Hort für die Großen macht Schule

Mehr als 200 Neuanmeldungen: Bedarf an Betreuung nach dem Grundschulalter wächst

2017 eröffnete das Norbertusgymnasium als erste weiterführende Schule in Magdeburg einen Hort. Inzwischen haben drei weitere Schulen nachgezogen, eine vierte könnte zum neuen Schuljahr folgen. Der Bedarf an Hortplätzen für Kinder über das Grundschulalter hinaus wächst.

Von Geburt an bis zur Versetzung in die 7. Klasse haben Kinder in Sachsen-Anhalt einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung (siehe Infokasten). Nach dem Kita-Alter übernehmen an allen Grundschulen die Horte diese Aufgabe – bis zum Ende der Grundschulzeit nach Klasse vier. Horte an weiterführenden Schulen gab es bis 2017 in Magdeburg gar nicht, weil Bedarf nur im Einzelfall angemeldet wurde. Das hat sich – nach Eröffnung des Schulhortes am Norbertusgymnasium und dank einer verbesserten Information der Eltern über die Rechtslage samt Bedarfsabfrage durch die Stadt – geändert.

Bereits 213 Familien haben für das kommende Schuljahr Bedarf an Hortbetreuung für ihre künftigen Fünftklässler angemeldet. Darüber und dass weitere Meldungen erwartet werden, informiert die Sozialbeigeordnete Simone Borris (parteilos) auf Nachfrage der Volksstimme.

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Schulstart nur mit Maske

Mehrere Länder beschließen Vorgabe / Studie: Kaum Infektionsgefahr in Schulen
Nach dem Start Mecklenburg-Vorpommerns ins neue Schuljahr nimmt die Debatte über eine Maskenpflicht an Schulen wieder Fahrt auf. Lehrerverbände fordern zudem Corona-Tests an Schulen.

Magdeburg l Dreieinhalb Wochen vor Schulbeginn am 27. August fordert Sachsen-Anhalts Gymnasiallehrerverband eine Maskenpflicht für Schulgebäude: „Außerhalb des Unterrichts, in Fluren und Treppenhäusern, ist eine solche Regelung für den Infektionsschutz wichtig und notwendig“, sagte Philologenverbandschef Thomas Gaube gestern.

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Schulen packt die Digitalisierung

Magdeburg bekommt rund 700 000 Euro aus „Digitalpakt“-Förderprogramm / Vier Schulen erhalten IT-Ausstattung

Um die digitalen Infrastrukturen in Schulen zu verbessern, stehen Sachsen-Anhalt 138 Millionen Euro aus dem Förderprogramm „Digitalpakt Schule“ zur Verfügung. Rund 700 000 Euro davon erhielt gestern die Landeshauptstadt. Vier Magdeburger Schulen profitieren von dem Geld und können nun digital aufrüsten.

Wo Schüler vor wenigen Tagen noch ihre Zeugnisse entgegennahmen, empfingen vier Magdeburger Schulvertreter gestern von Bildungsminister Marco Tullner (l.) Fördergelder für die digitale Ausstattung ihrer Einrichtungen. Magdeburgs Bürgermeister Klaus Zimmermann (r). verteilte sie an Jana Dittmer, Steffen Drygalla, Eik Ruddat und Christiane Henze. Foto: Karolin Aertel
Magdeburg l Die Notwendigkeit, Schulen bestmöglich digital auszustatten, ist im Zuge der Corona-Krise und den damit einhergehenden Schulschließungen stärker in den Fokus gerückt. „Die Corona-Pandemie hat eindringlich gezeigt, dass digitale Bildungsformen und Lernangebote von essenzieller Bedeutung sind“, macht Bürgermeister und Finanzbeigeordneter Klaus Zimmermann deutlich: „Dafür müssen unsere Schulen jedoch mit der benötigten Infrastruktur und Geräten ausgestattet sein.“

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Hortplätze für ältere Schüler

Bis einschließlich sechste Klasse haben Schulkinder Anspruch auf einen Hortplatz. Allerdings gibt es in den meisten weiterführenden Schulen (ab Klasse fünf) keinen Hort. Um den Bedarf zu erheben, wurden in diesem Jahr alle Eltern von Viertklässlern befragt. Dennis Jannack (Linke) erfragte im Stadtrat das Ergebnis, bemängelte aber zugleich die Aussicht, dass Fünftklässler auf Grundschulhorte verteilt werden. „Eltern sind verunsichert darüber, dass ihre Kinder den Hort einer anderen Schule an anderem Ort besuchen sollen und melden dann erst gar keinen Bedarf an.“

Die Sozialbeigeordnete Simone Borris (parteilos) berichtete, dass bisher für 199 künftige Fünftklässler Betreuungsbedarf gemeldet worden sei. Man erwarte weitere Meldungen. Der Hort am Stiftungsgymnasium werde erweitert und der Aufbau eines Hortes am Geschwister-Scholl-Gymnasium erwogen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir alle Kinder unterbringen können.“

Volksstimme Magdeburg

Ostschule: Ausschuss widerspricht Rathaus

Nachdem Oberbürgermeister Trümper einen Schulneubau abgelehnt hat, halten Stadträte mit Argumenten dagegen
Nun hat sich der Schulausschuss gegen Magdeburgs Oberbürgermeister in Position gebracht: Angesichts weiterer Wohngebiete, die in den Stadtteilen östlich der Elbe entstehen, wolle man dort an einem Schulneubau festhalten.

