbeugung ab.

  1. Liebe, Vorstand Stadtelternrat

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