Ecole investiert Millionen

Im Sommer beginnt der Bau einer Dreifelderhalle in Barleben
Krisen können gemeinsam gemeistert werden! So lautet das Fazit von Thomas Grosse zum Jahr 2020. Laut dem Vorstand der Ecole-Stiftung Barleben standen beide Schulen unter derem Dach vor vielen Herausforderungen. Auch im kommenden Jahr gibt es reichlich zu tun. So plant der Bildungsträger Investitionen in Millionenhöhe.

Einen wichtigen Fakt stellt Thomas Grosse voran: „Die Schülerzahlen sind stabil geblieben und auch in den Kollegien beider Schulen gab es zum Schuljahreswechsel kaum Veränderungen.“ Die Unterrichtsabsicherung habe bei 100 Prozent gelegen. Wichtig sei dieser Wert vor allem für das Internationale Gymnasium „Pierre Trudeau“, „ein Wert, um den uns insbesondere die öffentlichen Schulen beneiden“, erklärt der Stiftungsvorstand gegenüber der Volksstimme.

Seine Stiftung lege seit Jahren großes Augenmerk auf einen hohen Ausstattungsgrad – sowohl in den Unterrichtsräumen als auch bei den digitalen Endgeräten für Schüler und Lehrkräfte. Damit waren die Barleber gegenüber anderen Schulen im Vorteil, als die Corona-Krise die Bedeutung eines ausreichenden Digitalisierungsgrades an Bildungseinrichtungen deutlich machte.

Gerüstet für den Distanzunterricht
Aktuell werde an beiden Schulen die Netzinfrastruktur einer intensiven Prüfung unterzogen, „um für hochwertigen Präsenz-, aber auch möglichen Distanzunterricht, gerüstet zu sein“, berichtet der Stiftungsvorstand.

Doch die Attraktivität eines Schulstandortes mache auch ein möglichst kompaktes, räumliches Gesamtkonzept aus. Dazu gehören laut Grosse auch Sportanlagen in unmittelbarer Nähe.

Drei Teilprojekte sollen nun umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um die Errichtung einer Dreifelderhalle in Leichtbauweise auf dem Westteil des Campus, den Dachgeschossausbau im Haus E zur Unterbringung der Stiftungsverwaltung und Vereine, sowie den Umbau der alten Werkhalle auf dem Südgelände zu einer Turnhalle und Räumen für Arbeitsgemeinschaften und Werkstätten. Den Vorplanungen ließ die Stiftung im Sommer bereits Taten folgen. So wurde Ende Juli mit dem Abriss der „Kachel“ der erste Schritt unternommen.

„Unsere Überlegungen wurden vom Architekten in genehmigungsfähige Antragsunterlagen übersetzt“, berichtet der Ecole-Vorstand. Beginnend im Frühjahr seien intensive Gespräche mit der Gemeinde und dem Bauordnungsamt des Landkreises geführt worden.

Das erste Projekt soll im März beendet sein
Der Dachgschossausbau im Haus E ist bereits in vollem Gange. Laut dem Vorstand beginnt am kommenden Montag schon der Innenausbau. Ende März 2021 könnte die Verwaltung einziehen. Mit der Fertigstellung der Dreifelderhalle rechnet der Stiftungsvorstand für den Spätsommer. Eine Bauvoranfrage beim Landkreis sei gestellt. Der Umbau der Werkhalle neben dem Standort der ehemaligen „Kachel“ zu einer Turnhalle soll ebenfalls im kommenden Jahr starten und im Februar 2022 fertig sein.

Außerdem sei in den vergangenen Wochen auch das Projekt „Ecole Maternelle“ weiterverfolgt worden. Dahinter verbirgt sich der Plan einer mehrsprachigen Kindertagesstätte auf dem Gelände der abgerissenen „Kachel“ in Kooperation mit der Bodelschwingh-Stiftung. Denkbar sei die Einrichtung als Außenstelle der Kita „Gut Arnstedt“ in direkter Nachbarschaft in der Bahnhofstraße. Eingebunden in die Projektentwicklung seien auch das „Institut Francaise“ in Magdeburg und die Französische Botschaft in Berlin.

Läuft alles glatt, könnten ab dem Frühjahr 2023 in der „Ecole Maternelle“ Kinder mehrsprachig betreut werden.

„Das alles sind sehr ambitionierte Projekte“, gibt Thomas Grosse zu. Die Finanzierung ist über Kredite geplant, deren Tilgung durch den Wegfall von Fremdmieten gesichert sei.

Volksstimme Magdeburg

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