Preisgeld finanziert Klassenfahrt

Editha-Gymnasium holt den ersten Platz beim Zukunftstag-Wettbewerb

Die Schüler der sechsten Klasse des Editha-Gymnasiums in Nordwest haben ein Preisgeld für den ersten
Platz im Zukunftstag-Wettbewerb bekommen. Foto: Jasmin Teut

Der alljährliche Zukunftstag für Schüler konnte im vergangenen Jahr zwar nicht stattfinden, dafür konnten Schulklassen dennoch am Wettbewerb „Berufsentdeckungen am Zukunftstag 2021 – seid dabei!“ teilnehmen. Mit einem selbst gedrehten Video belegte die sechste Klasse des Editha-Gymnasiums den ersten Platz. Doch die Konkurrenz war dieses Mal nicht allzu groß. An dem Wettbewerb konnten alle Schulklassen in ganz Sachsen-Anhalt teilnehmen.

Insgesamt sind nur zwei Beiträge bis zum Einsendeschluss eingegangen, sagt Marcella Mertig, hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Ministeriums für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt. Dies sei vor allem der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen geschuldet. „Die Schüler waren überwiegend zu Hause“, sagt Mertig. Dadurch ist es schwierig gewesen, zusammen einen Film zu drehen, erklärt sie sich die geringe Beteiligung. Trotzdem konnten sich die Schüler des Gymnasiums über ein Preisgeld von 450 Euro freuen, das ihnen von Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner und der Geschäftsführerin Berufsbildung der IHK Magdeburg, Stefanie Klemmt, gestern überreicht wurde. Das Geld soll voraussichtlich für die nächste Klassenfahrt verwendet werden.

Den zweiten Platz belegte eine Sekundarschule aus Bitterfeld-Wolfen. Das Motto des Wettbewerbs war dieses Mal ein anderes. Normalerweise berichten die Preisgeld finanziert Klassenfahrt Schüler nach ihrem Zukunftstag über den jeweiligen Beruf. Da der Boys- und Girls-Day 2020 aber ausfallen musste, wurde auch der Wettbewerb daran angepasst. Die Schulklassen sollten daher ein Video drehen, das die Kinder in geschlechtsuntypischen Berufen zeigt, was auch das Ziel des Zukunftstages ist. Damit soll erreicht werden, dass die Schüler nicht nach Klischees und Rollenbildern ihren späteren Beruf aussuchen, sondern nach ihren Interessen. Mädchen sollen an diesem Tag in handwerkliche, technische oder naturwissenschaftliche und die Jungs hingegen in erzieherische, pflegerische und soziale Berufe schnuppern.

Durch den Wettbewerb sind tolle Videos entstanden, sagt Mertig. Mit Rollenspielen in den Klassenräumen sind so zum Beispiel Jungs in den Beruf des Kosmetikers oder eines Erziehers in der Kita geschlüpft, erklärt sie weiter. Die Industrie- und Handelskammern Halle-Dessau und Magdeburg veranstalteten in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt zum dritten Mal einen Wettbewerb. Der diesjährige Zukunftstag ist für den 22. April geplant. Coronabedingt wird dieser überwiegend in digitaler Form stattfinden, sagt Mertig.

Über das Boys- und GirlsRadar im Internet können sich Schüler das passende Unternehmen suchen, bei dem sie ihren Schnuppertag verbringen wollen. Da der Zukunftstag zum Großteil online durchgeführt wird, besteht sogar die Möglichkeit, als Magdeburger Schüler einen Beruf in München oder Köln zu entdecken. Zum Beispiel bietet Contargo in Mannheim, ein Container-Hinterlandlogistik-Netzwerk in Europa, ein Online-Seminar zum Beruf Logistikbotschafterin. Auch die Stadtbibliothek Magdeburg wartet für die Jungs mit einem Onlineangebot zum Beruf des Bibliothekars auf.

Volksstimme Magdeburg

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