Gleichwertigkeit der Schulabschlüsse vereinbart

Kultusminister einigen sich in Videokonferenz
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat die Gleichwertigkeit der Schulabschlüsse in diesem erneut von der Corona-Pandemie geprägten Schuljahr mit den Abschlüssen früherer und auch mit denen kommender Jahrgänge vereinbart. In einer Videoschaltkonferenz verständigten sich die Schulminister der 16 Bundesländer am Donnerstag auch auf eine gegenseitige Anerkennung der Abschlüsse.

Mit ihrer Vereinbarung bekräftigten die Kultusminister einen Beschluss vom März vergangenen Jahres, als für den Abschlussjahrgang 2019/2020 vereinbart worden war, dass durch die Corona-Pandemie keine Nachteile für die Schüler entstehen dürfen. So werden auch die Abschlüsse des aktuellen Schuljahrs 2020/2021 als gleichwertig eingestuft.

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Zeugnisse zum Halbjahr trotz Corona-Notbetrieb

Trotz der neuerlichen Schulschließungen im verlängerten Corona-Lockdown soll es in Sachsen-Anhalt für alle Schüler Halbjahreszeugnisse geben. Wer Präsenzunterricht habe, bekomme sein Zeugnis am 5. Februar ausgehändigt, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gestern.

Wer sein Exemplar zeitnah brauche, könne es abholen, alle anderen bekämen es, wenn sie zum Unterricht in die Schulen zurückkehrten. Für Grundschüler, bei denen die Frage ansteht, auf welche weiterführende Schule sie gehen sollen, seien die Lehrkräfte gebeten, die Laufbahnempfehlungen telefonisch oder per Videokonferenz mit den Eltern zu besprechen. Laut Tullner gab es die Überlegung, in diesem Jahr wegen der Corona-Lage auf Halbjahrszeugnisse zu verzichten. Nach Hinweisen, dass sie gebraucht würden, um sich unter anderem für Ausbildungsplätze zu bewerben, wurde entschieden, für alle Jahrgänge daran festzuhalten.

Dabei sollten die Lehrer laut dem Minister alle Fächer bewerten, in denen genügend Noten vergeben wurden. Wo es noch Lücken gebe, könnten auch im Distanzlernen Leistungen benotet werden. Außerdem sei es möglich, Fächer mangels Noten mit dem Hinweis auf die Corona-Lage nicht zu bewerten.

Volksstimme Magdeburg

„Das ist kein Unterricht“

Eltern-Kritik an Art und Weise des Distanzlernens an Sekundarschule Möser
Unterricht zu Hause, das läuft an der Sekundarschule Möser offenbar nicht so gut, wie Eltern sich das vorstellen. Während hier der Frust groß ist, kündigte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) an, dass sich Schüler und Eltern auch im Februar weiter auf den Distanzunterricht einstellen müssen.

Den Computer nutzten Schüler der Sekundarschule Möser in Zeiten des Distanzunterrichtes vorranging, um sich die Arbeitsblätter für die jeweiligen Fächer auszudrucken.

„Was hier passiert, das ist kein Unterricht“, beschwert sich der Vater eines Sekundarschülers (Name ist der Redaktion bekannt). „Da wird einfach etwas hingeschmissen und nun macht mal, aber kontrolliert wird es nicht“, sagt er. Letzteres sogar mit Ansage. Ein Fachlehrer hat auf seinem Wochen-Arbeitsblatt für die Achtklässler notiert: „Bitte sendet mir Aufgaben nur zu, wenn ich es ausdrücklich verlange. Alle anderen Aufgaben kontrolliert ihr selbständig.“ Dazu würden die Lösungen zeitversetzt zugesandt. Der Lehrer bietet an, dass er bei Fragen per Mail zu erreichen ist. Oder einmal pro Woche für eine Stunde telefonisch – bei vorheriger Anmeldung per Mail.

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Sportschulen verschieben Aufnahmetests

Das Sportgymnasium und die Sportsekundarschule „Hans Schellheimer“ haben die für Sonnabend geplanten Aufnahmetests abgesagt. Angesichts der derzeit gebotenen coronabedingten Kontaktbeschränkungen könne man das allgemeinsportliche Aufnahmeverfahren nicht umsetzen, so der Sportkoordinator des Sportgymnasiums, Nils Reckenbeil. Der Testtermin am 20. Februar bleibt bestehen, ein zusätzlicher Termin ist für den 27. Februar vorgesehen. Wichtig für jene Kinder, die sich jeweils für eine Aufnahme an den Schulen an der Friedrich-Ebert-Straße interessieren: Die bisherigen Anmeldungen für Sonnabend werden automatisch auf den 27. Februar umgeplant.

Über die aktuellen Entwicklungen beim Aufnahmeverfahren informieren die Einrichtungen auf ihren Internetseiten. „Sollte sich im Februar abzeichnen, dass unser Hygienekonzept durch die dann geltende Eindämmungsverordnung noch umfangreichere Änderungen erfordert, werden angemeldete sportliche Talente im Vorfeld zusätzlich weitere Informationen zum Ablauf des jeweiligen Testtages – in Absprache per Mail – erhalten“, heißt es weiter. Neuanmeldungen sind zu beiden Terminen übrigens bis auf weiteres möglich.

Volksstimme Magdeburg

2500 Leih-Rechner für Schüler

Schulen sollen bedürftige Kinder und Jugendliche mit Technik unterstützen können. Bislang waren einige Kinder und Schüler aufgrund fehlender Technik vom häuslichen Lernen ausgeschlossen. Zum Monatsende sollen die Schulen erste Leihrechner erhalten.

