Einstein-Gymnasium bekommt Zuwachs

Insgesamt 130 neue Schüler starten in das Schuljahr

Mit dem neuen Schuljahr startet auch wieder der Präsenzunterricht und die Neuankömmlinge können in ihrer neuen Schule begrüßt werden. Doch es gelten weiterhin strenge Regeln.

Heute beginnt das neue Schuljahr. Und so auch für 130 Schüler, die das erste Mal einen Fuß in das Albert-Einstein-Gymnasium setzen werden. Wegen der Corona-Pandemie fanden Veranstaltungen wie der Tag der offenen Tür nicht statt, sagt Schulleiterin Marga Kempe. Die Schüler konnten daher noch nicht in die Schule hineinschnuppern. Doch um die Neuankömmlinge nicht ins Ungewisse laufen zu lassen, hat sich die Schule etwas überlegt. Auf der Internetseite des Einstein-Gymnasiums kann per Video ein Rundgang durch die Schule miterlebt werden.

Ab heute wieder belebt: das Einsteingymnasium in Neu-Olvenstedt Foto: M. Papritz
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Bunte Schule in Keimzelle der Kultur

Neue Leiterin der Sekundarschule „Heinrich Heine“ setzt auf Kommunikation und Einbindung in den Stadtteil

Schulleiterin einer Sekundarschule zu sein in einem sozial sehr gemischten Einzugsgebiet wie Buckau gehört landläufig nicht zu den Traumjobs. Warum tun Sie sich das trotzdem an? Muss man in heutigen Zeiten ja fast fragen. Ich bin schon seit Jahrzehnten an der Schule und wollte die Einrichtung noch mal neu in Buckau verorten. Dazu gehört für mich, die Schule voranzubringen mit den Visionen, die ich habe. Ich möchte gern das Potenzial der Schule nutzen und sie noch viel stärker an den Stadtteil Buckau anbinden, der auch über sehr viel Potenzial verfügt. Was sind Ihre wichtigsten Ziele? Ich möchte ein Mehr an Miteinander, mehr Kommunikation unter Kollegen und unter Schülern und mit dem Umfeld. Schule bedeutet für mich nicht nur sechs Stunden Frontalunterricht. Das funktioniert nicht mehr. Wir müssen uns einbinden, wir müssen uns mehr Zeit nehmen, um das Paket Schule rund zu machen, damit wir Erfolge mit und für die Schüler haben.

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Noch keine CO2-Melder für die Schulen

Seit Monaten ist die Rede davon, dass in den Schulen zum Schutz vor dem Coronavirus Luftfilter zum Einsatz kommen sollen. Wie Kerstin Richter, Leiterin des Fachbereichs Schule und Sport, im Ausschuss für Bildung, Schule und Sport berichtete, wird Magdeburg aber nicht vom von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten Förderprogramm profitieren können. Sie sagte: „Wir haben in Magdeburg in den Schulen einfach keine Räume, für die Anlagen über das Lüftungsprogramm beantragt werden können.“

Für zwei Grundschulen sollen jetzt aber Restmittel aus dem Haushalt genutzt werden, um Räume mit Lüftungsanlagen auszustatten. Eine andere Möglichkeit, den Corona-Schutz zu stärken, sind die sogenannten CO2-Ampeln. Mit ihnen wird über den Kohlendioxidanteil in der Raumluft gemessen, wie verbraucht diese bereits ist und ob es einmal wieder an der Zeit wäre, die Fenster zum kräftigen Lüften aufzusperren. Gerade in der kalten Jahreshälfte dürfte das von Interesse sein, wenn man verhindern möchte, dass Schüler und Lehrer bei dauerhaft geöffneten Fenstern frieren müssen.

Doch auch diese im Vergleich zu den Lüftungsanlagen preiswerten Geräte sind zum heutigen Schulbeginn noch nicht am Start. Grund: Noch fehlt die Richtlinie des Landes, um bestellen zu dürfen. Und da Magdeburg 2000 Schulräume hat, kommen Kosten von etwa 500000 Euro zusammen. Das bedeutet, dass europaweit ausgeschrieben werden muss. Normalerweise dauert das drei bis vier Monate. Es liefen aber Gespräche mit der Vergabestelle, um den Prozess zu beschleunigen.

