Testpflicht an Schulen ab Montag

Ohne negativen Schnelltest dürfen Schüler das Schulgelände dann nicht mehr betreten

Die Testpflicht kommt. Ab nächster Woche müssen alle Schüler einen negativen Schnelltest vorweisen, bevor der Unterricht beginnt. Wer einen falschen Test vorlegt, muss mit Bußgeld rechnen.

Alle Schüler in Sachsen-Anhalt müssen sich ab kommender Woche testen lassen, wenn sie das Schulgelände betreten wollen. Das kündigte das Bildungsministerium des Landes gestern an. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Testpflicht: • Wo können sich die Schüler testen lassen? In der Schule oder in einem Schnelltest-Zentrum. Das jedenfalls soll nach Vorstellungen von Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) die Regel sein. Möglich sein soll aber auch, dass Eltern die Test-Sets für ihre Kinder von der Schule abholen und dann zu Hause testen. Das Ergebnis müssen die Schüler dann vor Beginn des Präsenzunterrichts vorlegen. •

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Für sieben Schulen wird gelost

Auf der Warteliste stehen noch 161 Namen

Eine einschneidende Entscheidung für Kinder fällt Monate vor dem Abschluss der vierten Klasse: Dann stellt sich heraus, an welcher weiterführenden Schule sie weiterlernen werden. In Magdeburg bedeutet das seit Jahren ein Gerangel, wie es sich nicht für einen geordneten Schulhof geziemt. Der Grund: Einige der weiterführenden Schulen sind so begehrt, dass die Plätze hier partout nicht ausreichen. Die Folge: Es wird gelost. Jahr für Jahr wird in den Abschlussklassen der Grundschulen abgefragt, welche weiterführenden Schulen die Kinder besuchen sollen. Während der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Schule und Sport berichtete gestern Kerstin Richter, Leiterin des Fachbereichs Schule und Sport, über den Zwischenstand des Verfahrens. Sie betonte: „Dabei handelt es sich aber wirklich um einen Zwischenstand. Das endgültige Ergebnis wird anders aussehen, und wir werden es erst am Ende des Schuljahres sehen.“

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Stadt wartet noch auf die Sitzenbleiber

Einfluss der Corona-Krise schlägt sich noch nicht in konkreten Zahlen nieder.

Monatelanges Homeschooling hat den Unterrichtsbetrieb auf den Kopf gestellt. Absehbar ist, dass bei einigen der Lernerfolg nicht sonderlich hoch war. Denkbar ist daher, dass die Zahl derer, die eine Klasse wiederholen, steigt. Doch wie viele das sind, ist noch nicht klar.

Eine Klasse zu wiederholen, ist ein tiefer Einschnitt ins Leben von Kindern und Jugendlichen: Es ist Zeugnis dafür, den Erwartungen nicht genügt zu haben, viele empfinden es als demotivierend, eine Klasse zu wiederholen. Lehrerverbände und Bildungswissenschaftler haben in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, dass bei vielen der Lernerfolg und damit die Versetzung in die nächste Klasse mit den Einschränkungen des Schulbetriebs wegen der Corona-Krise massiv gefährdet ist. Die Stadtverwaltung hat deshalb an den Schulen nachgefragt. Denn was für einige Kinder und Jugendliche und deren Familien ein persönliches Problem ist, würde sich für die Stadt zu einem Kapazitätsproblem ausweiten, wenn die Zahl derer steigt, die eine Klasse wiederholen müssen (in den ersten Klassen ist von Verweilen die Rede). Denn aus den Kindertagesstätte werden natürlich in kaum verändertem Maß Erstklässler nachrücken.

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Agenturen vermitteln Lehrer

Auf die Ausschreibung von 1000 Stellen für Lehrkräfte sind laut Bildungsministerium zahlreiche Bewerbungen von insgesamt 787 Bewerberinnen und Bewerbern eingegangen. Für 331 Stellen habe es keinen Bewerber gegeben, teilte das Ministerium auf Nachfrage in Magdeburg mit. Diese Stellen seien direkt im Anschluss an die Bewerbungsfrist am 14. März erneut ausgeschrieben worden.

Inzwischen lägen 65 Bewerbungen vor. Mit den Ausschreibungen sucht das Land zum neuen Schuljahr 1000 neue Lehrer in allen Schulformen. Inzwischen seien mehr als 700 Angebote verschickt worden, hieß es weiter. Etwa 250 positive Rückmeldungen der Bewerber lägen schon vor.

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Testpflicht an allen Schulen im Land

Corona-Regel ab 12. April: Ohne Nachweis darf niemand ins Gebäude.

