Neue Regeln für Wechsel in fünfte Klassen

Unter anderem soll das Losverfahren für die Schulen mit weniger Plätzen als Bewerbern eher beginnen
Einige Änderungen soll es bei der Zuordnung von Kindern zu den fünften Klassen ab dem kommenden Schuljahr geben. Voraussetzung ist, dass der Stadtrat dem Vorschlag aus der Verwaltung zustimmt.

Seit einigen Jahren ähnelt sich das Bild im Magdeburger Schulbetrieb: Wenn für Kinder der Wechsel in die fünfte Klasse ansteht, ist für viele Familien ein starkes Nervenkostüm angesagt. Denn eine Reihe der Schulen ist so beliebt, dass die Plätze nicht für alle Interessenten reichen. Die Folge: Gefragt sind Losglück und für viele Geduld auf der Warteliste.

Dieses grundsätzliche Problem wird auch für das kommende Schuljahr kaum behoben werden. Allerdings gibt es einige Neuerungen. Diese sollen in der Satzung geändert werden, die den Übergang der Kinder von der vierten in die fünfte Klasse regelt.

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Zahl der Schüler in fünften Klassen steigt deutlich

Eine unerwartet hohe Zahl an Kindern hat in den vergangenen Jahren in Magdeburg dazu geführt, dass erst in den Kindertagesstätten und dann in Grundschulen die Plätze knapp wurden. Inzwischen ist diese Entwicklung auch in den weiterführenden Schulen – den Sekundarschulen, den Gemeinschaftsschulen, den Integrierten Gesamtschulen und den Gymnasien – angekommen. Das zeigt auch ein Blick auf die Prognose für die Zahlen der Fünftklässler, die ab dem kommenden Schuljahr unterrichtet werden sollen. Laut der Magdeburger Stadtverwaltung werden für das Schuljahr 2021/22 mit 1930 Fünftklässlern 163 mehr als im aktuellen Schuljahr erwartet.

Mehr Klassen sollen helfen
Die steigende Zahl der Schüler hat beispielsweise zur Gründung des Edithagymnasiums geführt. Daneben sollen zwei Schulstandorte für weiterführende Schulen entwickelt werden. Fürs kommende Schuljahr müssen aber die bisherigen Schulen aushelfen: Die Integrierten Gesamtschulen und das Hegelgymnasium haben laut Stadt zugesagt, zusätzliche Klassen aufzunehmen.

Auch die Regeln für den Wechsel in fünfte Klassen sollen sich ändern.

Volksstimme Magdeburg

Digitalisierung der Klassenzimmer

Eine Vielzahl an Schülern und Klassen befindet sich derzeit im Distanzunterricht. Drastisch wird deutlich, wie wichtig die Digitalisierung der Schulen ist – auch nach der Pandemie. Magdeburg ist von einem Optimum jedoch meilenweit entfernt. Das soll sich unter Hochdruck ändern.

Die Digitalisierung der Schulen wird zum Schwerpunktthema in der Landeshauptstadt. Das teilte Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in der Stadt mit. Vier zusätzliche Stellen werden dazu im Stellenplan der Stadt verankert. Nachdem die Telekom vom Land den Auftrag bekommen hatte, alle Schulen ans Netz anzuschließen und Magdeburg die Förderbedingungen für den „Digitalpakt“ erfüllt, werden nun Firmen gesucht, die in jeder Schule ein Netz aufbauen, damit künftig alle Schüler über W-Lan arbeiten können.

4500 Laptops für Magdeburgs Schulen
Zudem wurde eine Ausschreibung fertiggestellt, um in überschaubaren Zeiträumen die Schulen mit 4500 Laptops zu versorgen. Dabei soll mit Modellschulen begonnen werden, „um zu zeigen, wie es laufen kann, wenn alle drei Elemente da sind“. Trümper verdeutlichte zudem, dass es nicht möglich war, dies schon in der Sommerpause zu machen. Das sei eine Illusion. So etwas – die Ausschreibung und das Beschaffen – dauere Jahre.

