Lehrer sollen ab Mitte März länger arbeiten

Sachsen-Anhalts Landesregierung will 500 Vollzeit-Stellen ausgleichen

Sachsen-Anhalts Lehrer sollen voraussichtlich ab dem 13. März verpflichtet werden, eine Stunde pro Woche länger vor der Klasse zu stehen. Dafür ebnete die Ministerrunde den Weg. Nun werden die Verbände angehört. Künftig soll es ein sogenanntes Ausgleichskonto für Lehrer geben. Auf diesem könnten die mehr geleisteten Stunden angespart werden, sagte Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) nach der gestrigen Kabinettssitzung. Nach dem Willen der Landesregierung sollen Lehrer in den nächsten fünf Jahren eine Stunde mehr pro Woche unterrichten. Für Grundschullehrer steigt die Verpflichtung so auf 28 Stunden, für Sekundar- und Gymnasiallehrer auf 26 Stunden.

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Schüler bleiben wieder öfter „sitzen“

Sachsen-Anhalt hat bundesweit mit die meisten Wiederholer

In Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Schuljahr 2021/2022 insgesamt 5046 Schüler eine Klasse wiederholt. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Mit 3,4 Prozent der Schüler hat das Bundesland nach Mecklenburg-Vorpommern die höchste Quote. Die meisten Wiederholer gab es demnach im Sekundarbereich I (fünfte bis zehnte Klasse): insgesamt 3867 Schüler. In der Grundschule waren es 603, wobei die Statistik erst mit der dritten Klasse beginnt. In der Oberstufe waren es 576 Schüler. Rund 60 Prozent der Wiederholer sind männlich.

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Zahl der Nichtschwimmer verdoppelt

Jeder fünfte Grundschüler kann sich nicht über Wasser halten

Kleine Wasserratten, die spielend schwimmen lernen, sind der Wunsch so mancher Eltern. Aber viele Kindertun sich schwer, sie fürchten das tiefe, kalte Wasser. Die Zahl der Nichtschwimmerin Deutschland steigt. Einer der Gründe dafür überrascht auch die DLRG.

Im Grunde ist es einfach: Weniger Schwimmbäder bedeuten weniger Schwimmunterricht – und weniger sichere Schwimmer. In der Corona-Pandemie gab es zeitweise überhaupt keinen Schwimmunterricht. Die Folge: Der Anteil der Nichtschwimmer unter den Grundschülern in Deutschland hat sich einer neuen Forsa-Umfrage zufolge binnen fünf Jahren verdoppelt. Im vergangenen Jahr hätten 20 Prozent der Kinder zwischen sechs und zehn Jahren nicht schwimmen können – fünf Jahre zuvor seien es 10 Prozent gewesen, teilte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Bad Nenndorf mit.

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Lediglich 7 von 105 Sekundarschulen ausreichend versorgt / Stadt und Land driften auseinander

Dass die Personalnot an den Schulen in Sachsen Anhalt zum Herbst erneut auf einen historischen Tiefstand rutschte, ist bekannt. Mit einer Kleinen Anfrage ans Bildungsministerium hat sich die Linksfraktion die Zahlen nun aber genauer auswerten lassen.

Zentrales Ergebnis: Nur noch knapp jede vierte Schule in Sachsen-Anhalt (176von754) war zum Stichtag am 5. Oktober ausreichend mit Lehrern versorgt. Am stärksten betroffen sind die Sekundarschulen. Nur noch ganze 7 von 105 Einrichtungen der Schulform kommen demnach auf eine ausreichende Versorgung. Die Unterrichtsversorgung im Land war an allen Schulformen zum Herbst von 94 Prozent im Vorjahr auf 93,5 Prozent gefallen. Die Sekundar- und Gemeinschaftsschulen hielten dabei die schlechtesten Werte (88 %). Besser ist die Versorgung an den Grundschulen (95 %) und Gymnasien (98 %).

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Mehr Geld und mehr Arbeit für Lehrer

Haseloff will Unterrichtsausfall „in Richtung null schieben“

In Sachsen-Anhalt fehlen 1000 Lehrer, fast überall fallen Stunden aus. Eltern und Wirtschaft protestieren. Landesregierung und Koalition präsentieren ihre Lösung. Die Gewerkschaft ist zornig. Sachsen-Anhalts Unterrichtsversorgung liegt in Sekundar- und Gemeinschaftsschulen bei dürftigen 88 Prozent; in Grundschulen sind es 94 Prozent – allein in Gymnasien ist das Angebot noch einigermaßen im Lot. Überall in Deutschland fehlen Lehrer, doch in Sachsen-Anhalt sieht es besonders schlimm aus. So gelang es Mecklenburg-Vorpommern in den zurückliegenden zehn Jahren, die Zahl der Lehrer um 15 Prozent zu steigern – wie die aktuelle Statistik der Kultusministerkonferenz darlegt. Auch Sachsen legte zu (+12 %).

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Schulmesse als Höhepunkt

Als einen Höhepunkt des Jahres hat Stadtelternratsvorsitzende Annette Kirstein die zurückliegende Schulmesse bezeichnet. Zum zweiten Mal fand sie in der Messe Magdeburg statt, nachdem sie über Jahre in der Zentralbibliothek ausgerichtet worden war. Annette Kirstein berichtete, dass sie nur positive Rückmeldungen erhalten habe und lobte die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Schule und Sport der Stadt.

