Pressemeldung der Landesregierung vom 24.03.2020

Auszug:
„Bis Sonntag, 19. April, soll das öffentliche Leben in Sachsen-Anhalt weitgehend ruhen, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen. Schulen und Kindertagesstätten bleiben damit eine Woche länger als bisher geplant geschlossen; die Regelungen zur Notbetreuung werden erweitert.“

Schulen im Land bleiben länger zu

bi-Prüfungen werden in Sachsen-Anhalt verschoben / 500-Millionen-Hilfspaket aufgelegt
Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt bleiben länger dicht als bislang geplant. Und: Die Landesregierung will 500 Millionen Euro zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bereitstellen.

Schulen und Kindertageseinrichtungen sollen frühetens wieder am Montag, 20. April, und damit eine Woche später als bisher vorgesehen ihre Pforten öffnen. Das teilte gestern Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit. Im Land gibt es 197 100 Schüler, weitere 150 000 Kinder besuchen Kitas.

Die Regeln zur Notbetreuung werden erweitert. Diese ist jetzt möglich, wenn ein Elternteil in der medizinischen, veterinärmedizinischen, pharmazeutischen oder pflegerischen Versorgung tätig ist. Dann kann für Kinder bis zwölf Jahre ein Platz in Kita, Schule oder Hort in Anspruch genommen werden.

Für andere Familien gilt wie bisher: Notbetreuung ist möglich, wenn beide Erziehungsberechtigten zu unentbehrlichen Schlüsselpersonen gehören – wie Feuerwehr, Polizei, Justiz oder Rettungsdienst.

Abi-Prüfungen werden verschoben
Wegen der Verlängerung der Schulschließungen ändert Bildungsminister Marco Tullner (CDU) den Zeitplan für die Abiturprüfungen. Ursprünglich sollten diese am 27. April beginnen, das gilt nun nicht mehr. Neue Termine würden in den nächsten Tagen bekanntgeben, teilte sein Sprecher mit. Darüber hinaus werde man jedem Schüler in diesem Jahr zwei Termine für die schriftlichen Abi-Prüfungen anbieten. Betroffen von der Planänderung sind rund 5700 Schüler.

Bereits in der vorigen Woche waren die Prüfungen für die rund 8000 Realschüler verschoben worden. „Wir garantieren weiterhin, dass jeder Absolvent einen ordentlichen und fairen Zugang zu einem Abschluss bekommt“, betonte Tullner.

Volksstimme Magdeburg

Schulprüfungen werden verschoben

Die Prüfungen für den Realschulabschluss werden in Sachsen-Anhalt verschoben. Ursprünglich sollten diese am 20. April beginnen. Der neue Zeitplan sieht als ersten Prüfungstag den 11. Mai vor. Davon betroffen sind rund 8000 Realschüler. Das teilte das Bildungsministerium gestern mit. Die schriftliche Prüfung im Fach Deutsch ist nun am 11. Mai, er folgen die Fächer Englisch (13. Mai) und Mathematik (15. Mai).

Der Fahrplan für die bevorstehenden Abiturprüfungen bleibt laut Bildungsministerium davon derzeit unberührt. Die Prüfungen für die etwa 5700 Schüler sollen wie geplant am 27. April beginnen. Für alle Schüler, die die ursprünglichen Termine aufgrund der aktuellen Situation nicht wahrnehmen können, gibt es reguläre Nachschreibetermine Anfang Juni.

In Bayern sind die Abiturprüfungen um drei Wochen auf den 20. Mai verschoben worden.

„Wir werden sicherstellen, dass jeder Absolvent einer Schule in Sachsen-Anhalt einen fairen Zugang zu den Prüfungen bekommt und damit die Chance erhält, den gewünschten Schulabschluss zu erreichen“, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU).

In Sachsen-Anhalt sind die Schulen bis zum 13. April geschlossen.

Volksstimme Magdeburg

Erste Bilanz: Schulen und Kitas weitestgehend leer

Großteil der Familien folgt den Appellen / Notbetreuung für Kinder, deren Eltern besonders im Job gebraucht werden, greift ab morgen

Wo sonst kurz vor acht Schülerhorden zu Fuß und mit dem Fahrrad entlangströmen, war am Montag vielerorts kaum jemand zu sehen. Auf die am Freitagnachmittag kurzfristig verkündete Schließung von Schulen und Kitas wegen des sich ausbreitenden Corona-Virus hatten sich zum Wochenstart offenbar sehr viele Familien eingestellt. Lehrer nahmen mit Eltern und Schülern Kontakt auf, um Aufgaben für die Zeit außerhalb der Schule abzusprechen. Das Land hält seit längerer Zeit digitale Lernplattformen bereit.

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Land schließt alle Schulen und Kitas

347 100 Kinder betroffen / 1266 Sachsen-Anhalter in Quarantäne / 33 Infizierte. In Sachsen-Anhalt gibt es mittlerweile 33 bestätigte Corona-Fälle, aber bisher keinen schweren Krankheitsverlauf. Ab Montag schließen bis Ostern alle Schulen und Kitas.

