2500 Leih-Rechner für Schüler

Schulen sollen bedürftige Kinder und Jugendliche mit Technik unterstützen können. Bislang waren einige Kinder und Schüler aufgrund fehlender Technik vom häuslichen Lernen ausgeschlossen. Zum Monatsende sollen die Schulen erste Leihrechner erhalten.

Auf seiner Dezembersitzung hat der Vergabeausschuss Laptops für Magdeburger Schulen bestellt. Die ersten 2500 Exemplare sollen bis Ende des Monats eintreffen und dann an die Schulen verteilt werden, berichtete am Dienstag Kerstin Richter, Fachbereichsleiterin Schule und Sport, während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Sport im Ratssaal des Alten Rathauses.

Technik soll Lernerfolg für alle sichern helfen
Ziel der Anschaffung ist es, in den Schulen Schüler, die über keine eigenen Geräte verfügen, mit der Technik auszustatten. Gerade in den Zeiten des Lernens über Fernunterricht fernab der Schulen hatte sich gezeigt, dass Kinder und Jugendliche, die nicht von zu Hause mit der passenden Technik ausgestattet sind, beim Lernerfolg schnell ins Hintertreffen geraten können: Sie können weder wie die anderen an Besprechungen via Internet teilnehmen, noch gelangen sie wie die anderen an die abzuarbeitenden Aufgaben oder an Quellen für die Recherche im Internet.

Finanziert werden die Geräte durch das Land. Dieses hatte den Landkreisen und kreisfreien Städten auch die Möglichkeit eröffnet, für sie die Geräte zu kaufen. Hier aber hatte die Landeshauptstadt dankend abgelehnt: Die Rechner vom Land wären der Stadt zu teuer gewesen. Stattdessen hat die Stadt selbst eine Ausschreibung auf den Weg gebracht. „Im Ergebnis ist noch etwas von dem Fördergeld des Landes übrig, so dass wir weitere Rechner kaufen können“, berichtete Kerstin Richter.

Zweite Lieferung bis Ende März
Dabei dürfte es sich noch einmal um bis zu 500 Exemplare handeln. Diese sollen die Schulen bis Ende März erreichen.

Die Frage danach, ob die Netzwerke der Schulen eine Vielzahl von Schülerrechnern bewältigen können, stellt sich zunächst übrigens nicht. Denn in erster Linie sollen sie ja erst einmal den Schülern für die häusliche Arbeit dienen. Dabei sollen die Geräte ähnlich wie Schulbücher bei Bedarf den Schülern leihweise zur Verfügung gestellt werden. Kerstin Richter: „Das ist eine Unterstützung für benachteiligte Schüler.“

Die Verteilung der Geräte wird dabei den Schulen obliegen: Die Stadtverwaltung plant nicht, einen Kriterienkatalog aufzustellen, nach welchem die Bedürftigkeit von Schülern hinsichtlich eines Leihrechners geprüft wird.

Während der Sitzung des Schulausschusses hatten die Vertreter des Stadtelternrats und des Stadtschülerrats auf die schwierige Situation für Kinder und Jugendliche und deren Familien hingewiesen, die sich mit der Verlängerung der Schulschließungen Ende Februar ergeben. Torsten Krull, stellvertretender Vorsitzender des Stadtelternrats, hatte darauf verwiesen, dass immer mehr Eltern sich bei dem Gremium melden und berichten, dass sie von den Umständen des häuslichen Lernens ihrer Kinder überlastet seien. Und Stadtschüler-Sprecher Dustin Müller hatte darauf hingewiesen, dass auch bei einer guten Ausstattung wegen der Serverprobleme ein reibungsloses Lernen in den vergangenen Tagen nicht möglich gewesen sei.

Torsten Krull hatte ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass die Stadt für diese Probleme kaum zuständig sei.

Volksstimme Magdeburg

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