Volksstimme Magdeburg

Schülerrat will gendergerechte Sprache

Der Landesschülerrat hat sich für den Gebrauch geschlechtergerechter Sprache in Schulen ausgesprochen. „Gendergerechte Formulierungen sind definitiv ein gutes Mittel, um Sprache gerechter zu gestalten“, sagte Landesschülerratsvorsitzender Felix Schopfgestern. Der Freistaat Sachsen hatte Schulen zuvor den Gebrauch des Gendersterns untersagt. In Sachsen-Anhalt gelten ähnliche Vorgaben. Die Kopplung weiblicher und männlicher Formen ist hingegen möglich.

Volksstimme Magdeburg

Kein Platz für Genderstern in Schulen

Sachsen untersagt Doppelpunkt und Binnen-I, Sachsen-Anhalt macht ganz ähnliche Vorgaben

Schluss für Genderformen wie „Schüler*innen“ in Sachsen: Der Freistaat verpflichtet seine Schulen auf die Rechtschreibregeln des Dudens. Sachsen-Anhalt verweist auf ähnliche Regelungen. Ein Blick in die Schulen aber zeigt, das Thema wird unterschiedlich gehandhabt und die Debatte hat erst begonnen.

Auf ihrer Internetseite begrüßt die Lessing-Ganztagsschule in Salzwedel die
neuen Fünftklässler in diesen Tagen ganz selbstverständlich als neue „Schüler*innen“. Anders das Hegel-Gymnasium in Magdeburg. Hier werden Kinder und Jugendliche als „Schülerinnen und Schüler“ angesprochen. Nach geltenden Vorgaben des Landes ist die zweite Version korrekt – die erste hingegen nicht. Woher aber sollen die Schulen das wissen? Auf Volksstimme-Anfrage stellte das Bildungsministerium gestern klar: Für Schulen gilt das „Gesetz zur Förderung der Gleichstellung der Frau in der Rechts und Verwaltungssprache“ aus dem Jahr 1992. Und das sieht für geschlechtergerechte Sprache nun mal nur die Kopplung von weiblicher und männlicher Form sowie neutrale Begriffe wie „Lehrkräfte“ oder „Studierende“ vor. Genderformen mit Sternchen, Doppelpunkt oder Binnen-I sind dagegen nicht gestattet.

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Ungeimpft ins neue Schuljahr In keinem Bundesland sind so wenige Jugendliche vollständig geschützt wie in Sachsen-Anhalt

Übermorgen beginnt für 200 000 Schülerin Sachsen-Anhalt das neue Schuljahr.

Es ist das dritte in der Pandemie. Mit dem Schulstart gilt ausnahmslos wieder Anwesenheitspflicht. Teilnehmen darf zugleich aber nur, wer getestet, genesen odergeimpft ist. Letzteres gilt in Sachsen-Anhalt im Vergleich erst für relativ wenige Schüler. Kurz vor Ende de r Ferien ist in Sachsen-Anhalt nach Zahlen des Robert-Koch – Instituts nur gut jeder sechste Schüler ab 12 Jahre einmal gegen das Coronavirus geimpft (17,1 Prozent). Noch weniger sind es nur in Sachsen (16,6). In Schleswig-Holstein ist es mit 44,6 Prozent fast jeder Zweite. Trotzdem gilt zum Schulstart am Donnerstag Präsenzpflicht für alle. Eine Befreiung, wie vor den Ferien noch möglich, ist nicht mehr vorgesehen.

