Digitalpakt für Schulen läuft schleppend an

Über ein Jahr nach Beginn des Digitalpakts Schule sind von den fünf Milliarden Euro Fördergeld des Bundes für digitalen Unterricht nur 15,7 Millionen Euro abgeflossen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Frage der FDP im Bundestag hervor. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete zuerst über die Zahlen.

„Die Zwischenbilanz ist desaströs“, sagte die FDP-Vize-Fraktionsvorsitzende Katja Suding. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) sagte dem RND, die Zahlen ließen die Dynamik des Programms bisher nur in Ansätzen erkennen. Dies habe mit der Ausnahmesituation in der Corona-Pandemie zu tun. Planungsprozesse mussten laut Karliczek zugunsten von Sofortmaßnahmen zurückgestellt werden.

Volksstimme Magdeburg

Große Verantwortung für volle Schule

Torsten Schulz ist neuer Leiter der IGS „Regine Hildebrandt“ mit 1100 Schülern und 100 Lehrern
Torsten Schulz ist neuer Schulleiter an der IGS „Regine Hildebrandt“. Er übernimmt damit die Verantwortung an einer der größten Schulen im Land.

Mit gut 1100 Schülern ist die IGS „Regine Hildebrandt“ am Neustädter See die größte allgemeinbildende Schule im nördlichen Sachsen-Anhalt, wie Torsten Schulz erklärt. Entsprechend groß ist auch die Verantwortung, die er als neuer Leiter der Schule übernimmt. Allein die Planung für die aktuell 45 Klassen ist enorm, sagt er.

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126 000 Masken zum Schulstart verteilt

Stadt sorgt im Bildungsbereich für den Corona-Ernstfall an den Einrichtungen vor

In Sachsen-Anhalt beginnt heute das neue Schuljahr. Angesichts der Corona-Einschränkungen bedeutete dies in diesem Jahr Vorbereitungen der besonderen Art. „Erfreulicherweise geben uns die niedrigen Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt Spielraum, um den Schulbetrieb wieder hochzufahren“, sagte jetzt der Magdeburger CDU-Bundestagsabgeordnete Tino Sorge, der Mitglied im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist. „Das ist auch dringend nötig, um die Kollateralschäden für unsere Bildungslandschaft abzumildern.“

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„Schnupfen-Papier“ soll Corona-Fehlalarm verhindern

Bildungsministerium gibt Leitfaden für Lehrer und Eltern heraus / Bei akutem Fieber, Husten und Geschmacksstörungen zum Arzt

Kurz vor dem Schulstart heute hat das Bildungsministerium ein „Schnupfen-Papier“ herausgegeben. Der Leitfaden soll Lehrern helfen, im beginnenden Herbst unbedenkliche Erkältungssymptome von möglichen Corona-Infektionen zu unterscheiden.

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Schulstart: Zwischen Abstand und Anspannung

In Sachsen-Anhalt beginnt das Schuljahr unter Corona-Auflagen / Wie die Pädagogen sich für den Vollbetrieb wappnen Von Alexander Walter
Für fast 200 000 Schüler in Sachsen-Anhalt beginnt morgen das neue Schuljahr. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie im Vollbetrieb. Die Vorbereitungen der Schulen sind umfangreich wie nie. Viele Lehrer sind dennoch verunsichert. Von einem Schulstart ins Ungewisse.

Schulleiter Ingo Doßmann plant für seine Grundschule Stadtmitte in Genthin eine zweiwöchige Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts.

Die Laune haben sie sich trotz Corona noch nicht verderben lassen an der Grundschule Stadtmitte in Genthin. Durch die Pandemie fällt die Lehrer-Dienstberatung zum neuen Schuljahr länger aus als üblich – an zwei Tagen hintereinander, jeweils länger als eine Stunde. Trotzdem wird an diesem Montag, drei Tage vor Schulbeginn, gelacht.

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Lehrer mit Mailzugängen top ausgestattet

Lehrer in Sachsen-Anhalt sind deutschlandweit mit ihren Kollegen aus Sachsen am besten mit dienstlichen Mail-Zugängen ausgestattet. Dies ergab eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Fachdienstes Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI.

So bietet Sachsen-Anhalt bereits seit 2001 und damit am längsten von allen Ländern in der Bundesrepublik Mail-Zugänge für Lehrer. Von den 16 600 Lehrkräften haben inzwischen 10 583 ein persönliches Mailpostfach. Die Nachfrage sei durch Corona auch noch kräftig gestiegen. Seit Ende März kamen laut Bildungsministerium in Sachsen-Anhalt 3552 dienstliche Postfächer dazu.

