Linke wirft Tullner Verlogenheit vor

Magdeburg (aw) l Für Äußerungen zur Zukunft der Förderschulen erntet Bildungsminister Marco Tullner (CDU) harsche Kritik von der Opposition. „Die Behauptung, die Förderschulen stärken zu wollen, ist an Verlogenheit nicht zu überbieten“, sagte Linken-Fraktionschef Thomas Lippmann. In keiner anderen Schulform seien Unterrichtsausfall (9 Prozent) und Krankenstand der Lehrer (10 Prozent) ähnlich hoch. Dabei sei es Tullners Aufgabe als Chef des Schulsystems, die Voraussetzungen für die nötige Unterstützung von Förderschülern zu schaffen. Das Ministerium wies Kritik zurück. „Probleme haben wir nie bestritten“, sagte Sprecher Stefan Thurmann. Das entbinde aber nicht von der Pflicht, sich Gedanken über die Zukunft der Schulform zu machen. Förderschulen würden zudem etwa bei Stellen-Ausschreibungen verstärkt berücksichtigt.

Tullner hatte zuletzt erklärt: Die Idee, dass alle Kinder dieselbe Schule besuchen müssen, sei eine Überinterpretation der Behindertenrechtskonvention. Eine Förderung sei wegen des allgemeinen Personalmangels an Förderschulen oft besser möglich. Im Dezember hatte Tullner ein Förderschulkonzept vorgelegt. Darin bekennt er sich zum Erhalt der Schulform.

Volksstimme Magdeburg 11.01.2018

Tullner will Lehrer mit „Buschzulage“ in die Provinz locken

Am Gymnasium Gardelegen fehlten zuletzt Lehrer für Musik, Kunst und Religion. Bei den Sprachen war die Situation gar so angespannt, dass die Wahlmöglichkeit bei der zweiten Fremdsprache auf der Kippe stand. Die Situation hat sich inzwischen entspannt, sagte Schulleiter Dietmar Collatz gestern. In naher Zukunft aber würden erneut Lehrer altersbedingt ausscheiden.

Die Stadt in der Altmark steht mit solchen Problem nicht allein. Sachsen-Anhalt gelingt es immer schlechter, junge Pädagogen für Stellen auf dem Land zu begeistern. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) will das nun ändern. Er könne sich Zulagen für Lehrer vorstellen, die ihren Job etwa in der Altmark oder dem Wittenberger Raum antreten, sagte Tullner der Deutschen Presse-Agentur. Haushaltsmittel dafür könnten bereits 2019 eingestellt werden. „Tullner will Lehrer mit „Buschzulage“ in die Provinz locken“ weiterlesen

Bildung wird zum Milliardending

Streit unter möglichen Regierungspartnern – SPD will Kooperationsverbot kippen, Union dagegen

Deutschland braucht mehr Lehrer, Schulsanierungen und Digitalisierung. Das kostet Milliarden. Die fordert Ministerpräsidentin Dreyer nun ein – auch beim Bund, der sie in Aussicht gestellt habe. Ob der dann auch mehr Mitsprache bei der Bildung haben soll, darüber wird gestritten.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) fordert vom Bund die in Aussicht gestellten fünf Milliarden Euro für Computer und schnelles Internet an Schulen. „Bildungsministerin Wanka hat in der vergangenen Legislaturperiode fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen angekündigt, die nicht gekommen sind“, sagte Dreyer der Deutschen Presse-Agentur. „Es gab eine ganz große Übereinstimmung unter allen Ländern inklusive dem Bundesbildungsministerium, dass es wichtig ist, dort in die Schulen zu investieren. Das Thema hat sich nicht verändert.“ „Bildung wird zum Milliardending“ weiterlesen

Digitales Klassenzimmer kommt an

Bildungsminister Marco Tullner will Kommunen weiter mit Bundesprogramm unterstützen

Magdeburg (dpa) l Auf das milliardenschwere Bundesprogramm müssen die Schulen weiter warten, doch das Land legt sich mit eigenen Mitteln für das digitale Klassenzimmer ins Zeug. Das kleinere Landesprogramm wird aus Sicht von Bildungsminister Marco Tullner schon gut angenommen. Seit dem Start im Frühjahr wurden zwölf Projekte unterstützt, wie der CDU-Politiker sagte. Insgesamt seien 1,8 Millionen Euro investiert worden. Davon kamen 1,4 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Landes, den Rest zahlten die Träger.

Das Land will die Kommunen bei der Anschaffung von Tablets, neuen Computern oder auch elektronischen Tafeln unterstützen.

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Schulen fehlen pro Woche fast 10 000 Stunden

Die Linke sieht erteilten Unterricht in Sachsen-Anhalt auf „Tiefststand“

Nach jüngsten Daten ist die Zahl erteilter Unterrichtsstunden im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Linken-Fraktionschef Thomas Lippmann spricht vom „geringsten Unterrichtsangebot in der Geschichte des Landes“. Das Bildungsministerium widerspricht.

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