Tests: Beim Schulbesuch gilt jetzt – wie in anderen Bereichen – die Einhaltung der „3G-Regel“. Das heißt Schüler und Lehrpersonal müssen geimpft, genesen oder getestet sein. Da die Ständige Impfkommission (Stiko) die Corona-Impfung erst ab 12 Jahren empfiehlt, steht bei Schülern das Testen im Vordergrund. Am ersten Schultag müsse n sich alle Schüler und das Personal einem Test unterziehen. In den folgenden beiden Wochen werde jeweils dreimal getestet , sagte Ministeriumssprecher Stefan Thurmann. Danach gilt dasselbe System wie vor den Ferien, also zwei Tests pro Woche. Ausnahmen gelten für Geimpfte und Genesene. Wer Test und Impfung verweigert, darf die Schule nicht betreten, verstößt damit aber gegen die Schulpflicht. Dann kann ein Bußgeld verhängt werden .

Maskenpflicht: Im Schulgebäude gilt Maskenpflicht, nicht aber im Unterricht. Das Ministerium setzt in den Räumen – wie im Vorjahr – vor allem auf regelmäßiges Lüften. Zusätzlich bezahlt das Land CO2-Ampeln für die rund 20000 Klassenräume im Land, schon seit Ende Juli könnten Schulträger die Geräte bestellen, hieß es. Die CO 2-Ampeln melden, wenn der Kohlendioxid-Anteil in der Luft zu stark steigt – indirekt sind sie damit Indikator auch für die Zunahme virenhaltiger Aerosole. Das Land hat darüber hinaus den Bedarf an Luftfiltergeräten abgefragt , die Viren aus der Luftfiltern können. Die Meldefristläuft morgen ab. Zahlen zu Rückmeldungen nannte das Ministerium nicht. Übermorgen beginnt für 200 000 Schülerin Sachsen-Anhalt das neue Schuljahr. Es ist das dritte in der Pandemie. Mit dem Schulstart gilt ausnahmslos wieder Anwesenheitspflicht. Teilnehmen darf zugleich aber nur, wer getestet, genesen oder geimpft ist. Letzteres gilt in Sachsen-Anhalt im Vergleich erst für relativ wenige Schüler.

Quarantäne: Wird ein Kind positiv getestet, entscheiden die Gesundheitsämter über eine Quarantäne für den betreffen – den Schüler oder die gesamte Klasse. In Berlin – dort hat die Schule am 9.August begonnen – hat das Thema zu Streit zwischen der Gesundheitsverwaltung und Amtsärzten in den Bezirken geführt. Die Ärzte wollten nur noch die positiv Getesteten selbst in Quarantäne schicken. Die Verwaltung hielt das für zu riskant. Jetzt soll eine verkürzte Quarantäne von5statt 14 Tagen für betroffene Klassen gelten.

Die Expertenmeinung: Der Kinderarzt und Impfexperte Gunther Gosch hält auch im Fall einer vierten Corona-Welle die vergleichsweise geringe Impfquote bei Jugendlichen im Land nicht per se für problematisch: „Es darf nicht der Eindruck erweckt werden, dass Schulen nur stabil arbeiten können, wenn alle Kinder geimpft sind“, sagte er gestern. Die Stiko habe in ihrer Impfempfehlung für die Wirkstoffe von Biontech und Moderna ab 12 Jahren ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Zugang von Kindern zu Bildung nicht von einer Impfung abhängig gemacht werden darf. Nach neuesten Daten überwiege der Nutzen der Impfung gegenüber dem Risiko. „Ich kann aber verstehen, wenn Eltern sagen, sie wollen ihr Kind nicht impfen“, ergänzte Gosch. So kämen vor allem bei Jungen nach Impfungen in sehr seltenen Fällen Herzmuskelentzündungen vor.

Digitalisierung: Die Kultusminister haben sich zum Präsenzunterricht bekannt. Für flächendeckendes Homeschooling übers Internet wären die Schulen aber auch noch nicht fit. Fortschritte gibt es dennoch : Laut Bildungsministerium haben die Schulen dank Digitalpakt 30600 Leihgeräte für Schüler bekommen, 19500 für Lehrer. Von 774 Anträgen auf Digitalpaktmittel für Investitionen in IT sind 507 mit einem Volumen von 76 Millionen Euro bewilligt – 137,5Millionen stehen dem Land insgesamt zur Verfügung. Mitte August waren zugleich allerdings erst 286 von 933 Schulen ans schnelle Internet des Landesdatennetzes angeschlossen.