Der Ausschuss für Bildung, Schule und Sport stört den Unterricht: Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) hatte in der Stadtratssitzung im Juni die neue Marschrichtung ausgegeben. Ostelbien benötige keine neue Grundschule. Eine Beschlussfassung zu einem möglichen Standort war daher zurückgestellt worden. Und nun schießen die Stadträte im Schulausschuss unter Leitung vom ebenfalls den Sozialdemokraten zugehörigen Christian Hausmann quer. Zwar nicht per Beschluss. Wohl aber per mehrheitlichem Handheben bei einer sogenannten Meinungsbildung: Egal, was der Chef der Verwaltung meint, Magdeburg brauche sehr wohl eine neue Grundschule in Ostelbien. Mittlerweile liegt auch ein interfraktioneller Antrag vor, dass die diskutierten Schulstandorte Am Brellin, Zuckerbusch und Am Winterhafen auf Eignung für den Bau einer Schule zu prüfen sind.

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Suche nach Masterplan für die Grundschule

Stadt, Eltern und Stadträte diskutieren darüber, wie das Verkehrsproblem an der Diesdorfer Schule künftig gelöst werden kann
Noch bestimmen die Bauarbeiten das Bild an der Grundschule Diesdorf. Mit dem neuen Schuljahr wird die Schule wieder bezogen, die Schülerzahl dann schrittweise erhöht werden. Vorab haben Schule, Stadt, Eltern und Stadträte beraten, wie die altbekannten Verkehrsprobleme gelöst werden können.

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Die Grundschule am Großen Gang wird modernisiert und erweitert, so dass die Schülerzahl in den kommenden Jahren von 200 auf 400 erhöht werden kann. Foto: Viktoria Kühne
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Schulfahrten: Land bezahlt Stornokosten

850 000 Euro sind bereits beglichen
Sachsen-Anhalt ist bislang mit 850 000 Euro für Stornierungskosten von coronabedingt abgesagten Klassen- und Studienfahrten aufgekommen. Mehr als 600 Anträge seien geprüft, 592 bis Mitte der Woche angewiesen worden, teilte das Bildungsministerium in Magdeburg auf Nachfrage mit. Im Landesschulamt lägen zudem mehrere Hundert Anträge vor. Sie würden nach und nach bearbeitet. Es gingen stetig weitere Anträge ein.

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Corona befeuert Schulangst

Psychologen warnen vor den Folgen der Ausnahmesituation
Der Schulausfall während der Corona-Zeit kann aus Sicht von Fachleuten für Kinder mit Angststörungen auch im Nachhinein problematisch sein. „Für die meisten Schüler und Schülerinnen mit Schulangst oder Schulphobie war die Situation nicht günstig“, sagte die Referatsleiterin der schulpsychologischen Beratung beim Landesschulamt, Carola Wilhayn, in Halle. Die Schulpsychologen und Schulpsychologinnen im Land rechnen für die kommenden Wochen mit mehr Beratungsanfragen und loben gleichzeitig die Arbeit an vielen Schulen.

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Zahl der Schüler im Land nimmt kontinuierlich zu

Nach einem Tiefstand vor zehn Jahren hat die Zahl der Schüler an den allgemeinbildenden Schulen im Land kontinuierlich zugenommen. Gut 197 000 Mädchen und Jungen besuchen im Schuljahr 2019/2020 eine der 870 allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt, wie das Statistische Landesamt gestern in Halle mitteilte. Im Vergleich zum Schuljahr 2009/2010 seien dies über 23 000 Schüler mehr, ein Plus von 13,4 Prozent.

Besonders kräftig wuchs den Angaben zufolge die Schülerzahl in den kreisfreien Städten Halle und Magdeburg mit einem Zuwachs von fast 30 Prozent. Bei den Landkreisen dominieren mit einem Zugewinn seit dem Schuljahr 2009/10 der Saalekreis mit 21,6 Prozent und der Landkreis Börde mit 17,6 Prozent. Die geringsten Steigerungen verzeichneten den Angaben zufolge der Landkreis Harz (4,5 Prozent), der Altmarkkreis Salzwedel (3,8 Prozent) und der Landkreis Mansfeld-Südharz (3,0 Prozent). Im Landkreis Stendal sind die Schülerzahlen dagegen sogar um 0,8 Prozent gesunken.

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