Schulminister verspricht stabile Server

Wenn am Montag für viele der 250 000 Schüler im Land der Distanzunterricht startet, soll die Technik für die Lernplattform „Moodle“ stabiler laufen als zuletzt. Ein fürs erste Quartal geplanter Umzug auf externe Server sei teils vorgezogen worden, teilte das Haus von Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gestern mit. Damit stünden ab sofort deutlich gestiegene Kapazitäten zur Verfügung.„Die neuen Strukturen werden die Situation spürbar entlasten.“ Und sie würden kontinuierlich ausgebaut, sagte Tullner. Allerdings könne es – wie überall bei extremen Nutzungssteigerungen – auch einmal zu Kapazitätsengpässen kommen.

Wegen zu vieler Zugriffe waren die Server für die Lernplattform Moodle vor Weihnachten zeitweise zusammengebrochen. Distanzunterricht gilt ab Montag und vorerst bis 31. Januar für alle Schüler, mit Ausnahme der Abschlussklassen.

Volksstimme Magdeburg

Tullner erwägt Ferien-Verschiebung

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Tullner erwägt, die Winterferien um eine Woche zu verschieben. Grund: die aktuellen Schulschließungen.

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) zeigt sich offen dafür, die Winterferien auszusetzen, um Unterrichtsstoff nachzuholen, der wegen der Corona-Pandemie aktuell nicht vermittelt werden kann:

„Wenn am 1. Februar wieder ein eingeschränkter Regelunterricht mit täglich wechselnden Halbgruppen für alle Schulklassen möglich ist, sollten wir darüber nachdenken, ob es klug ist, bereits eine Woche später in die Ferien zu gehen“, sagte Tullner am Donnerstag der Volksstimme.

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Normaler Unterricht nicht in Sicht

Schule vor Ort wird wohl Ausnahme bleiben / Heute beraten Kanzlerin und Länderchefs. Vor der Bund-Länder-Beratungen heute herrscht offenbar Einigkeit darüber, den Lockdown zu verlängern. Was aber heißt das für Schulen und Kitas?

In Sachsen-Anhalt wird es ab Montag vorerst keinen normalen Schulunterricht geben: „Klar ist, ein uneingeschränkter Regelbetrieb wird derzeit nicht möglich sein“, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gestern der Volksstimme.

Hauptgrund: Die nach wie vor hohe Zahl an Neuinfektionen im Land. Die Inzidenz – also die Zahl der Erkrankungen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen – lag gestern erneut bei 196,3. Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der ersten Corona-Welle im März betrug der Wert nur 17.

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40 Millionen Euro für digitale Klassenzimmer beantragt

Digitalisierung in Schulen bekommt im Corona-Jahr einen weiteren Bedeutungsschub

Sie hat schon seit einigen Jahren Konjunktur, doch dank Corona bekam die Digitalisierung im Jahr 2020 einen weiteren Bedeutungsschub. Vor allem an den Schulen fiel einmal mehr auf, was noch alles fehlt. Bund und Länder setzten eilige Förderprogramme auf, um die erkannten Lücken abzustellen. Wie weit sind sie damit in Sachsen-Anhalt gekommen? Eine Zwischenbilanz:

DIGITALPAKT: Seit einem Jahr ist der 5-Milliarden-Euro-Topf frei, mit dem Schulen digitale Helfer wie intelligente Tafeln und Tablets bekommen und ein stabiles Hausnetz aufbauen sollen. Sachsen-Anhalt stehen aus dem Topf 123 Millionen Euro zu. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) war zuversichtlich, dass das Geld schnell abfließt, denn das Land hat Erfahrungen mit einem eigenen Programm für digitale Unterrichtshelfer gesammelt – und erlebte Run auf das Geld.

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Was macht die Digitalisierung in Schulen?

Hausnetze, intelligente Tafeln oder Hilfen für Laptops. Sachsen-Anhalt will viel Geld für Technik an Schulen ausgeben – wird es nachgefragt?

Sie hat schon seit einigen Jahren Konjunktur, doch dank Corona bekam die Digitalisierung im Jahr 2020 einen weiteren Bedeutungsschub. Vor allem an den Schulen fiel einmal mehr auf, was noch alles fehlt. Bund und Länder setzten eilige Förderprogramme auf, um die erkannten Lücken abzustellen. Wie weit sind sie damit in Sachsen-Anhalt gekommen? Eine Zwischenbilanz:

Digitalpakt:
Seit einem Jahr ist der 5-Milliarden-Euro-Topf frei, mit dem Schulen digitale Helfer wie intelligente Tafeln und Tablets bekommen und ein stabiles Hausnetz aufbauen sollen. Sachsen-Anhalt stehen aus dem Topf 123 Millionen Euro zu. Bildungsminister Marco Tullner (CDU) war zuversichtlich, dass das Geld schnell abfließt, denn das Land hat Erfahrungen mit einem eigenen Programm für digitale Unterrichtshelfer gesammelt – und erlebte Run auf das Geld.

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Digitaler Kollaps bei Fernunterricht

Drei Tage lang sollten die oberen Klassen vor Weihnachten in den Distanzunterricht gehen. Doch schon gestern zum Start ging zeitweise nichts. Die Server der Lernplattform Moodle brachen zusammen. Der Frust in vielen Schulen ist groß.

