Kampf ums Schülerticket geht weiter

Stadtrat beschließt Widerspruch gegen negativen Bescheid vom Landesverwaltungsamt

Eine Mehrheit des Stadtrates hat entschieden, gegen den ablehnenden Bescheid des Landesverwaltungsamtes zum kostenlosen Schülerticket Widerspruch einzulegen. Die Erfolgsaussichten sind nach Aussage des OB jedoch eher gering. Mit 30 Ja- zu 19 Neinstimmen hat der Stadtrat am Donnerstag wie erwartet den Oberbürgermeister beauftragt, Widerspruch gegen den Bescheid des Landesverwaltungsamts einzulegen. „Das werde ich auch tun, aber ohne weitere Begründung“, kündigte Lutz Trümper nach der Entscheidung an. Der war eine einstündige Debatte vorausgegangen, in deren Verlauf es auch um „Schwachsinn“ und „Spinner“ ging – dass die Sitzung zum Wahlkampf vor laufender Kamera genutzt wurde, war deutlich spürbar.

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Land startet Nachhilfe-Offensive

Um coronabedingte Lerndefizite aufzuholen, hat Sachsen-Anhalt –unabhängig von dem am Mittwoch vom Bund beschlossenen „Aktionsprogramm Aufholen“ in Höhe von zwei Milliarden Euro – eine zweistufige Nachhilfe-Offensive für Kinder und Jugendliche gestartet. So kann Leistungsberechtigten nach dem SGB II eine niedrigschwellige Unterstützung analog zum Bildungs- und Teilhabepaket gewährt werden. Zudem werden an allen öffentlichen allgemeinbildenden Schulen ohne Ganztagsbudget zusätzliche Mittel in Höhe von 31 Euro pro Schüler zur Verfügung gestellt. Dafür stehen rund vier Millionen Euro kurzfristig zur Verfügung.

Volksstimme Magdeburg

Protest gegen Tullners Noten-Pläne

Minister will erschwerten Zugang zur Realschule offenbar vorerst aussetzen

In Sachsen-Anhalt wächst der Widerstand gegen Pläne von Bildungsminister Marco Tullner (CDU), Sechstklässlern den Zugang zurRealschule durch strengere Notenvorgaben zu erschweren. Vor der Kabinettssitzung morgen haben sich die Kenia-Partner aber offenbar auf eine Lösung verständigt. Eine von Bildungsminister Marco Tullner (CDU)geplante Verschärfung der Notenvorgaben für den Zugang zur Realschule könnte für vorerst ein Jahr ausgesetzt werden. Vor der Sitzung des Landeskabinetts morgen hätten sich die Kenia Partner auf eine entsprechende Lösung verständigt, war am Wochenende zuhören.

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48 Millionen Euro mehr für Schulen

Bilanz 2020: Deutlich höhere Investitionen

Die Städte und Gemeinden in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr 175,5 Millionen Euro in Baumaßnahmen an öffentlichen Schulen gesteckt. Das seien 47,8 Millionen mehr gewesen als im Jahr 2019, teilte das Statistische Landesamt mit. Ein Anstieg um 37 Prozent. Die kreisfreien Städte gaben dabei 80,2 Millionen Euro aus, 25,6 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. 61,3 Millionen Euro gingen an die allgemeinbildenden Schulen. Für Baumaßnahmen in Förderschulen zahlten die kreisfreien Städte 11,7 Millionen Euro aus und für berufsbildende Schulen 7,2 Millionen Euro. Die höchsten Auszahlungen verzeichnete Halle: Mit 47,2 Millionen Euro investierte die Saalestadt 12,6 Millionen Euro mehr als 2019. Magdeburg verbuchte Ausgaben für Baumaßnahmen in den Schulenin Höhe von 26,4 Millionen Euro.