15 Millionen Euro für Schüler-Notebooks

Land und Schulträger einigen sich auf Weg für raschen Technik-Ankauf / Programm soll Digitalisierung beschleunigen

Kommunale Spitzenverbände, Schulträger und Landesregierung haben sich am Mittwoch auf einen gemeinsamen Weg beim Ankauf von Technik für die Schulen aus einem 15-Millionen-Sonderprogramm von Bund und Ländern verständigt.

„Ziel ist es, die Bundes- und Landesmittel schnell und unbürokratisch in hochwertige Endgeräte für die Schüler zu investieren und dadurch der digitalen Bildung einen weiteren Schub zu verleihen“, sagte Bildungsstaatssekretärin Eva Feußner (CDU) der Volksstimme. Am Mittwoch gab es ein erstes Koordinierungsgespräch dazu, ein weiteres soll nächste Woche folgen. Die Landesregierung hatte zuvor am Dienstag einer Vereinbarung mit dem Bund zugestimmt, um den Weg für das Sonderprogramm freizumachen.

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Schulleiter: Corona-Auflagen nicht zu halten

Pädagogen fordern vor Rückkehr weiterer Schüler klares Signal der Politik
Nach Pfingsten öffnen die Schulen für weitere Schüler. Schulleiter warnen: Der vorgegebene Sicherheitsabstand zur Vorbeugung von Corona-Infektionen sei schon jetzt nicht zu halten.

Pause am Freitag vor den Pfingstferien im Magdeburger Domgymnasium. Schüler stehen auf dem Schulhof und plaudern. Obwohl nach Wochen coronabedingter Schließung erst wenige Schüler wieder da sind, hält sich fast niemand an den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern. An den Vorkehrungen der Schule liegt das laut Leiter Dietrich Lührs nicht. Wie andere Einrichtungen habe die Schule mit ihren sonst 850 Schülern die Corona-Auflagen des Landes umgesetzt.

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Offene Schulen zu Pfingsten

Mehr als 700 Schulen in Sachsen-Anhalt unterbreiten in den Pfingstferien freiwillige Lernangebote. So etwas gab es bislang noch nie.

Mindestens 708 der 870 Schulen in Sachsen-Anhalt unterbreiten Schülern in den am Montag beginnenden Pfingstferien freiwillige Lernangebote. Insbesondere die Grundschulen (419 von 448), Gesamtschulen und Gymnasien (69 von 76) Schulen öffnen.

Mit dem Angebot wollen die Schulen wochenlange Schließungen wegen der Corona-Pandemie auffangen. Einige Schulen, darunter die 350 Schüler zählende Lessing-Ganztagsschule Salzwedel, geben Schülern auch die Möglichkeit, ihre Noten zu verbessern. Unterrichtet werden vor allem Kernfächer. Die Sekundarschule in Gommern etwa bietet für die Jahrgänge 5 bis 9 schwerpunktmäßig Deutsch, Mathe und Englisch an, vereinzelt aber auch Chemie, Geschichte, Physik oder Technik.

Bildungsstaatssekretärin Eva Feußner (CDU) dankte den Lehrern für ihre Einsatzbereitschaft. Wo Schulen nicht öffnen, habe das meist trifftige Gründe, etwa Bauarbeiten und langfristige Urlaubsplanungen von Kollegen. Die Öffnung der Schulen in den Pfingstferien ist eine Premiere. So etwas gab es in dieser Form noch nie, teilte das Bildungsministerium mit.

Volksstimme Magdeburg

Land zahlt für abgesagte Schulfahrten

Das Land Sachsen-Anhalt übernimmt die von Reiseveranstaltern in Rechnung gestellten Stornierungskosten für Schulfahrten, die wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Dafür stehen bis zu sechs Millionen Euro zur Verfügung. Das bestätigte ein Sprecher des Bildungsministeriums gestern der Volksstimme.

Die Schulen müssen Stornierungsanträge vorlegen. Diese werden vom Landesschulamt geprüft. Diese Regelung gilt für die Schulen sowohl in öffentlicher als auch in freier Trägerschaft.

Hintergrund: Bildungsminister Marco Tullner (CDU) hatte am 10. März restriktive Maßnahmen für Schüler ergriffen. Seinerzeit ordnete er an, dass sämtliche Reisen, die länger als einen Tag dauern, ab sofort verboten seien. Diese Anweisung gilt bis zum Ende des Schuljahres 2019/2020, also bis Ende Juli. Davon betroffen sind Klassen- und Studienfahrten sowie Schüleraustausche.

Nach aktuellen Angaben des Ministeriumssprechers fallen von März bis Juli insgesamt etwa 4700 Schulfahrten ins Wasser. Bislang seien bereits rund 500 000 Euro an Stornierungskosten vom Land beglichen worden.

Volksstimme Magdeburg

Land lässt Erstklässler zum Schulstart hängen

Betreuung am Donnerstag und Freitag nach den Sommerferien vormittags ungeklärt

Die Eltern der rund 18 500 künftigen Erstklässler in Sachsen-Anhalt müssen sich darauf einstellen, dass die Betreuung für ihre Kinder an den ersten beiden Schultage nach den Ferien nicht gesichert ist.

Hintergrund: Das Sozialministerium ist der Auffassung, dass für Erstklässler an diesen Tagen (ein Donnerstag und ein Freitag) nur ein sechsstündiger Betreuungsanspruch besteht.