„Ein weiteres Zögern bringt nichts. Jetzt geht es um den Schutz von Leib und Leben, das hat absolute Priorität“, sagt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) bei der Verkündung der Regierungsentscheidung. Die Schulen bleiben vorläufig bis zum 13. April geschlossen. Wie danach verfahren wird, ist offen. „Wir wissen vieles noch nicht“, erklärt er gestern. Im Land gibt es 197 100 Schüler, weitere 150 000 Kinder besuchen Kitas. Nachteile sollen den Schülern nicht entstehen. „Für jeden wird es Möglichkeiten geben, die Abschlussprüfungen abzulegen“, sagt Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Er versichert, dass alle Abiturabschlüsse anerkannt werden. „Egal, unter welchen Rahmenbedingungen diese gemacht werden“, so Tullner.

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Kitas und Schulen ab Montag geschlossen

In der Landeshauptstadt Magdeburg bleiben ab Montag, dem 16. März 2020 alle Kindertageseinrichtungen, allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen geschlossen. Die Regelung gilt vorerst bis zum 13. April 2020 und folgt dem Beschluss der Landesregierung. Damit soll die Weiterverbreitung des gefährlichen Coronavirus‘ und eine Erhöhung der „Covid-19“-Erkrankungen eingedämmt werden. Die Schwimmbäder der Landeshauptstadt sind bereits ab morgen geschlossen. Über diese und weitere Auswirkungen der Corona-Epidemie informierten Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und der Magdeburger Amtsarzt Dr. Eike Hennig am 13. März in einem Pressegespräch.

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Schulbezirke für Grundschüler berechnet

Diskussion im Schulausschuss um Grund für drei Rechengänge und um frühzeitige fehlerhafte Anmeldungen

Die Satzung über die Schulbezirke für die Kinder, die im Schuljahr 2021/22 in kommunalen Grundschulen eingeschult werden, wurde am Dienstag im Ausschuss für Bildung, Schule und Sport diskutiert. Mit vier Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme empfahl das Gremium dem Stadtrat, die Drucksache aus der Stadtverwaltung zu beschließen.

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Digitales Lernen für Schüler in Quarantäne

Tullner setzt auf bewährte Angebote im Netz

Die Schüler, die derzeit wegen des neuartigen Coronavirus vorsorglich zu Hause sind, können die Zeit aus Sicht von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gut mit digitalen Lernangeboten überbrücken. „Wir haben da ein bewährtes System, das auch schon ein paar Jahre läuft“, sagte der Minister der dpa in Magdeburg. „Die Lehrer werden es im individuellen Mailverkehr oder in anderen Kommunikationsformen möglich machen, dass die Kinder in den 14 Tagen am Unterricht teilhaben. Das kann man organisieren und das geht auch, glaube ich, ganz gut.“ Das sei bewährt etwa für den Fall, dass Kinder länger krank sind.

Derzeit sind laut Ministerium Schülergruppen aus acht Schulen sowie ihre Begleiter in verschiedenen Regionen Sachsen-Anhalts in häuslicher Quarantäne, nachdem sie aus Skilagern in Südtirol zurückgekehrt waren. Auch Kinder von Erkrankten müssen zu Hause bleiben. Bei keinem der Schüler wurde bislang der Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Als letztes Bundesland waren in Sachsen-Anhalt am Dienstag die ersten nachgewiesenen Infektionen bekannt geworden.

Bildungsminister Tullner sagte mit Blick auf die digitalen Lernangebote: „Da haben wir schon gute Formate.“ Es gebe beispielsweise die Lernplattform Moodle, mit der Schüler in einem geschützten Bereich des Internets lernen, üben und kommunizieren könnten. Für die Nutzer könnten individuell Inhalte freigeschaltet werden. Zudem gebe es eine Bildungscloud des Landes, mit der die Lehrkräfte und Schüler Daten und ganze Verzeichnisse hochladen und herunterladen könnten. Die Daten könnten passwortgeschützt auch mit Kollegen, Schülern sowie Eltern geteilt werden. Über den Bildungsserver stünden mehr als 13 000 Medien für alle Fächer des Unterrichts zur Verfügung.

Betriebspraktika für Schüler der Klassen 8 und 9

Sachsen-Anhalt erweitert die Berufsorientierung

In Sachsen-Anhalt sollen Schülerinnen und Schüler verstärkt Berufsfelder erproben und praktische Erfahrungen sammeln, um den für sie richtigen Beruf zu finden. Das Berufsorientierungsprogramm des Landes, das jährlich mehr als 10 000 Jugendliche nutzen, wird dazu erweitert. Die Schülerbetriebspraktika in Klasse 8 und 9 ergänzten künftig die schon etablierte Kompetenz und Betriebserkundung in der Klasse 7, erklärte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Freitag in Magdeburg.

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Neue Regeln für Schulgrößen

Mindestens 50 Schüler für Oberstufe nötig

Die Landesregierung hat gestern neue Regeln für die Schulentwicklungsplanung gebilligt. Für alle Schulformen mit eigener Oberstufe – dazu gehören Gymnasien, Gemeinschaftsschulen und Integrierte Gesamtschulen – sollen künftig dieselben Mindestschülerzahlen gelten. Ziel sind mindestens 75 Schüler. Um gefährdete Standorte zu erhalten, können aber auch Oberstufen mit 50 Schülern eingerichtet werden. Schulen, die auch unter diese Größe fallen, sollen kooperieren können, um Standorte zu erhalten. Gemeinschaftsschulen nur mit den Klassen 5 bis 10 werden Sekundarschulen gleichgestellt. Es gilt die Mindeschülerzahl von 240. Bei mindestens 180 Schülern können die Schulträger Ausnahmegenehmigungen zum Fortbestand beantragen.

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