Digitalpakt-Mittel für Schulen tröpfeln bislang nur

In Sachsen-Anhalt noch keine Anträge gestellt
Berlin (dpa) l Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des milliardenschweren „Digitalpakts Schule“ fließen die Gelder für die Schulen bisher nur langsam. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in allen 16 Bundesländern ergeben. Demnach wurden von den 5,5 Milliarden Euro für die Ausstattung mit schuleigenem Wlan, neuen Laptops oder digitalen Tafeln – sogenannten Smartboards – bisher rund 500 000 Euro abgerufen. Nur in Bremen, Hamburg und Sachsen ist bislang Geld geflossen.

In Sachsen-Anhalt können die Gelder seit Anfang Oktober beantragt werden. Bisher wurden nach Angaben eines Sprechers des Kultusministeriums keine Anträge gestellt und bewilligt. Damit wird in der Landeshauptstadt Magdeburg im ersten Quartal 2020 gerechnet.

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Startschuss: Schulen in Sachsen-Anhalt bekommen jetzt ultraschnelles Internet

Die ersten 26 Anschlüsse sollen noch in diesem Jahr fertig sein
Magdeburg. Noch in diesem Jahr sollen die ersten 26 Schulen in Sachsen-Anhalt ultraschnelle Internetanschlüsse bekommen. Das kündigten Bildungsminister Marco Tullner und Finanzminister Michael Richter (beide CDU) an. Demnach startet die Telekom-Tochter T-Systems am Montag damit, die Einrichtungen mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen. Zunächst profitieren vor allem Schulen in Magdeburg und Halle.

Rechnerisch müsste bis Weihnachten pro Werktag eine Schule angeschlossen werden, um das Pensum zu schaffen. Nächstes Jahr geht der Ausbau weiter. Geplant ist, dass bis Ende 2021 alle knapp 900 Schulen in Sachsen-Anhalt über die ultraschnellen Internetverbindungen verfügen. Voriges Jahr hatten die Minister noch Ende 2020 als Ziel ausgegeben.

Die Offensive des Landes gehört zu den Arbeiten am Landesdatennetz, dessen fast 30 Jahre alte Infrastruktur erneuert wird. Für das gesamte Projekt fließen 210 Millionen Euro.

Volksstimme Magdeburg

Trommeln verbindet

Rassismus in Magdeburg war Ausgangspunkt für 25-jähriges Schulprojekt
Musik verbindet. Das erlebten auch die Schüler der Integrierten Gesamtschule Willy Brandt in dieser Woche. Sie lernten, auf afrikanischen Djembes zu trommeln.

Einen Ausflug in die traditionelle afrikanische Musikwelt haben in dieser Woche Schüler der Integrierten Gesamtschule „Willy Brandt“ unternommen. Gemeinsam mit Lancei Dioubate, der ursprünglich aus Guinea kommt und in Leipzig lebt, entwickelten sie Rhythmen auf den Trommeln und lernten auch afrikanische Tänze.

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Schulsanierung braucht mehr Zeit und Geld

Umbau der Grundschule Diesdorf liegt nicht im Zeitplan / Budget um 1,9 Millionen Euro aufgestockt. Die Sanierung der Grundschule Diesdorf liegt nicht mehr im Zeitplan. Die anvisierte Fertigstellung des Baus im Sommer des kommenden Jahres ist gefährdet. Außerdem kostet der Umbau mehr Geld als geplant.

Bereits im Juli war es zu Verzögerungen während der Bauarbeiten gekommen, die im Februar begonnen hatten. „Der ursprüngliche Zeitplan ist noch nicht wieder eingeholt und eine zeitliche Kompensation durch die sehr komplexen Bauarbeiten aktuell auch nicht zu erkennen“, erklärte Stadtsprecher Michael Reif nun auf Nachfrage. Einen konkreten Aufschluss würden die Fertigstellung der Rohbauarbeiten des Neubauteils und die Witterungsbedingungen der kommenden Wintermonate bringen.

Der Zwischenbau am alten Schulgebäude ist mittlerweile fertiggestellt. Laut Reif werden derzeit am Alt- und Zwischenbau noch Maurer- und Putzarbeiten an den Fensteröffnungen sowie die Dämmung des Daches ausgeführt. Im Neubau sollen die Rohbauarbeiten für das Erdgeschoss Ende des Monats beendet werden. „Die Stahlbetondecke über dem Erdgeschoss wird wegen des freien Grundrisses und der einzeln stehenden Stützen 40 Zentimeter dick und muss monolithisch, also aus einem Stück, hergestellt werden“, berichtete der Stadtsprecher.

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Schüler bauen Insektenhotel

Grundschule reagiert auf Abholzung von Bäumen im Kannenstieg

Ein Insektenhotel haben die Mädchen und Jungen der Klasse 3 a der Grundschule Am Kannenstieg auf ihrem Schulhof gebaut. Nachdem für die neue Straßenbahnlinie zahlreiche Bäume gefällt worde waren, wollten sie auf diese Weise Insekten einen Lebensraum geben und einen Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz leisten. Klassenlehrerin Anja Pfeifer hatte die Initiative ergriffen und tatkräftige Unterstützung von den Eheleuten Reinhard und Ursula Mertens erhalten. Deren Enkelkinder waren einst selbst in die Schule im Kannenstieg gegangen, so dass sich der 71-Jährige und seine Frau nach wie vor mit ihr verbunden fühlen und das Projekt gern unterstützten. Mertens bereitete die Bretter für das Insektenhotel vor. Die Kinder schraubten es mit Schaubendrehern und Akkuschraubern zusammen, und auch Hammer und Nägel wurden genutzt. Auf diese Weise konnten sich die Kinder auch einmal handwerklich ausprobieren.