Volksstimme Magdeburg

In vier Schulen ist kein Lernen möglich

Landesamt gibt Einblick in die Statistik zur Corona- und Quarantäne-Lage in Magdeburg

Vier Schulen haben den Regelbetrieb komplett eingestellt. In 13 Einrichtungen ist er nur eingeschränkt möglich. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie machen sich an Magdeburgs Schulen deutlich bemerkbar. Insgesamt 942 Schüler und 183 Lehrer befinden sich aktuell in Quarantäne. 38 Schüler sind positiv auf das Virus getestet worden, ebenso 21 Lehrer. Das geht aus den Zahlen hervor, die dem Landesschulamt gestern gemeldet worden sind. Landesschulamtssprecher Tobias Kühne weiß: „Die Zahlen klingen im ersten Moment gewaltig, doch müssen sie im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl betrachtet werden.“ Und die liegt in Magdeburg bei rund 22 000. Demnach befinden sich „nur“ etwa 4 Prozent der Schüler in Quarantäne. Dennoch weiß Kühne auch: „Punktuell haben wir sehr angespannte Situationen.“ Insbesondere wegen der abrupten Betroffenheit.

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Schulchef will Maske im Unterricht

Leiter des Domgymnasiums Dietrich Lührs fordert durchgängiges Tragen von Mund-Nasen-Schutz
Eine durchgängige Maskenpflicht an weiterführenden Schulen fordert der Leiter des Magdeburger Domgymnasiums Dietrich Lührs. Die Klassen zu teilen, sei für ihn der letzte Weg.

Der Schulleiter des Domgymnasiums, Dietrich Lührs, kritisiert die Ergebnisse des CoronaGipfels, der Anfang der Woche stattgefunden hatte und beklagt den daraus entstehenden Zeitverlust bei der Pandemiebekämpfung. In Bezug auf die Schulen sei eine Chance vertan worden, findet Lührs. Es sei unbegreiflich, warum entgegen den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes und namhafter Virologen für die weiterführenden Schulen ab Klasse 5 immer noch keine Maskenpflicht auch für den Unterricht angeordnet sei. „Unterricht mit Maske ist zwar anstrengend, aber immer noch besser als noch so gut organisiertes Homeschooling“, sagt Lührs. Auch ein Teilen der Lerngruppen im sogenannten Wechselmodell hält Lührs, anders als manche Lehrerverbände es fordern, zum jetzigen Zeitpunkt nicht für sinnvoll. Dies sollte eher am Ende der Maßnahmen stehen.

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6100 Schüler wegen Corona in Quarantäne

Neuer Rekord in Sachsen-Anhalt / Tullner: Priorität für Lehrer bei Impfungen
Die Zahl der Schüler in coronabedingter Quarantäne hat einen neuen Höchststand erreicht. Landesweit sind mehr als 6100 Kinder und Jugendliche betroffen. Im Fall von Corona-Impfungen will Minister Marco Tullner (CDU) Lehrer ganz oben auf die Liste berechtigter Personen setzen.

Trotz Hygieneregeln: Die Corona-Pandemie erreicht immer mehr Klassenzimmer. Mit 90 Schulen war gestern fast jede zehnte der landesweit 941 Einrichtungen von Teilschließungen betroffen (76) oder komplett zu (14). Die Zahl der Schüler in coronabedingter Quarantäne stieg binnen einer Woche von 5490 auf 6129 (2,5 Prozent der Schülerschaft). Die Dynamik verlangsamte sich aber. In der zweiten Novemberwoche hatte sich der Wert noch von 2795 auf 5490 fast verdoppelt. Betroffen ist etwa das 740 Schüler zählende Einstein-Gymnasium Magdeburg. Nachdem eine Lehrerin und ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist mehr als die Hälfte der 60 Kollegen in Quarantäne. „Der normale Krankenstand ist da noch gar nicht dabei“, sagte Schulleiterin Marga Kempe. Unterricht finde ab Montag und vorerst bis 1. Dezember nur noch für die Abiturstufe statt.