Auf seiner Dezembersitzung hat der Vergabeausschuss Laptops für Magdeburger Schulen bestellt. Die ersten 2500 Exemplare sollen bis Ende des Monats eintreffen und dann an die Schulen verteilt werden, berichtete am Dienstag Kerstin Richter, Fachbereichsleiterin Schule und Sport, während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Sport im Ratssaal des Alten Rathauses.

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Schwänzen auch im Heim-Unterricht

Welche Effekte Schulsozialarbeiter bei Schülern in Magdeburg im Lockdown beobachteten
Ob Schüler mit dem Homeschooling zurecht kamen, hing vor allem auch mit den Elternhäusern zusammen. Einen positiven Einfluss auf Kinder und Jugendliche mit schulvermeidendem Verhalten konnte nicht festgestellt werden. Das geht aus einer Stellungnahme der Verwaltung hervor.

Hat die Coronavirus-Pandemie Einfluss auf das Verhalten von Schulverweigerern? Mit dieser Frage wollte sich die Fraktion Die Linke des Stadtrates beschäftigen und hat eine entsprechende Anfrage an die Verwaltung gestellt. Die kommt nach Rücksprache mit den Sozialarbeitern zu der Einschätzung: Nein. Das Jugendamt schätzt nach Rücksprache mit Schulsozialarbeitern gar ein, dass Schüler, die dem Unterricht bislang fernblieben, zwar in der Corona-Pandemie die Chance eines Neuanfangs gesehen hätten, „jedoch zum größten Teil das Fernbleiben von der Schule weiter ausgebaut“ haben.

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Schule: Wie Kinder und Eltern verzweifeln

Homeschooling wohl bis Ende Februar / Familien schon jetzt überfordert Von Christoph Dierking und Lokalredaktionen
Wer betreut die Kinder im Homeschooling? Wie sollen die Kinder daheim zum Lernen motiviert werden? Ist es überhaupt möglich, den Lernplan einzuhalten? Dies sind nur einige der Fragen, die sich Eltern von schulpflichtigen Kindern angesichts der neuen Situation stellen. Ein Stimmungsbild.

Mittwochmittag, gegen 12.30 Uhr, Rauschen in der Freisprechanlage: Kerstin Bialas fährt gerade mit dem Auto ins Büro nach Magdeburg, später als sonst. „Wir kämpfen gerade an allen Fronten“, sagt die Schönebeckerin. Ihren Dienst hat sie nach hinten verschoben, damit ihr Sohn vormittags nicht alleine ist. Und damit sie ihn beim Lernen unterstützen kann.

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Wut über wochenlange Schulschließung

Mediziner fordern Wechselmodell und Schnelltests / Familien verzweifeln an Heim-Unterricht
Schulen zu bis Ende Februar? Diese Aussicht gab Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Dagegen regt sich scharfer Protest. Ärzte sehen bessere Möglichkeiten.

Schülern und Familien droht noch wochenlanger Heimunterricht. Doch dagegen regt sich Widerspruch. Auch von Ärzten und Bildungsexperten. „Flächendeckend alle Schulen bis Ende Februar geschlossen zu halten – das ist absolut inakzeptabel und unnötig“, sagt der Ärztliche Direktor der Uniklinik Magdeburg Hans-Jochen Heinze. „Wir haben mittlerweile gute und massenhaft einsetzbare Schnelltests, um auch bei erhöhten Infektionszahlen wenigstens wieder einen Wechselunterricht zu ermöglichen“, sagte er. Die Uniklinik sei bereit, die bereits erprobten Tests fortzusetzen.

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Wieder kein störungsfreier Start

Digitale Lernplattform in Sachsen-Anhalt für 30 Minuten nicht erreichbar
Große Probleme mit der Lernplattform „Moodle“ sind zum Schulstart nach den Weihnachtsferien in Sachsen-Anhalt ausgeblieben. Empörung hat hingegen eine E-Mail verursacht.

Dietrich Lührs, Schulleiter des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg, ärgert sich. Der Grund: eine E-Mail, die er am vergangenen Freitag – wie sämtliche Schulleiter in Sachsen-Anhalt – erhalten hat. In dem Schreiben, das der Volksstimme vorliegt, werden Schulen aufgefordert, die Lernplattform „Moodle“ möglichst über den ganzen Tag verteilt zu nutzen: „Weichen Sie auf weniger frequentierte Tageszeiten aus“, informierten die Betreiber der Lernplattform.

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33 Bezirke für rund 2100 Einschüler

Verwaltung hat die Einzugsgebiete fürs Schuljahr 2022/23 abgezirkelt
Kurze Wege und kleine Klassen – das sind Hauptziele des alljährlichen Neuzuschnitts der Magdeburger Grundschulbezirke. 2022 erleichtern leicht sinkende Schülerzahlen die Aufgabe. Der Anteil von Abc-Schützen mit ausländischen Wurzeln steigt indes leicht.

Aktuell läuft nichts normal an den Schulen im ganzen Land – der Shutdown leert die Klassenzimmer. Die Pandemie wird ein Ende haben, auch wenn unklar ist, wann. Die Stadt rüstet sich für die neue Normalität und die Neulinge im Schulalter.

Für 2021 werden rund 2200 Einschüler an den 33 kommunalen Grundschulen erwartet; ihre Schulbezirke stehen fest. Abgeschlossen hat die Verwaltung nun bereits die Planung der Einzugsbezirke für den Einschülerjahrgang 2022, der mit rund 2100 Abc-Schützen etwas kleiner ausfällt. Parallel steigt der Anteil der Einschüler mit Migrationshintergrund an (von 17,3 Prozent in diesem Jahr auf knapp 18 Prozent 2022).

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