40 Millionen Euro für digitale Klassenzimmer beantragt

Digitalisierung in Schulen bekommt im Corona-Jahr einen weiteren Bedeutungsschub

Sie hat schon seit einigen Jahren Konjunktur, doch dank Corona bekam die Digitalisierung im Jahr 2020 einen weiteren Bedeutungsschub. Vor allem an den Schulen fiel einmal mehr auf, was noch alles fehlt. Bund und Länder setzten eilige Förderprogramme auf, um die erkannten Lücken abzustellen. Wie weit sind sie damit in Sachsen-Anhalt gekommen? Eine Zwischenbilanz:

DIGITALPAKT: Seit einem Jahr ist der 5-Milliarden-Euro-Topf frei, mit dem Schulen digitale Helfer wie intelligente Tafeln und Tablets bekommen und ein stabiles Hausnetz aufbauen sollen. Sachsen-Anhalt stehen aus dem Topf 123 Millionen Euro zu. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) war zuversichtlich, dass das Geld schnell abfließt, denn das Land hat Erfahrungen mit einem eigenen Programm für digitale Unterrichtshelfer gesammelt – und erlebte Run auf das Geld.

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Was macht die Digitalisierung in Schulen?

Hausnetze, intelligente Tafeln oder Hilfen für Laptops. Sachsen-Anhalt will viel Geld für Technik an Schulen ausgeben – wird es nachgefragt?

Sie hat schon seit einigen Jahren Konjunktur, doch dank Corona bekam die Digitalisierung im Jahr 2020 einen weiteren Bedeutungsschub. Vor allem an den Schulen fiel einmal mehr auf, was noch alles fehlt. Bund und Länder setzten eilige Förderprogramme auf, um die erkannten Lücken abzustellen. Wie weit sind sie damit in Sachsen-Anhalt gekommen? Eine Zwischenbilanz:

Digitalpakt:
Seit einem Jahr ist der 5-Milliarden-Euro-Topf frei, mit dem Schulen digitale Helfer wie intelligente Tafeln und Tablets bekommen und ein stabiles Hausnetz aufbauen sollen. Sachsen-Anhalt stehen aus dem Topf 123 Millionen Euro zu. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) war zuversichtlich, dass das Geld schnell abfließt, denn das Land hat Erfahrungen mit einem eigenen Programm für digitale Unterrichtshelfer gesammelt – und erlebte Run auf das Geld.

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Digitaler Kollaps bei Fernunterricht

Drei Tage lang sollten die oberen Klassen vor Weihnachten in den Distanzunterricht gehen. Doch schon gestern zum Start ging zeitweise nichts. Die Server der Lernplattform Moodle brachen zusammen. Der Frust in vielen Schulen ist groß.

Gestern Vormittag in der Stendaler Comenius-Sekundarschule. Das Kollegium sitzt zusammen, will den 230 Schülern der Jahrgänge ab Klasse 7 über die Lernplattform Moodle Online-Aufgaben für den bis 10. Januar verordneten Distanzunterricht bereitstellen.

Doch ab neun Uhr geht nichts mehr. Die Server brechen zusammen. Ähnliches Bild am privaten Domgymnasium in Magdeburg: Der Unterricht für 850 Schüler der Klassen 5 bis 12 war hier für die letzten Tage vor den Ferien komplett auf Moodle ausgerichtet, sagt Schulleiter Dietrich Lührs. „Es ist alles zusammengebrochen, wir warten dringend darauf, dass das System funktioniert.“ „Der Landesbildungsserver ist völlig überlastet“, schreibt auch ein Lehrer des Fallstein-Gymnasiums Osterwieck. „Wir können den Schülern keine Aufgaben zur Verfügung stellen und die Schüler können diese nicht abrufen.“

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Kostenloser Schnelltest für alle Lehrer

Angebot an 27 000 Beschäftigte in Schulen

Für alle Lehrer sowie für das schulische Personal wie pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Schulsekretärinnen und Hausmeister besteht am 7. und 8. Januar die Möglichkeit, sich freiwillig einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Das erklärte gestern das Bildungsministerium. Der Test weist innerhalb weniger Minuten das Ergebnis aus. Die Kosten übernimmt das Land.

Insgesamt können den Angaben zufolge mehr als 27 000 Mitarbeiter an allen 941 öffentlichen Schulen sowie den Schulen in freier Trägerschaft an den Testungen teilnehmen. 47 000 Tests wurden dafür in der vorigen Woche durch die Bundeswehr an 14 zentrale Standorte in Sachsen-Anhalt geliefert. Von dort erfolgte die weitere Verteilung.

Corona-Tests auch für Kita-Beschäftigte
Auch für die über 21 000 Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen bietet das Gesundheitsministerium Schnelltests an, die in dieser Woche verteilt werden.

Der Test-Zeitpunkt soll dabei ebenfalls in der ersten Januarwoche liegen. Er ist aber nicht auf den 7. und 8. Januar beschränkt, sondern kann grundsätzlich von den Einrichtungsleitungen bestimmt werden.

Volksstimme Magdeburg

Stadt macht mobil gegen Mobbing

Magdeburg arbeitet an Strategie / Einrichtung einer Beratungsstelle wird geprüft
Bisher hat Halle Sachsen-Anhalts einzige Beratungsstelle für Mobbingopfer. Nun prüft eine Arbeitsgemeinschaft die Schaffung einer Anlaufstelle in Magdeburg. Zudem wird an einer Anti-Mobbing-Strategie gearbeitet. Der Erhalt der Schulsozialarbeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Allerdings bekommt die Stadt nicht die nötige Unterstützung vom Land.

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Schulen im Land bleiben offen

Zahl der Schüler in Quarantäne steigt auf neuen Rekord

In Sachsen-Anhalt stehen so viele Schüler unter coronabedingter Quarantäne wie nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl stieg binnen einer Woche von 6343 auf 8039 Kinder und Jugendliche am gestrigen Freitag. Das sind knapp 3,3 Prozent der Schülerschaft. Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen unter Schülern stieg im selben Zeitaum von 368 auf 524 – enthalten sind hier aber alle Infektionsfälle, nicht nur aktive Erkrankungen.

Bei Interessenvertretern von Lehrern und Eltern wächst unterdessen die Unzufriedenheit über die Entscheidung des Bildungsministeriums, die Schulen bis zum offiziellen Ferienbeginn am Freitag weiter geöffnet zu halten. Das Ministerium bestätigte die Planung gestern. Allerdings stimmen sich am Wochenende Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut ab – weitere Verschärfungen sind nicht ausgeschlossen.

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Ecole investiert Millionen

Im Sommer beginnt der Bau einer Dreifelderhalle in Barleben
Krisen können gemeinsam gemeistert werden! So lautet das Fazit von Thomas Grosse zum Jahr 2020. Laut dem Vorstand der Ecole-Stiftung Barleben standen beide Schulen unter derem Dach vor vielen Herausforderungen. Auch im kommenden Jahr gibt es reichlich zu tun. So plant der Bildungsträger Investitionen in Millionenhöhe.

Einen wichtigen Fakt stellt Thomas Grosse voran: „Die Schülerzahlen sind stabil geblieben und auch in den Kollegien beider Schulen gab es zum Schuljahreswechsel kaum Veränderungen.“ Die Unterrichtsabsicherung habe bei 100 Prozent gelegen. Wichtig sei dieser Wert vor allem für das Internationale Gymnasium „Pierre Trudeau“, „ein Wert, um den uns insbesondere die öffentlichen Schulen beneiden“, erklärt der Stiftungsvorstand gegenüber der Volksstimme.

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Elternrat fordert Fernunterricht

Angesichts der hohen Corona-Zahlen fordert auch der Landeselternrat Sachsen-Anhalt, den Präsenzunterricht an den Schulen zehn Tage vor Weihnachten auszusetzen. Damit solle ein Beitrag geleistet werden, um über die Feiertage die Zahl der Neuinfektionen zu reduzieren und Infektionen aus den Schulen nicht an Familienmitglieder der älteren Generationen weiterzugeben. Das Bildungsministerium habe das aber abgelehnt. Der Vorschlag war gestern auch Thema auf der Kultusministerkonferenz (KMK), die bis zu Abend tagte.

Volksstimme Magdeburg

Schüler müssen nicht draußen essen

Nach Kritik von Landesschülerrat und Gewerkschaft GEW hat das Bildungsministerium seit Freitag geltende Hygieneauflagen fürs Essen unter Pandemie-Bedingungen in den Schulen des Landes geändert. Wörtlich hieß es im Rahmenhygieneplan seit Freitag: „Speisen und Getränke dürfen nur im Freien oder in dafür ausgewiesenen Räumen (z. B. Kantine) eingenommen werden.“

In der neuen Fassung steht nun: „Speisen und Getränke sollen nach Möglichkeit im Freien eingenommen werden.“ Sei dies wetterbedingt unmöglich, könnten Speisen und Getränke auch während des Stoßlüftens im Klassenraum eingenommen werden. An Grund- und Förderschulen ist Essen und Trinken stets im Klassenraum möglich.

Linke-Fraktionschefin Eva von Angern begrüßte die Änderung: „Die ab Freitag gültigen Regeln waren eine Zumutung und lebensfremd“, sagte sie. Wenn Kinder bis zur siebten Klasse ohne Maske gemeinsam im Unterricht sitzen, ergebe es keinen Sinn, sie zum Essen nach draußen zu schicken. Ein Sprecher des Ministeriums sagte: Die Anregungen habe man aufgenommen. „Auch wir sind ein lernendes System.“

Volksstimme Magdeburg

Grundschüler in Mathe nur Mittelmaß

Studie vergleicht Leistungen der Viertklässler in der EU / Deutsche Kinder unter dem Durchschnitt
Die internationale TIMSS-Studie zeigt alle vier Jahre, wie fit die europäischen Viertklässler in Mathematik und den Naturwissenschaften sind. Deutsche Schüler schneiden dabei eher schlecht ab.

Die deutschen Grundschüler liegen in Mathematik und Naturwissenschaften hinter Gleichaltrigen aus anderen Wirtschaftsnationen zurück. Nach der gestern veröffentlichten internationalen TIMSS-Studie kamen die deutschen Viertklässler im Fach Mathematik auf 521 Punkte. Das ist deutlich unter dem Mittelwert der anderen teilnehmenden EU-Staaten von 527 Punkten und noch etwas deutlicher als die 529 Punkte, die Kinder aus Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Schnitt erzielten.

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