Checkliste für Schülervertreter

Studenten der Bildungswissenschaften an der Uni organisieren Workshops
Ratlos muss an einer Schule niemand sein – dafür gibt es den Schülerrat. Um die erwählten Schülervertreter bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, veranstalteten Studierende der Bildungswissenschaft an der Uni Magdeburg einen Tag mit verschiedenen Workshop-Angeboten.

Etwa 80 Schülervertreter, einige davon aus dem Landesschülerrat Sachsen-Anhalt, sitzen gespannt im Hörsaal, während Dr. Ingrid Osten vom Lehrstuhl für Erziehungswissenschaften an der humanwissenschaftlichen Fakultät eine Einführung gibt. Die einzelnen Workshops, die an dem Tag auf dem Plan stehen, haben die Studierenden selbst konzipiert. „Eventgestaltung in der Schule“, „Zeigt, wer ihr seid!“ oder „Dein Können in der Schülervertretung“: Diese und mehr Angebote standen für Schülervertreter zur Auswahl, um sich in ihrer Funktion weiterzubilden. „Uns war wichtig, die Workshopthemen interessant zu gestalten“, erzählt die Studentin Luise Rudolph, „damit das keine trockenen Frontalvorträge werden.“ Die Schüler sollten auf spielerische Art besonders viel aus dem eintägigen Workshop mitnehmen.

Was kann man als Schülersprecher ändern? Wie sollen sie sich präsentieren? Wie können sie Ideen für Veranstaltungen am besten umsetzen? Die Studierenden haben sich für die Beantwortung der Fragen einiges einfallen lassen: Checklisten erstellen, um ein Event zu planen, spielerische Gruppenarbeiten oder eine Schnitzeljagd sorgten dafür, dass die jungen Schülervertreter Spaß am Lernen haben. „Am schönsten war es zu sehen, wie anfangs zurückhaltende Schüler mit der Zeit immer mehr aus sich rauskamen“, so Luise Rudolph weiter, „denn gerade als Schülervertreter braucht man viel Selbstvertrauen.“

Viel positive Resonanz
Für ihr Projekt nutzen die Studierenden die Methoden aus dem Seminar „Wissensmanagement“, das Dr. Ingrid Osten leitet. Die Dozentin gab parallel eine Infoveranstaltung für Sozialarbeiter und –arbeiterinnen, die Schülervertreter betreuen.

„Sonst sind wir Studierende in die Schulen gegangen“, sagt Luise Rudolph, „das war das erste Mal, dass die Schüler für das Projekt zu uns in die Uni kamen.“ Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Viel positive Resonanz und Engagement der Lehrperson sowie der Studierenden sorgen dafür, dass das Projekt wieder stattfinden wird.

Nach dem Studium weiter forschen oder ausbilden
Daneben lernen Studierende der Bildungswissenschaft, wie man Aus- und Weiterbildung bestmöglich organisiert. Dabei arbeiten sie nicht nur in Schulen, sondern auch in kulturellen Einrichtungen. Sie beschäftigen sich mit medialen Bildungsmöglichkeiten und wenden diese praktisch an. Luise Rudolph erzählt: „Diese Wissenschaft wird häufig unterschätzt, dabei ist Bildung – und vor allem die richtige Umsetzung – unsere Zukunft.“ Sie selbst möchte nach ihrem Studium weiter forschen oder Erwachsene weiterbilden.

Volksstimme Magdeburg

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