Ein neues Gesicht für den Stadtelternrat Magdeburg

Auf einen Blick

  • Der Stadtelternrat Magdeburg (StER) hat ein neues Erscheinungsbild mit neuem Logo, neuen Farben und neuer Schrift.
  • Das Design erzählt, was der StER tut: Er verbindet Eltern, Schulen und die Stadt.
  • Die Arbeit bleibt dieselbe. Die Umstellung erfolgt Schritt für Schritt auf der Website, in Materialien und bei Veranstaltungen.

Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Der Stadtelternrat Magdeburg sieht anders aus. Klarer, wärmer, freundlicher. Dahinter steckt eine bewusste Entscheidung. Der StER hat sich ein neues Erscheinungsbild gegeben, das zeigen soll, wer er ist und wofür er steht.

Kein Amt, sondern Eltern

Der Stadtelternrat Magdeburg ist elterngetragen, politisch unabhängig und überparteilich. Das soll man künftig sehen, ohne es lesen zu müssen. Deshalb ist das neue Design bewusst kein Behördendesign. Es lädt ein statt einzuschüchtern. Eltern aller Schulen, aller Stadtteile und aller Hintergründe sollen sich angesprochen fühlen, auf Augenhöhe.

Das neue Erscheinungsbild wurde nicht am Reißbrett von einer externen Agentur entwickelt, sondern vom Stadtelternrat selbst und aus den Werten, die seine Arbeit seit Jahren tragen: Vernetzung, weil niemand mit Schulproblemen allein bleiben soll. Information, weil Eltern verlässliche und transparente Angebote brauchen, etwa zu Schulwahl und Schulübergang. Und Engagement, weil Mitbestimmung hier gelebte Praxis ist.

Was das neue Logo erzählt

Im Zentrum steht das neue Logo: drei Figuren in einer fließenden Bewegung, wie bei einem Handschlag. Zusammen bilden sie ein W. Für Wir. Keine Figur steht über der anderen, keine Seite dominiert. Das Logo zeigt Begegnung auf Augenhöhe, ohne ein einziges Wort.

Jede Farbe erzählt dabei ihren Teil. Mitternacht, das tiefe Blau, steht für den StER selbst: verlässlich, unabhängig, die Mitte, die verbindet. Mint steht für die Schulen und die Bildung, frisch und wachsend. Und Gold steht für Magdeburg, warm und vertraut. Wer die Stadt kennt, kennt diesen Farbton, er gehört zu Magdeburg wie der Dom.

Wer genau hinsieht, erkennt in der geschwungenen Form noch mehr: eine Brücke, eine Welle, sogar eine Krone. Alles drei gehört zu Magdeburg. Die Brücke verbindet zwei Ufer, die sich sonst nicht berühren würden. Genau diese Aufgabe übernimmt der Stadtelternrat zwischen Familien, Schulen und Stadt. Die Welle erinnert an die Elbe und daran, dass diese Arbeit in Bewegung bleibt. Und die Krone grüßt Kaiser Otto und Editha, deren Namen diese Stadt bis heute prägen.

Farben ohne Parteibuch

Ein Detail war dem Stadtelternrat besonders wichtig: Die Farben dürfen an keine politische Partei erinnern. Überparteilichkeit gehört zum Kern der Arbeit, und das gilt bis in die Farbpalette hinein.

Eine Schrift für alle

Sie heißt Outfit und ist geometrisch, klar und ohne Schnörkel. Wer will, darf darin einen Gruß an die Bauhaus-Tradition lesen, die in Sachsen-Anhalt zu Hause ist. Vor allem aber ist sie offen und gut lesbar, sachlich, ohne kalt zu wirken. Und sie ist frei verfügbar: keine Lizenzkosten, kein Hürdenlauf. Jedes Mitglied kann sie auf jedem Gerät nutzen. Das passt zu einem Gremium, das allen offensteht.

Vernetzt. Informiert. Engagiert.

Der neue Claim fasst zusammen, was Magdeburger Eltern vom StER erwarten können. Vernetzt, weil niemand mit einem Problem allein bleiben soll. Informiert, weil verlässliche Angebote etwa zu Schulwahl und Schulübergang dazugehören. Engagiert, weil Mitbestimmung hier gelebte Praxis ist und kein leeres Versprechen.

Dazu kommt eine Einladung an alle: Gemeinsam Schule gestalten.

Wie es weitergeht

Das neue Erscheinungsbild wird nach und nach überall sichtbar, auf dieser Website, in Einladungen und bei Veranstaltungen wie dem Digitalen Elternstammtisch oder der Schulmesse. An der Aufgabe ändert sich nichts. Der Stadtelternrat Magdeburg bleibt die Stimme der Eltern in dieser Stadt. Man sieht es ihm jetzt nur besser an.

Aber am Ende zählt nicht das Logo, sondern was dahintersteht: Eltern, die sich für ihre Schulen einsetzen: Vernetzt. Informiert. Engagiert.

