Studie: Distanzunterricht 2020 nicht besser als Ferien

Minister: Verbesserungen seit Pandemiebeginn

Eine Studie der Uni Frankfurt bescheinigt dem Distanzunterricht im Frühjahr 2020 schlechte Ergebnisse. Die Forscher hatten sich 11 Studien aus aller Welt angesehen, die vor allem aus dem vergangenen Frühjahr stammen.

Bilanz: „Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen“, sagte Andreas Frey, einer der Autoren. Der Erfolg liege damit „im Bereich der Effekte der Sommerferien“. Landesbildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte: „Dass die Schulen im Frühjahr 2020 nicht überall bestens auf Digitalunterricht vorbereitet sein konnten, kommt nicht überraschend.“ Seitdem sei aber viel passiert.

Spannender als der Vergleich des Frühjahrs 2020 mit Sommerferien wäre eine Gegenüberstellung mit dem Frühjahr 2021 gewesen.“ Raphaela Porsch, Didaktik-Professorin an der Uni Magdeburg, sagte, nur 2 der betrachteten 11 Studien kämen aus Deutschland. Eine lasse gar auf Lernvorteile unter Zwölftklässlern schließen. Für eine echte Bilanz brauche es mehr belastbare Daten.

Volksstimme Magdeburg

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