Gestern Vormittag in der Stendaler Comenius-Sekundarschule. Das Kollegium sitzt zusammen, will den 230 Schülern der Jahrgänge ab Klasse 7 über die Lernplattform Moodle Online-Aufgaben für den bis 10. Januar verordneten Distanzunterricht bereitstellen.

Doch ab neun Uhr geht nichts mehr. Die Server brechen zusammen. Ähnliches Bild am privaten Domgymnasium in Magdeburg: Der Unterricht für 850 Schüler der Klassen 5 bis 12 war hier für die letzten Tage vor den Ferien komplett auf Moodle ausgerichtet, sagt Schulleiter Dietrich Lührs. „Es ist alles zusammengebrochen, wir warten dringend darauf, dass das System funktioniert.“ „Der Landesbildungsserver ist völlig überlastet“, schreibt auch ein Lehrer des Fallstein-Gymnasiums Osterwieck. „Wir können den Schülern keine Aufgaben zur Verfügung stellen und die Schüler können diese nicht abrufen.“

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Kostenloser Schnelltest für alle Lehrer

Angebot an 27 000 Beschäftigte in Schulen

Für alle Lehrer sowie für das schulische Personal wie pädagogische Mitarbeiter, Schulsozialarbeiter, Schulsekretärinnen und Hausmeister besteht am 7. und 8. Januar die Möglichkeit, sich freiwillig einem Corona-Schnelltest zu unterziehen. Das erklärte gestern das Bildungsministerium. Der Test weist innerhalb weniger Minuten das Ergebnis aus. Die Kosten übernimmt das Land.

Insgesamt können den Angaben zufolge mehr als 27 000 Mitarbeiter an allen 941 öffentlichen Schulen sowie den Schulen in freier Trägerschaft an den Testungen teilnehmen. 47 000 Tests wurden dafür in der vorigen Woche durch die Bundeswehr an 14 zentrale Standorte in Sachsen-Anhalt geliefert. Von dort erfolgte die weitere Verteilung.

Corona-Tests auch für Kita-Beschäftigte
Auch für die über 21 000 Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen bietet das Gesundheitsministerium Schnelltests an, die in dieser Woche verteilt werden.

Der Test-Zeitpunkt soll dabei ebenfalls in der ersten Januarwoche liegen. Er ist aber nicht auf den 7. und 8. Januar beschränkt, sondern kann grundsätzlich von den Einrichtungsleitungen bestimmt werden.

Volksstimme Magdeburg

Stadt macht mobil gegen Mobbing

Magdeburg arbeitet an Strategie / Einrichtung einer Beratungsstelle wird geprüft
Bisher hat Halle Sachsen-Anhalts einzige Beratungsstelle für Mobbingopfer. Nun prüft eine Arbeitsgemeinschaft die Schaffung einer Anlaufstelle in Magdeburg. Zudem wird an einer Anti-Mobbing-Strategie gearbeitet. Der Erhalt der Schulsozialarbeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Allerdings bekommt die Stadt nicht die nötige Unterstützung vom Land.

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Schulen im Land bleiben offen

Zahl der Schüler in Quarantäne steigt auf neuen Rekord

In Sachsen-Anhalt stehen so viele Schüler unter coronabedingter Quarantäne wie nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl stieg binnen einer Woche von 6343 auf 8039 Kinder und Jugendliche am gestrigen Freitag. Das sind knapp 3,3 Prozent der Schülerschaft. Die Zahl der bekannten Corona-Infektionen unter Schülern stieg im selben Zeitaum von 368 auf 524 – enthalten sind hier aber alle Infektionsfälle, nicht nur aktive Erkrankungen.

Bei Interessenvertretern von Lehrern und Eltern wächst unterdessen die Unzufriedenheit über die Entscheidung des Bildungsministeriums, die Schulen bis zum offiziellen Ferienbeginn am Freitag weiter geöffnet zu halten. Das Ministerium bestätigte die Planung gestern. Allerdings stimmen sich am Wochenende Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut ab – weitere Verschärfungen sind nicht ausgeschlossen.

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Ecole investiert Millionen

Im Sommer beginnt der Bau einer Dreifelderhalle in Barleben
Krisen können gemeinsam gemeistert werden! So lautet das Fazit von Thomas Grosse zum Jahr 2020. Laut dem Vorstand der Ecole-Stiftung Barleben standen beide Schulen unter derem Dach vor vielen Herausforderungen. Auch im kommenden Jahr gibt es reichlich zu tun. So plant der Bildungsträger Investitionen in Millionenhöhe.

Einen wichtigen Fakt stellt Thomas Grosse voran: „Die Schülerzahlen sind stabil geblieben und auch in den Kollegien beider Schulen gab es zum Schuljahreswechsel kaum Veränderungen.“ Die Unterrichtsabsicherung habe bei 100 Prozent gelegen. Wichtig sei dieser Wert vor allem für das Internationale Gymnasium „Pierre Trudeau“, „ein Wert, um den uns insbesondere die öffentlichen Schulen beneiden“, erklärt der Stiftungsvorstand gegenüber der Volksstimme.

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