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Mehr als ein Viertel aller Lehrer ist in Quarantäne

Lehrerin und Schüler am Einsteingymnasium positiv auf das Coronavirus getestet – Schulleitung schickt Schüler und Lehrer nach Hause

Im Albert-Einstein-Gymnasium sind eine Lehrerin und ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. In der Statistik „nur“ zwei Fälle, doch die Auswirkungen folgenschwer. An dem Gymnasium am Olvenstedter Graseweg werden rund 750 Schüler von etwa 60 Lehrern unterrichtet. Allein die positiv getestete Lehrerin hatte nach Volksstimme-Information Kontakt zu fünf Schulklassen und bis zu 25 Kollegen. Damit muss mehr als ein Viertel der Belegschaft in Quarantäne, wodurch der Betrieb vorerst nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Alle Schüler und Lehrer sind gestern Mittag nach Hause geschickt worden. Auf der Internetseite des Gymnasiums teilte Schulleiterin Marga Kempe mit, dass vorläufig kein Unterricht stattfinde und Eltern, Schüler und Lehrer am heutigen Tag genauere Informationen erhalten werden.

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38 Klassen und 76 Lehrer in Quarantäne

Corona-Infektionen an 17 Schulen
Corona-Infektionen an Magdeburgs Schulen führen zu einem deutlichen Lehrermangel. Insgesamt 76 Lehrkräfte befinden sich derzeit in häuslicher Isolation. Das Einsteingymnasium musste deswegen den Schulbetrieb aussetzen. Und auch das Abendgymnasium ist im Distanzunterricht.

Magdeburgs Schulen und Kitas sind die „Corona-Leuchttürme“. Man setze alles daran, das Licht oben brennen zu lassen, verdeutlichte Amtsarzt Dr. Eike Hennig gestern auf einer Pressekonferenz. Und doch musste nun eine Schule geschlossen werden. Im Albert-Einstein-Gymnasium waren eine Lehrerin und ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden (Seite 18). Da eine Vielzahl Kollegen zu den Kontaktpersonen gehörten und sich nun in Quarantäne begeben müssen, konnte der Schulbetrieb gestern nicht aufrecht gehalten werden. Neben dem Einsteingymnasium ist zudem die Schule des zweiten Bildungsweges in der Moldenstraße geschlossen. Auch hier habe es einen Corona-Fall im Kollegium gegeben. Derzeit befinden sich alle Schüler im Distanzunterricht, informiert Landesschulamtssprecher Tobias Kühne

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Bildungsminister verteidigt Präsenz-Unterricht

Maskenpflicht im Klassenraum weiter kein Thema

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner hat die Entscheidung verteidigt, die Schulen trotz des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens möglichst regulär offen zu lassen.

Das Recht auf Bildung stehe hoch an und gerade die vergangenen Monate hätten gezeigt, dass Bildungserfolg viel mit sozialen Erleben zu tun habe, sagte der CDU-Politiker in einer Regierungsbefragung des Landtages. Digitaler Unterricht benachteilige Familien, die nicht über die nötigen technischen Ressourcen verfügten, so Tullner. Es sei politisch verabredet worden, dass die Schulen weiterhin offen bleiben sollten und stattdessen in anderen Bereichen die Kontakte reduziert werden.

Eine Maskenpflicht im Unterricht lehne er weiterhin ab, sagte Tullner. Das sei nicht zumutbar. Wenn es einzelne Schulen gebe, die sich gemeinsam für eine Maskenpflicht entschieden, werde er diesen aber keinen Ärger machen.

Volksstimme Magdeburg

Schulgipfel verfehlt Schlichtung im Standortstreit

Nach vierstündiger Debatte zeichnen sich Kompromisse, aber noch keine Einigung auf geeignete Neubauplätze ab

„Jürgen Canehl hat feuchtes Holz vom Winterhafen mitgebracht.“ So reagiert Christian Hausmann (SPD), Vorsitzender des Bildungsausschusses im Stadtrat, auf die Frage nach dem Ergebnis der von ihm initiierten Sondersitzung zur Debatte über die am besten geeigneten Standorte für dringend nötige Schulneubauten in Magdeburg. Der von ihm ersehnte „weiße Rauch“ zum Zeichen der Einigung stieg nach dem Treffen nicht überm Rathaus auf. Das Bild vom Grünen Canehl, der mit feuchtem Feuerholz die weiße Rauchsäule verhindert habe, ließ Hausmann weiter unkommentiert im Raum: „Aber zitieren Sie das gerne.“

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