Lehrermangel: Neben der Pandemie wird nach Ansicht der Linksfraktion der Personalmangel auch das neue Schuljahr prägen. Ein Grund sei die Zunahme der Schülerzahl durch 2600 Kinder und Jugendliche, die das Jahr freiwillig wiederholen, sagte Bildungspolitiker Thomas Lippmann. Für sie allein seien rechnerisch 150 Lehrer-Vollzeit – stellen zusätzlich notwendig . Lippmann forderte die unkomplizierte Einstellung von Honorarkräften. Das Ministerium erklärte, solche Einstellungen seien bereits über ein Corona-Nachhilfe-Programm möglich.

Volksstimme Magdeburg

Zweisprachiger Unterricht am Hegel-Gymnasium Magdeburg ist in Gefahr

Eine Hiobsbotschaft gab es kurz vor den Sommerferien für Schüler des Hegel-Gymnasiums: Das Fach Geografie kann im nächsten Schuljahr nicht auf Englisch angeboten werden.

Eine bilinguale Abiturprüfung in Geografie wird am Hegel-Gymnasium in Magdeburg vorerst nur noch im nächsten Schuljahr möglich sei. Denn beide Lehrerinnen, die das Fach auf Englisch unterrichteten, haben die Schule gewechselt. Ein Ersatz wurde nicht gefunden. Deshalb werden im nächsten Schuljahr nur noch die Schüler der zwölften Klasse bilingual in Geografie unterrichtet. Die Eltern sind entsetzt und fordern vom Landesschulamt eine Lösung. Schließlich haben sie ihre Kinder ganz bewusst am Hegel-Gymnasium angemeldet, damit sie das Abitur in zwei Sachfächern in Englisch ablegen können.

Sie setzen sich für eine Fortführung des bilingualen Unterrichts im Fach Geografie am Hegel-Gymnasium ein: Amre Mohamed, Emilia Smolarek, Andrea Jauert, Amelie Smolarek, Sandra Wilk und Jens-Peter Schwarzfeld.
Sie setzen sich für eine Fortführung des bilingualen Unterrichts im Fach Geografie am Hegel-Gymnasium ein: Amre Mohamed, Emilia Smolarek, Andrea Jauert, Amelie Smolarek, Sandra Wilk und Jens-Peter Schwarzfeld. Foto: Christina Bendigs
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Neubau für Förderschule geplant

Mehr Platz unterm Regenbogen und in der Schule „Hand in Hand“

Zwei große Schulprojekte strebt die Stadt Magdeburg an: Die Regenbogenschule und die Förderschule Hand in Hand sollen bessere Lernbedingungen erhalten.
Ein Neubau und ein Erweiterungsbau sind geplant. Beide Schulen erfüllen den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.

Schon jetzt wird es in der Regenbogenschule manchmal eng. Normalerweise lernen dort sieben Kinder pro Klasse. Doch weil die Zahl der Schüler gestiegen ist, sind es oft acht oder neun Schüler pro Klasse. Dasstellt Lehrer vor dem Hintergrund des besonderen und individuell unterschiedlichen Förderbedarfs der Kinder und Jugendlichen vor große Herausforderungen.

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Schulen brauchen Sozialarbeit

Verwaltung will 13 kommunal finanzierte Stellen in Magdeburg für 1,1 Millionen Euro beibehalten

Die Stadt Magdeburg möchte die Schulsozialarbeit an 13 Schulstandorten in Magdeburg fortsetzen, darunter sind Grund- und Förderschulen ebenso wie Gemeinschaftsschulen. Die Schulen wurden nach Bedarf ausgewählt. Ein spezieller Kriterienkatalog wurde zugrunde gelegt. Damit die Verwaltung entsprechende Verträge mit Trägern der Schulsozialarbeit abschließen kann, muss der Stadtrat dem zustimmen. Die entsprechende Drucksache ist Thema im Stadtrat während der Sitzung am 9. September. Die Kosten belaufen sich auf gut 1,1 Millionen Euro. Fördergeld ist nicht zu erwarten.

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