Sachsen-Anhalts Landesregierung will mit verschärftem Testen die
Infektionszahlen drücken. Schüler ohne Nachweis müssen zu Hause bleiben. Schließungen aber lehnt Haseloff ab und gerät in Streit mit den Grünen.

Wie fast jeden Dienstag tagt die Ministerrunde in Magdeburg. Mit am Tisch sitzen auch die Fraktionsspitzen der Koalition. Hauptthema: Corona. Verschärfen? Öffnen? Ausgangssperren? „Es wurde wüst gestritten“, erzählt ein Minister. So fordern die Grünen Schulschließungen in hoch belasteten Landkreisen. Dort am Schulbetrieb festzuhalten „ist falsch“, meint Parteichef Sebastian Striegel. CDU und SPD halten dagegen. Vor allem Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) sieht keinen Sinn mehr in immer neuen Lockdowns. „Wir brauchen endlich Wirkungstreffer“, sagt er. „Mit Schließen und Festbinden werden wir nicht zum Ziel gelangen.“

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Wir alle wollen, dass die Schulen offen bleiben!

Folgenden Vorschlag haben wir, der StER Magdeburg, am 29.03.21 an den Bildungsminister Marco Tullner und an den Oberbürgermeister der Stadt Magdeburg, Dr. Lutz Trümper, geschickt:

Wir im Stadtelternrat Magdeburg treten dafür ein, dass Schulkinder, die den Schnelltest auf SARS-CoV2 nicht in der Schule machen möchten, alternativ aktuelle und personifizierte schriftliche Testergebnisse aus einem Corona-Schnelltest-Zentrum oder einer Apotheke in der Schule vorlegen können. Dafür sind entsprechende Kapazitäten in den Magdeburger Teststationen vorzuhalten.

Damit unterstützen wir einerseits den Wunsch vieler Eltern und Schüler*innen nach Schutz der Privatsphäre und nach Testen unter Aufsicht von Fachpersonal. Beides ist beim Testen im Klassenverband nicht gegeben. Wir unterstützen andererseits auch den vielfachen Wunsch nach nachweislich flächendeckendem Testen zum Infektionsschutz aller.

Wir alle wollen raus aus der Pandemie! Wir alle wollen, dass die Schulen offen bleiben!

Der Stadtelternrat Magdeburg

Schulstandorte auf dem Prüfstand

Die Stadtverwaltung legt Vorschläge für den Neubau von weiterführenden Schulen vor.

Magdeburg benötigt dringend mehr Platz an weiterführenden Schulen. Um mindestens einen Neubau wird die Stadt nicht herumkommen. Mehrere Standortvarianten liegen auf dem Tisch.

Angesichts einer unerwartet hohen Zahl an Kindern in den vergangenen Jahren ist es eng an einigen Grundschulen in Magdeburg – und mit dem Älterwerden der jungen Magdeburger ist es längst auch an den weiterführenden Schulen eng geworden. Daher braucht die Stadt mindestens eine neue weiterführende Schule. Grundsätzlich müsse gelten, so die Kulturbeigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz, dass zwar ausreichend Schulplätze geschaffen werden müssen. Es dürfe aber wegen des Gebots einer sparsamen Haushaltsführung keinen unnötigen Aufwuchs von Kapazitäten geben. Vom Preis her dürften die entsprechenden Schulbauten nicht unter 40 Millionen Euro zu haben sein, so die Einschätzung der Stadtverwaltung. Dazu müsste die Stadt Kredite aufnehmen. Vom Stadtrat als Standort für eine von zwei neuen Schulen beschlossene Sache ist ein Standort am Winterhafen. Doch die Stadtverwaltung hat jetzt eine Übersicht mit weiteren möglichen Lokalitäten zusammengestellt.

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Corona-Tests müssen in der Schule stattfinden

Die CoronaSchnelltests an Schulen haben in den vergangenen Tagen für reichlich Diskussionsstoff unter den Eltern gesorgt. Das Landesschulamt stellt nun klar, dass die Tests nicht zu Hause durchgeführt werden dürfen, sondern in der Schule. Das berichtet Tobias Kühne als Pressesprecher des Landesschulamtes. Da positive Testergebnisse sofort an das Gesundheitsamt der Stadt Magdeburg zu melden seien, könne das Landesschulamt keine Auskunft darüber geben, wie viele positive Testergebnisse es an den Magdeburger Schulen bislang gegeben hat.