Ein Großteil der deutschen Lehrer hat bislang keine dienstliche E-Mail-Adresse, ergab die Umfrage. Doch das ändere sich nun. Sieben Bundesländer planen derzeit die Einführung von Dienst-Mail-Adressen für Lehrkräfte: Demnach wollen Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein noch im Schuljahr 2020/21 damit beginnen, Mail-Postfächer einzurichten. Auch Berlin und Mecklenburg-Vorpommern planen zentrale Mailadressen für Lehrkräfte, allerdings noch ohne konkreten Zeitplan.

Volksstimme Magdeburg

Magdeburgs Förderschulen kommen an ihre Grenzen

Pro Jahr mussten in Förderschulen drei Klassen zusätzlich untergebracht werden / Stadt sieht Gesprächsbedarf mit Land

Die Zahlen sind beunruhigend und werfen Fragen auf, deren Betrachtung und Beachtung drängt. Immer mehr Kinder werden einer Förderschule zugewiesen. Dies liege zum einen an vermehrt auftretenden Entwicklungsstörungen, die infolge des medizinischen Fortschrittes bei der Rettung von Frühgeburten auftreten.

Zum anderen werden zunehmend Flüchtlingskinder mit Kriegstraumata den Förderschulen zugewiesen.

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„Notstandsgebiet Bildung“

Arbeitgeber und Opposition üben nach Bildungsmonitor heftige Kritik an Schulpolitik des Landes


Wegen des schlechten Abschneidens Sachsen-Anhalts beim aktuellen Bildungsmonitor schlagen Wirtschaft und Opposition Alarm. Arbeitgeberpräsident Gutmann spricht etwa angesichts der hohen Schulabbrecherquote von einem „Armutszeugnis“ fürs Land.

Die Leistungen der Viertklässler in Sachsen-Anhalt gehen weit auseinander. Auch das ist ein Ergebnis des Bildungsmonitors. Foto: Patrick Pleul/dpa
Die Leistungen der Viertklässler in Sachsen-Anhalt gehen weit auseinander. Auch das ist ein Ergebnis des Bildungsmonitors. Foto: Patrick Pleul/dpa
Magdeburg l Überalterte Kollegien, schlechte Betreuungsschlüssel in Kitas und Unis – angesichts der schlechten Noten für Sachsen-Anhalt im aktuellen Bildungsmonitor warnen die Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände im Land vor Standortnachteilen:

Dass etwa 11,4 Prozent der Schüler des Jahrgangs 2017/18 keinen Abschluss erreichten, sei ein „Armutszeugnis für das Bildungssystem“, sagte Arbeitgeberpräsident Klemens Gutmann.

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Ministerin will Masken ab der fünften Klasse

Eine von Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) vorgeschlagene Maskenpflicht im Unterricht soll erst ab der fünften Klasse gelten. Das teilte das Ministerium gestern mit. Die Vorgabe sollte nach Schulstart am 27. August für 14 Tage wirksam sein. So ließe sich die Inkubationszeit für mögliche Corona-Infektionen von Reiserückkehrern überbrücken, hieß es. Entschieden ist noch nichts. Zunächst will Grimm-Benne mit Bildungsminister Marco Tullner (CDU) beraten. Am Dienstag will die Landesregierung ihren Fahrplan vorstellen. Hintergrund für die Überlegungen Grimm-Bennes sind gestiegene Infektionszahlen. Von landesweit 49 Fällen vergangene Woche waren 80 Prozent Reiserückkehrer.

In Nordrhein-Westfalen ist gestern die Schule gestartet. Dort gilt bis 31. August die Maskenpflicht im Unterricht ab der fünften Klasse. Dabei ist Maske nicht gleich Maske, wie Tests zeigen. Während OP-Masken 90 Prozent infektiöser Aerosole zurückhalten, erhöhen Stoffe mancher Halstücher das Ansteckungs-Risiko sogar.

Volksstimme Magdeburg

Schweißtreibend und laut

Schüler in NRW tragen bei brütender Hitze Masken im Klassenzimmer / Mehr Lärm als vorher

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Eine Schülerin der Klasse 8a der Gesamtschule in Münster hebt ihre Mund- und Nasen-Maske an, um etwas zu trinken. Bei der Hitze ist das Tragen des Schutzes kein Vergnügen für die Schüler. Foto: dpa

Maskenpflicht im Unterricht bei brütender Hitze: In Nordrhein-Westfalen startete an diesem Mittwoch mit dem Schulbeginn nach sechseinhalb Wochen Sommerferien die Generalprobe. Ganz Deutschland schaut hin, ob und wie der Sonderweg der von Armin Laschet (CDU) geführten Regierung im bevölkerungsreichsten Bundesland funktioniert, denn landesweite Maskenpflicht im Unterricht gibt es bislang nur hier. Ausgenommen bleiben davon lediglich die Grund- und Förderschulen.

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