Linke-Stadtrat Dennis Jannack hob das Engagement von Jugendlichen vom Hegelgymnasium bei der Versorgung der Besucher hervor. Kulturbeigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz ermuntert Mitglieder des Bildungsausschusses, kommendes Jahr verstärkt an der Veranstaltung teilzunehmen.

Volksstimme Magdeburg

Lehrermangel: Willingmann ist gegen mehr Studienplätze

Wissenschaftsminister sieht Maximalauslastung erreicht und fordert stattdessen finanzielle Anreize

Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hat sich dagegen ausgesprochen, zur Bekämpfung des Lehrermangels die Zahl der Studienplätze in Sachsen-Anhalt zu erhöhen. „Wir haben jetzt im Wintersemester 1000 Erstsemesterstudienplätze in Halle, von denen sind etwas über 800 besetzt. Wir haben 200 Studienplätze in Magdeburg, die auch nicht alle besetzt sind. Das heißt: Wir haben eine gewisse Maximalauslastung erreicht“, sagte der SPD-Politiker. „Es fehlt im Moment nicht am Angebot an Studienplätzen.

Unser Dilemma ist eher, dass die jungen Menschen auch Fächer studieren, die jetzt nicht unmittelbar zum Bedarf des Landes gehören“, sagte Willingmann. „Und wir müssen – nicht nur für studierte Lehrkräfte – interessante Optionen bieten, in Sachsen-Anhalt zu bleiben.“ Der Wissenschaftsminister bringt dafür finanzielle Anreize ins Spiel. „Die Lehrer, die im Wesentlichen in Halle ausgebildet werden, brauchen wir auch in der Altmark oder im Harz. Warum soll es keine Zulage dafür geben, dass man in einer etwas weniger nachgefragten Region in den Schuldienst geht?“, sagte er. „Um dem Mangel gerade jenseits der Großstädte zu begegnen, brauchen wir Fantasie und die Bereitschaft, unorthodoxe Modelle auszuprobieren.“

Die Hochschulen selbst würden nicht steuern können, dass junge Menschen hier blieben, so Willingmann. „Da müssen wir gemeinsam als Land Verantwortung übernehmen. Wie machen wir Sachsen-Anhalt noch attraktiver? Was motiviert junge Menschen, auch in den ländlichen Raum zu gehen und dort eine Existenz aufzubauen?“ In der Landespolitik hatte es zuletzt Forderungen nach einer Erhöhung der Zahl der Lehramtsstudienplätze in Magdeburg gegeben.

Volksstimme Magdeburg

Der Schulweg bleibt vorgeschrieben

Ratsdebatte: Warum Magdeburg an festgelegten Einzugsbereichen für die Grundschulen festhält. Für rund 2300 Mädchen und Jungen beginnt 2023 der sogenannte Ernst des Lebens – die Einschulung steht vor der Tür. Welchen Schulweg die Kinder einschlagen, bestimmt für die allermeisten Einschüler auch weiterhin die Stadt. Die freie Schulwahl greift erst ab Klasse 5.

Von den 38 Magdeburger Grundschulen sind 33 in kommunaler Trägerschaft. Wer die Schule für sein Kind frei wählen möchte, muss sich auch künftig unter den fünf Einrichtungen kirchlicher oder besonderer pädagogischer Prägung umtun. Für die staatlichen Grundschulen in Magdeburg bleibt’s beim Schuleinzugsbereich. Heißt: Die Stadt legt anhand von Schülerzahlen und des Stadtplans fest, welches Kind in welche Schule geht.

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Schnelles Internet an 758 Schulen Projekt des Landes vor dem Abschluss

Als erstes Bundesland überhaupt hatte sich Sachsen-Anhalt auf die Fahnen geschrieben, flächendeckend Schulen mit einem modernen Glasfaseranschluss auszustatten. Die Bilanz kann sich sehen lassen: 758 Schulstandorte haben inzwischen einen schnellen Internetanschluss erhalten (Stand 14. Dezember). Insgesamt will das Digitalministerium des Landes im Rahmen des Projektes „ITN-XT“ noch bis Ende des Jahres 890 Schulstandorte ans Glasfasernetz anschließen und damit das Projekt abschließen – Bedarf angemeldet hatten 870 Schulen. Mit dem Projekt unterstützt die Landesregierung die Digitalisierung der Schulen und stärkt die Nutzung digitaler Medien im Unterricht.

Die Kosten für die Einrichtung der Glasfaseranschlüsse, samt technischer Ausstattung und Sicherheitskomponenten, trägt zu 100 Prozent das Land. Darüber hinaus werden für zwei Jahre die Betriebskosten übernommen. Insgesamt werden dafür mehr als70 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, was rund 82000 Euro pro Schule entspricht. Unter https://mid.sachsenanhalt.de/digitales/schulenans-netz können mittels der Karten-App „Schulen ans Netz“ Informationen zu geplanten Anschlüssen sowie bereits ausgestatteten Schulen online abgerufen werden. So ist beispielsweise zu sehen, dass in Salzwedel bereits alle elf Schulen oder in Halberstadt alle 13 bereits über einen Glasfaseranschluss verfügen, in Haldensleben derweil sich dieser in allen elf Schulen aktuell noch im Aufbau befindet.

Volksstimme Magdeburg