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Ganztagsbetreuung in allen Grundschulen ab 2025

Grundschulkinder von der 1. bis zur 4. Klasse sollen ab 2025 ein Anrecht auf eine Ganztagsbetreuung haben. Das Bundeskabinett hat dafür am Mittwoch in Berlin in einem ersten Schritt die Einrichtung eines Sondervermögens in Höhe von zwei Milliarden Euro beschlossen. Das Geld ist gedacht für Investitionen in Räumlichkeiten und Gebäude an den rund 15 000 Grundschulen in Deutschland, damit ab 2025 der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung erfüllt werden kann.

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Kabinett stoppt Stahlknecht

Trotz Bedenken aus dem Innenministerium: Land gibt grünes Licht für Lehrer-Volksbegehren. Sachsen-Anhalts Landesregierung hat gestern den Weg frei gemacht für ein Volksbegehren für mehr Lehrer. Obwohl das Votum des Innenministeriums anders ausgefallen war.

Ist der Antrag auf ein Volksbegehren des Bündnisses „Den Mangel beenden – unseren Kindern Zukunft geben“ zulässig? Nein, befand das Innenministerium in einem 16-seitigen Papier für die Minister-Runde. Es verwies zum Beispiel auf zusätzliche Kosten, die den Spielraum des Landtags unangemessen einschränken würden. Doch das Kabinett kippte die Vorlage aus dem Haus von Innenminister Holger Stahlknecht (CDU).

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Schneller zum Schwimmen

Bildungsausschuss diskutiert, wie Unterricht besser organisiert werden kann
Rund 500 Kinder können trotz des Schwimmunterrichts an den Schulen in Magdeburg nach der dritten Klasse nicht schwimmen. Das Land sucht nach Gründen und möchte Maßnahmen fürs nächste Schuljahr vorschlagen. In der Kommunalpolitik wird derweil diskutiert, wie die Stadt helfen kann.

Die Fraktion „Links für Magdeburg/Tierschutzpartei“ des alten Stadtrats hatte das Thema Schwimmunterricht noch aufs Tapet gebracht – und der neue Stadtrat bleibt am Ball. Während einer Sitzung des Ausschusses Bildung, Schule und Sport wurde der entsprechende Antrag einstimmig dem Stadtrat zur Annahme empfohlen.

Im Kern geht es darum, dass die Stadt auf eine Verbesserung der Situation dringen möge. Hintergrund: Zwar gehört in Sachsen-Anhalt der Schwimmunterricht in den Grundschulen zum Pflichtprogramm.

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Stadtelternrat neu formiert

Der Magdeburger Stadtelternrat hat eine neue Spitze. Turnusgemäß wurde das Gremium neu gewählt. Im Hegelgymnasium hatten sich die Delegierten aller Magdeburger Schulen dazu getroffen. Aus den Reihen der anwesenden Eltern von Kindern und Jugendlichen aller Schulformen wurden die 25 Mitglieder des Stadtelternrates gewählt.

In einer weiteren Wahl wurde aus deren Mitte ein neuer Vorstand bestimmt. Neue Vorsitzende ist Annette Kirstein, deren Kind die Grundschule Am Brückfeld besucht und die zuvor stellvertretende Vorstandsvorsitzende war. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Tim Liebe gewählt, der das Albert-Einstein-Gymnasium vertritt und zuletzt Vorsitzender war. In einem Jahr wird er aus dem Gremium ausscheiden, da seine Tochter die Schule abschließt. Beisitzerinnen sind Katja Buchmann, die die Gemeinschaftsschule „Ernst Wille“ vertritt, und Anita Schmidt, deren Kind die Förderschule „Anne Frank“ besucht. Beisitzer ist jetzt Torsten Krull, dessen Kind am Norbertusgymnasium lernt.

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Ein Tag, der über die Zukunft entscheidet

„Wie geht es nach der Schule weiter?“ Viele Jugendliche stellen sich diese Frage und wissen oft noch nicht, welche beruflichen Perspektiven sich ihnen eröffnen. Dies greifen die Berufsbildenden Schulen „Dr. Otto Schlein“ am Sonnabend auf und öffnen ihre Schultüren. In der Zeit von 9.30 bis 12.30 Uhr werden 20 Bildungsgänge der Gesundheits-, Sozial- und Laborberufe der Einrichtung in Alt Westerhüsen 51/52 vorgestellt. Dabei stehen den Interessierten neben den Lehrern auch Schüler zur Verfügung, um einen Einblick in den Schulalltag zu vermitteln und Fragen zum Beispiel zu Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalten, Karrieremöglichkeiten und Bewerbungen für die Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachoberschulen und Berufsschulen zu beantworten. Unterlagen können mitgebracht und gleich eingereicht werden. Unter anderem werden in den BBS BFS biologisch-technische, chemisch-technische und pharmazeutisch-technische Assistenten, Ergotherapeuten, Bademeister und Masseure sowie medizinische, zahn- und tiermedizinische Fachangestellte und Zahntechniker ausgebildet. 1400 Schüler lernen aktuell in Westerhüsen.

Volksstimme Magdeburg