Stadtelternrat Magdeburg unterstützt Petition gegen Kürzung von Lehrerstunden in Sachsen-Anhalt

Wir, der Stadtelternrat Magdeburg, haben in unserer Pressemitteilung vom 7. Juni 2025 unsere Unterstützung für die Online-Petition „Keine Kürzung von Lehrerstunden – Für gute Bildung in Sachsen-Anhalt!“ des Schulelternrats der Grundschule „Am Westring“ erklärt. Ziel dieser Petition ist es, die geplanten Einsparungen im Lehrerstunden-Schlüssel zurückzunehmen und eine verlässliche Unterrichtsversorgung sicherzustellen. Bislang haben über 12.800 Personen unterschrieben, davon mehr als 11.900 aus Sachsen-Anhalt, womit das Quorum von 8.200 deutlich übertroffen ist.

Hintergrund: Neuer Unterrichts-Organisationserlass und Folgen für Grundschulen

Das Ministerium für Bildung Sachsen-Anhalt hat einen Unterrichts-Organisationserlass veröffentlicht, der bei Grundschulen mit mehr als 170 Schülerinnen und Schülern eine Reduzierung des Lehrerstunden-pro-Schüler-Schlüssels vorsieht. Dies bedeutet für viele Schulen: Bei gleichbleibender Schülerzahl stehen künftig weniger Lehrerstunden zur Verfügung. Auch Förderstunden für sonderpädagogische und präventive Maßnahmen sollen gekürzt werden. Nach Darstellung der Initiator:innen führt dies zu einer geringeren individuellen Lehrerzeit pro Kind, zu größeren Klassen (bis zu 28 Schüler:innen), eingeschränkter Förderung und erhöhter Belastung des Kollegiums bis hin zu Unterrichtsausfällen ohne adäquate Ersatzmaßnahmen. Ein Beispiel aus Magdeburg zeigt, dass an einer großen Grundschule 28 Wochenstunden gestrichen würden – das entspricht einer ganzen Lehrkraft und würde zur Zusammenlegung von vier 2. Klassen zu drei 3. Klassen führen.

Unsere Stellungnahme als Stadtelternrat Magdeburg

In unserer Pressemitteilung betonen wir, dass diese Kürzungen nicht zur Lösung des Lehrkräftemangels beitragen. Bereits 2020 haben wir das Volksbegehren „Den Mangel beenden – Unseren Kindern Zukunft geben!“ begleitet, das eine gesetzliche Mindestvorsorge an Lehrerstunden pro Schüler vorsah. Obwohl diese Initiative damals nicht umgesetzt wurde, hat sich an der Dringlichkeit nichts geändert: Nur eine gesetzlich verankerte Relation von Lehrerstunden zu Schülerzahlen ermöglicht eine langfristige Planung von Ausbildung und Einstellungen und verhindert eine Verschlechterung der Unterrichtsqualität durch zu große Klassen und fehlende individuelle Förderung.

Zentrale Forderungen der Petition

Die Petition richtet sich an den Petitionsausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt und fordert, die geplanten Kürzungen der Lehrerstunden pro Schüler unverzüglich zurückzunehmen und für das kommende Schuljahr eine stabile, planbare und kindgerechte Unterrichtsversorgung zu garantieren. Darüber hinaus wird gefordert, Lehrkräfte nicht weiter durch „Rechentricks“ zu überlasten, sondern die Unterrichtsversorgung durch gezielte Neueinstellungen und konsequente Unterstützung der Schulen abzusichern. Eine gesetzliche Vorgabe eines verbindlichen Lehrerstunden-pro-Schüler-Schlüssels soll Chancengleichheit gewährleisten und Planbarkeit auch bei schwankenden Schülerzahlen ermöglichen.

Politische Einordnung und Ausblick

Die Debatte um Klassengrößen und Lehrerstunden-Schlüssel ist in Sachsen-Anhalt nicht neu: Ein früherer Vorstoß, gesetzlich festgeschriebene Höchstgrößen für Klassen zu verankern, wurde im Landtag abgelehnt. Kritiker:innen argumentieren nun, dass durch reduzierte Lehrerzuweisung de facto dieselbe Erhöhung von Klassengrößen erfolgt. Das rasche Erreichen des Quorums verstärkt den Druck auf das Bildungsministerium und die Landesregierung, die Anliegen ernsthaft zu prüfen. Zahlreiche Schulleitungen haben in offenen Briefen ihre Besorgnis geäußert und fordern einen Kurswechsel. Ob und wie der Petitionsausschuss sowie der Landtag reagieren, bleibt abzuwarten. Die breite Unterstützung aus Elternschaft und Schulpraxis verdeutlicht jedoch die Notwendigkeit, Bildungspolitik langfristig und verlässlich auszurichten.

Mitwirken und Bereitstellung der Pressemitteilung

Die offizielle Pressemitteilung des Stadtelternrats Magdeburg steht hier zum Download bereit:

Interessierte sind eingeladen, die Petition zu unterzeichnen unter https://www.openpetition.de/petition/online/keine-kuerzung-von-lehrerstunden-fuer-gute-bildung-in-sachsen-anhalt  , in ihren Netzwerken und an Schulen zu teilen sowie den Dialog mit Entscheidungsträger:innen in Kommunal- und Landespolitik zu suchen. Jede zusätzliche Stimme erhöht den politischen Druck, nachhaltige und verlässliche Unterrichtsbedingungen für alle Kinder in Sachsen-Anhalt zu sichern.

Verwendete und weiterführende Quellen, die die im Artikel genannten Informationen belegen und zusätzliche Kontexte bieten: