Tullner zieht Abfrage an Schulen zurück

Nach scharfer Kritik unter anderem vom Grundschulverband hat Sachsen-Anhalts Bildungsmininisterium gestern eine Schulabfrage zu Lernstandsdefiziten bei Schülern zurückgezogen.

„Nach sachlich-fachlichen Hinweisen haben wir uns entschieden, das Verfahren zu stoppen“, sagte Ministeriumssprecher Stefan Thurmann auf Anfrage. Die Schulen sollten binnen sechs Tagen ermitteln, welche Lerndefizite zu unterrichtende Schüler durch die Pandemie haben. Diese sollten in einem Raster mittels Zeugnisnoten festgehalten werden. Grundschulverbands-Chefin Thekla Mayerhofer nannte das Vorgehen „höchst unpädagogisch“. Es richte seine Perspektive einzig auf die Defizite der Schüler. Explizit zu fragen, wie viel schlechter Schüler durch Corona geworden sind,sei„anmaßend unprofessionell“. Laut Ministerium kamen auch von Schulleitern kritische Hinweise. Das Haus plane nun ein neues, niedrigschwelliges Verfahren, hieß es.

Volksstimme Magdeburg

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