Ärger um neue Schule vergrößert Raumnot an IGS

Macht Investor Drohung wahr, wird es am Westring bald noch enger werden
Der Streit rund um Gieselerhalle, Möbelmarkt und neue Grundschule kann für die IGS „Willy Brandt“ ganz konkrete Folgen haben. Die ohnehin schon große Raumnot droht, sich ab dem kommenden Schuljahr noch zu verschärfen.

Der Rattenschwanz, den die jüngsten Entscheidungen im Stadtrat zur Causa Hermann-Gieseler-Halle hinter sich herziehen, droht länger zu werden. Denn wenn Investor Steinhoff seine Vertragskündigung durchzieht und das Grundstück mit der im Bau befindlichen Grundschule zurück will, hat das auch unmittelbare Auswirkungen auf die Integrierte Gesamtschule (IGS) „Willy Brandt“.

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Schulausschuss streitet um Unterricht in Gruppen

Schutz vor dem Coronavirus steht dem Lernerfolg und einem geordneten Betrieb in den Magdeburger Schulen entgegen

Eigentlich wollten Christian Hausmann (SPD) und Dennis Jannack (Die Linke) am Dienstag während der Sitzung des Schulausschusses ein Moratorium auf den Weg bringen. Inhalt: Landesschulamt und das landeshauptstädtische Gesundheitsamt sollten gebeten werden, in den Magdeburger Schulen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Epidemie zu verstärken. Unter anderem hätte dies bedeutet, dass die Klassen wieder hätten verkleinert werden müssen. Dies hätte dazu geführt, dass wie kurz vor den Sommerferien die Schüler wieder einen Teil des Unterrichts von daheim absolviert hätten. Doch eine Mehrheit für den Vorstoß gab es nicht.

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„Machen Sie Ihre Hausaufgaben!“

Grüne gehen hart mit Bildungsminister ins Gericht / Tullner kontert: „Anfall von Vorwahlkampf“
Der Landesvorstand der Grünen wendet sich mit scharfer Kritik an Bildungsminister Marco Tullner: Der CDU-Politiker habe den Sommer nicht genutzt, um die Schulen pandemiefest zu machen.

„Schüler, Lehrer und Eltern werden mit der Pandemie und ihren verheerenden Folgen allein gelassen“, heißt es in dem am Montagabend beschlossenen Papier. Es fehle an Informationen für Betroffene, vor allem aber an Konzepten für einen sicheren Bildungsbetrieb in der Pandemie. Und: Der Bildungsminister habe den Sommer nicht genutzt, um Schulen und Personal digital fit zu machen.

Das Bildungsministerium wirke überfordert und von den steigenden Corona-Neuinfektionen überrascht, obwohl Virologen seit Monaten vor einer zweiten Corona-Welle warnten.

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Schulen noch nicht fit für den Corona-Herbst

Unterrichtsstart im Land / Experten: Kaum Ausbau bei Online-Kapazitäten
Zum Schulstart heute fordern Lehrer und Eltern einen verbesserten Infektionsschutz. Experten warnen: Im Fall erneuter Schließungen wären die Schulen kaum besser vorbereitet als im März.

Experten im Umfeld des Landesinstituts für Schulqualität (Lisa) warnen davor, dass die rund 900 Schulen im Land auf erneute pandemiebedingte Schulschließungen und damit auf Online-Unterricht technisch kaum besser vorbereitet wären als im Frühling:

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Magdeburger Bildungsausschuss spricht sich in seiner Sitzung für Schulneubau in Ostelbien aus

Der Bedarf einer neuen Schule in Ostelbien wird von den meisten Fraktionen weiterhin gesehen. Nur der Standort ist nach wie vor weiter umstritten. SPD und Linke favorisieren den Heumarkt.

Die Stadtverwaltung möchte die Magdeburger Schullandschaft weiterentwickeln. Und dabei steht auch der Verzicht auf den Neubau einer Grundschule für Ost auf dem Plan. Einmal mehr sorgte dies auf der ersten Herbstsitzung des Schulausschusses für Unmut. Den Passus, auf eine neue Ostschule zu verzichten, lehnte der Ausschuss einstimmig bei einer Enthaltung ab. Zwar hat am Ende der Stadtrat das letzte Wort – doch klar ist, dass hier kein Konsens in Sicht ist.

In der Diskussion mit den Ausschussmitgliedern hatte Kerstin Richter, Leiterin des Fachbereichs Schule und Sport der Landeshauptstadt, auf die Zahlen aus dem Amt für Statistik verwiesen: „In Ostelbien werden wir die Zahlen von Einschülern erreichen, die wir bereits hatten.“ Der Neubau einer ganzen Schule sei nicht gerechtfertigt, wenn nur eine Spitze von wenigen Jahren abgefedert werden muss und die Erstklässler während dieser absehbaren Zeit mit etwas gutem Willen auch an anderen Schulen untergebracht werden könnten.

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Kultusminister beschließen einheitlicheres Schulsystem

Gemeinsamer Aufgabenpool im Abi
Die Kultusminister der Länder haben sich nach jahrelangen Verhandlungen auf einen Vertrag für eine bessere Zusammenarbeit im deutschen Bildungssystem mit einheitlicheren Linien verständigt.

In der neuen Vereinbarung sichern sich die Länder unter anderem zu, „durch geeignete Maßnahmen“ dafür zu sorgen, dass Schüler bei einem länder-übergreifenden Schulwechsel „ihre Bildungslaufbahn bruchlos fortsetzen können“. Geprüft werden soll auch eine Angleichung der verschiedenen Schulbezeichnungen im Sekundarbereich I. Da gibt es mit Realschule, Hauptschule, Oberschule oder anderen Bezeichnungen eine Vielzahl an Namen in den verschiedenen Ländern.

Beim Abitur wollen sich die Länder verpflichten, 2023 die Hälfte aller schriftlichen Aufgaben in den Kernfächern aus einem gemeinsamen, länderübergreifenden Aufgabenpool zu entnehmen.

Volksstimme Magdeburg

Haseloff reicht Bündnis für mehr Lehrer die Hand

Ex-Bundesbildungsministerin Johanna Wanka soll Dialog für „Schulfrieden“ moderieren / Linke: CDU will von eigenem Versagen ablenken

Nach dem Scheitern eines Volksbegehrens für einen festen Personalschlüssel an Sachsen-Anhalts Schulen hat die Landesregierung die Initiatoren zu Gesprächen über die Schulpolitik eingeladen. Als Moderatorin wurde mit Johanna Wanka (CDU) die ehemalige Bundesbildungsministerin gewonnen.

Auch wenn das Bündnis „Den Mangel beenden“ die nötige Zahl von 164 000 Unterstützern verfehlt habe: „Die erzielten 76 800 Unterschriften sind ein starkes demokratisches Zeichen“, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gestern. Bei regelmäßigen Gesprächen wolle man Parteien, Gewerkschaften, Landeseltern- und -schülerrat in den Dialog einbeziehen. Geplant seien vier bis sechs Treffen. Ziel sei es, bis zum Ende des Winters zu einem breiten gesellschaftlichen Konsens über den Kurs der Schulpolitik zu kommen und so zu einem langfristigen Schulfrieden, ergänzte Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Die Verständigung solle dabei jenseits programmatischer Ausrichtungen über Parteigrenzen hinweg erfolgen.

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