Da die 448 Grundschulen an den ersten beiden Schultagen aber bereits höhere Klassen unterrichten, fängt die Hortbetreuung erst am Mittag an. Die Erstklässler hängen damit am Vormittag in der Luft. Zusätzlich pikant wird die Betreuungsfrage dadurch, dass Einschüler schon ab 1. August als Schulkinder gelten. Sie haben damit drei Wochen lang Anspruch auf bis zu acht Stunden Hort-Betreuung. Dann folgen die beiden Tage ohne Anspruch am Vormittag. Erst am Montag danach greifen Unterrichtsangebot und Hortbetreuung wie für ältere Schüler.

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Schulstreit geht heute weiter

In der Standortdebatte kündigen Kleingärtner Protest vorm Rathaus an
Der seit Monaten anhaltende Streit um den künftigen Standort einer neuen Grundschule in Ostelbien geht heute im Stadtrat in eine neue Runde. Unter Tagesordnungspunkt 6.4 steht die Frage, wo die Schule gebaut werden könnte.

In der Diskussion sind bisher die Standorte Am Brellin, am Heumarkt sowie dem Gelände einer ehemaligen Traglufthalle neben der Grundschule Am Brückfeld.

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Prüfungen an Realschulen gestartet

Drei Wochen später als ursprünglich geplant starten rund 8000 Schülerinnen und Schüler in ihre entscheidenden Realschulprüfungen. Am heutigen Montag stehen zunächst die Tests im Fach Deutsch auf dem Programm, wie das Bildungsministerium mitteilte. Am Mittwoch folgt Englisch und am Freitag Mathematik.

„Die Prüfungen finden in diesem Jahr unter besonderen Bedingungen statt“, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) laut Mitteilung. Ziel sei es gewesen, reguläre Abschlüsse zu ermöglichen, um die Zukunftschancen der Jugendlichen nicht zu gefährden. „Ich bin froh, dass dies gelungen ist.“ Mit einem Realschulabschluss eröffneten sich vielfältige Chancen und Perspektiven für künftige Fachkräfte.

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Schule zu Hause: Wie belastet sind Eltern?

Immer wieder las und hörte Prof. Dr. Raphaela Porsch zu Beginn der Schulschließungen in der Corona-Krise, dass Eltern mit dem Homeschooling überfordert und stark belastet seien. Mit dieser pauschalen Aussage wollte sich die Erziehungswissenschaftlerin der Guerickeuniversität nicht zufrieden geben, wie sie im Volksstimme-Gespräch sagte. Sie startete eine Online-Umfrage, in der die Folgen und Belastungen von Eltern von Grundschulkindern durch das landesweite Homeschooling untersucht werden sollten. Vier Wochen – von Ende März bis Ende April – konnten Eltern von Grundschulkindern daran teilnehmen. Die Befragung ist beendet, eine erste Zwischenauswertung liegt vor.

3995 vollständige Datensätze flossen in die Studie ein. Eltern – sehr viel mehr Frauen als Männer – aus dem gesamten Bundesgebiet beteiligten sich an der Befragung, 754 davon aus Sachsen-Anhalt. Die Ergebnisse erlauben einen Einblick, wie unterschiedlich die Angebote der Schulen und auch das Empfinden der Eltern sind. Und sie zeigen: Die pauschale Aussage, dass Eltern durch Homeschooling belastet sind, ist so nicht korrekt. „Über alle Befragten hinweg – von sehr bis wenig belastet – ist die Gruppe der Eltern in mittlerer Höhe belastet“, so Raphaela Porsch.

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Tullner lehnt Unterricht am Sonnabend ab

Samstagsunterricht wird es in Sachsen-Anhalt in diesem Schuljahr nicht geben: „Da ist für uns kein Thema“, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gestern. Auch die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz (KMK), Stefanie Hubig, hatte sich zuvor skeptisch zu entsprechenden Vorschlägen geäußert: „Wir müssen die Belastung unserer Lehrkräfte, aber auch die der Schüler wie der Eltern im Blick behalten“, sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) indes hatte sich zuletzt offen für Unterricht am Sonnabend gezeigt. Der sachsen-anhaltische CDU-Bundestagsabgeordnete Sepp Müller hält eine Sechs-Tage-Woche für sinnvoll, um versäumten Stoff nachzuholen. Thomas Gaube, Chef des Gymnasiallehrerverbands und Schulleiter des halleschen Giebichenstein-Gymnasiums, sagte: „Samstagsunterricht ist völliger Unsinn.“ Schüler, Lehrer und Eltern hätten nach Wochen des Homeschooling ein Anrecht auf Normalität. Pädagogen müssten Abi-Klausuren korrigieren, Online-Unterricht sei auszuwerten. Landeselternratschef Matthias Rose sagte: Die Schulen seien schon jetzt knapp besetzt. „Da brauchen wir keinen zusätzlichen Schultag.“ In den Pfingstferien soll es an vielen Schulen allerdings freiwillige Lernangebote geben. Nächste Woche will das Bildungsministerium Näheres bekanntgeben. Meinung

Volksstimme Magdeburg

„Es ist gut, manchmal ein bisschen Geduld zu haben“

Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz, hat ein klares Ziel: Unterricht für alle Schüler noch vor den Sommerferien

Es gebe ein klares Konzept, wie der Unterricht trotz Covid-19 weitergehen könne, sagt Stefanie Hubig, Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Mit Thekla Jahn hat sie über Zeitpläne, Hygienevorschriften und versäumten Schulstoff gesprochen.

Thekla Jahn: Stefanie Hubig, welche Schüler dürfen wann wieder wie in die Schule? Das Rahmenkonzept dazu gibt es bereits, warum dauert es jetzt so lange, bis Schüler und Schulen Gewissheit haben, wie es konkret weitergeht?

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