Ist ein Test positiv, werde der oder die Betroffene umgehend isoliert und die Eltern informiert, berichtet Tobias Kühne weiter. Das zuständige Gesundheitsamt entscheide, welche Folgen ein positives Testergebnis habe. Wie weitreichend Quarantäne-Anordnungen sind und wie viele Personen daCorona-Tests müssen in der Schule stattfinden von betroffen seien, entscheide ebenfalls das zuständige Gesundheitsamt. Tobias Kühne: „Erst diesen Festlegungen folgt dann die Schulorganisation.“ Es könnte zum Beispiel der Fall eintreten, dass für so viele Lehrkräfte vom Gesundheitsamt Quarantänen angeordnet werden, dass der Unterrichtsbetrieb in Präsenz nicht mehr aufrechterhalten bleiben kann. Entsprechend müsse dann umorganisiert werden.

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Schülerticket in Magdeburg auf der Kippe

Das Landesverwaltungsamt attackiert den ab September 2021 vorgesehenen kostenlosen Nahverkehr für Schüler in Magdeburg als unbezahlbar. Von Katja Tessnow

Tausende Schüler in Magdeburg nutzen täglich Busse und Bahnen für den Schulweg. Ab dem kommenden Schuljahr sollte das für alle Magdeburger Schüler kostenlos sein. Ob es so kommt, ist wieder offen. Das Landesverwaltungsamt droht die Beanstandung des Ratsbeschlusses wegen klammer Kassen an. Foto: Katja Tessnow
Tausende Schüler in Magdeburg nutzen täglich Busse und Bahnen für den Schulweg. Ab dem kommenden Schuljahr sollte das für alle Magdeburger Schüler kostenlos sein. Ob es so kommt, ist wieder offen. Das Landesverwaltungsamt droht die Beanstandung des Ratsbeschlusses wegen klammer Kassen an. Foto: Katja Tessnow

Ab September 2021 sollen alle Magdeburger Schüler kostenlos und jederzeit Bus und Bahn im Stadtgebiet nutzen dürfen. Das hat der Magdeburger Stadtrat beschlossen. Jetzt droht das Land, das kostenfreie Schülerticket zu kippen.
„Es ist festzustellen, dass angesichts der massiven Verschlechterung der städtischen Haushaltslage die Übernahme von derart kostenintensiven neuen freiwilligen Leistungen wie im vorliegenden Fall den Grundsätzen einer wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung widerspricht. Ich beabsichtige daher, den Beschluss kommunalaufsichtlich zu beanstanden“, beschließt ein Mitarbeiter des Referats Finanzen beim Landesverwaltungsamt sein zweiseitiges Schreiben an den Oberbürgermeister. Bis 31. März 2021 hat die Stadtverwaltung nun ihrerseits die Möglichkeit einer Rückäußerung. Ohne schlüssige neue Argumente oder – noch besser – neue Deckungsquellen für die Bezahlung der Schülerfreifahrt bei den Magdeburger Verkehrsbetrieben (MVB) sieht es nicht gut aus für die freie Schülerfahrt. Möglich sind – je nach Ausgang des Verfahrens und der Haltung einer Ratsmehrheit dazu – Auseinandersetzungen bis vor Gericht.

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Corona-Test zum Schulbeginn

Etwa die Hälfte der Schüler des Albert-Einstein-Gymnasiums nehmen Abstrich von sich selbst

Das Albert-Einstein-Gymnasium war gestern eine der Schulen, in denen bereits die freiwilligen Corona-Selbsttests für Schüler ausgegeben wurden. Die Beteiligung in den einzelnen Klassen war sehr unterschiedlich, insgesamt aber nur mäßig.

„Daumen drücken, dass wir zur Schule gehen dürfen“, das ist derzeit die Devise von Teresa Heinemann. Die Abiturprüfungen stehen für die Zwölftklässlerin des Albert-Einstein-Gymnasiums bevor. Für ihren Kurs ist es da gestern Vormittag fast schon obligatorisch, dass alle die Möglichkeit nutzen, einen Corona-Schnelltest zu absolvieren, als Schulleiterin Marga Kempe zu Beginn der dritten Stunde mit den Test-Kits in die Klasse kommt und wissen möchte, welche Schüler sich testen wollen. Acht Schülersitzen im Raum – und damit ist die coronabedingt halbierte Klasse an diesem Tag auch  schon vollzählig.  Marga Kempe verteilt die  Test-Sets und erklärt den  Schülern kurz die Vorgehensweise.

Schülerin Teresa Heinemann stellte sich gestern am Albert-Einstein-Gymnasium dem Corona-Schnelltest. Es war das erste Mal, dass sie den Test allein durchführte. Am Ende freute sie sich über ein negatives Testergebnis. Fotos: Christina Bendigs
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