Rückblick: Digitaler Elternstammtisch zur Berufsorientierung ab der 5. Klasse

Am 14. Januar 2026 lud der Stadtelternrat Magdeburg gemeinsam mit der KoSt Schulsozialarbeit Magdeburg zu einem digitalen Elternstammtisch zur Berufsorientierung ab der 5. Klasse ein.

Wir bedanken uns herzlich bei Marcella Mertig (Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt) und Claudia Wolf (Jugendberufsagentur Magdeburg) für die anschauliche und praxisnahe Gestaltung des Abends. Die Veranstaltung stieß mit bis zu 30 Teilnehmenden auf großes Interesse.

Die Handouts der Referentinnen stehen am Ende des Artikels zum Download bereit.

Warum Berufsorientierung so früh ein Thema ist

Der Stadtelternrat Magdeburg versteht Berufsorientierung nicht als kurzfristige Entscheidungshilfe am Ende der Schulzeit, sondern als einen längeren Entwicklungsprozess. Bereits ab der 5. Klasse beginnen viele Kinder, sich selbst stärker wahrzunehmen, Interessen zu entwickeln und erste Vorstellungen von „Arbeit“ und „Beruf“ zu formen.

Gleichzeitig erleben viele Eltern eine große Unsicherheit: Welche Angebote sind sinnvoll? Was ist Pflicht, was freiwillig? Und wie viel Unterstützung ist hilfreich, ohne zusätzlichen Druck aufzubauen? Der digitale Elternstammtisch sollte genau hier ansetzen: Informationen bündeln, Angebote einordnen und Eltern im Prozess stärken.

Druck rausnehmen, Erfahrungen ermöglichen

Ein zentrales Fazit des Abends war der bewusste Umgang mit Erwartungen. Eine wichtige Wortmeldung aus dem Publikum brachte dies prägnant auf den Punkt:

Der erste Beruf ist nicht der letzte. Entscheidend ist, den Druck aus der Orientierung und aus den ersten Schritten herauszunehmen.

Berufsorientierung wurde von allen Beteiligten als Raum zum Ausprobieren verstanden. Kinder sollen Erfahrungen sammeln dürfen, ohne sich früh festlegen zu müssen. Eltern können dabei unterstützen, indem sie Gesprächspartner bleiben, Interesse zeigen und helfen, Stärken und Interessen sichtbar zu machen, ohne zu steuern oder vorzugeben.

Ausbildung ist Familiensache

Claudia Wolf von der Jugendberufsagentur Magdeburg stellte die vielfältigen Unterstützungsangebote für Jugendliche und Eltern vor. Berufsorientierung und Ausbildungswahl gelingen besser, wenn Schule, Beratung und Familie zusammenwirken.

Eltern spielen dabei eine zentrale Rolle, unter anderem durch:

  • Gespräche auf Augenhöhe
  • Ermutigung statt Erwartungsdruck
  • Unterstützung bei der Suche nach Praktika
  • Begleitung zur Berufsberatung, wenn dies gewünscht ist

Die Jugendberufsagentur versteht sich dabei als niedrigschwellige Anlaufstelle mit dem klaren Anspruch: Niemand soll verloren gehen.


Girls’Day und Boys’Day als niedrigschwellige Angebote

Marcella Mertig vom Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt stellte den Girls’Day und Boys’Day vor. Diese Aktionstage richten sich an Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse und ermöglichen Einblicke in Berufsfelder jenseits klassischer Rollenbilder. Die Teilnahme ist freiwillig, schulisch abgesichert und sowohl vor Ort als auch digital möglich.

Deutlich wurde: Diese Angebote dienen dem Kennenlernen und der Orientierung, nicht der Entscheidung. Sie können ein guter erster Schritt sein, um Interessen zu erkunden und Gesprächsanlässe in der Familie zu schaffen.

Zentrale Erkenntnisse des Abends

  • Berufsorientierung ist ein Prozess, kein frühes Festlegen
  • Ausprobieren ist wichtiger als Planen
  • Eltern sind Begleiter, nicht Projektmanager
  • Unterstützung heißt auch, Unsicherheit auszuhalten

Die Wirksamkeit solcher niedrigschwelligen Angebote wurde auch durch Zahlen aus der Praxis untermauert. Laut aktuellen Auswertungen waren 96 Prozent der teilnehmenden Mädchen und 94 Prozent der Jungen mit dem Girls’Day beziehungsweise Boys’Day zufrieden. Mehr als 60 Prozent der Teilnehmenden gaben zudem an, dass ihnen der Tag geholfen habe, eine bessere Vorstellung von möglichen beruflichen Wegen zu entwickeln.  

Mehrere Teilnehmende äußerten im Chat, dass sie den Abend als entlastend empfunden haben. Besonders hilfreich war für viele die Einordnung, dass Umwege normal sind und zur Entwicklung dazugehören.


Austausch ermöglichen und Angebote einordnen

Hinweise auf weitere digitale Elternstammtische und Beteiligungsmöglichkeiten werden auf unserer Website veröffentlicht. Rückmeldungen und Themenvorschläge aus der Elternschaft sind wie immer ausdrücklich willkommen.

Einladung zum digitalen Elternstammtisch – Berufsorientierung ab der 5. Klasse

Digitaler Elternstammtisch - Berufsorientierung ab der 5. Klasse

Berufsorientierung ab der 5. Klasse

Viele Eltern fragen sich, ab wann Berufsorientierung für ihr Kind sinnvoll ist und welche Angebote wirklich weiterhelfen. Genau diesen Fragen widmet sich der digitale Elternstammtisch des Stadtelternrates Magdeburg und der Koordinationsstelle Schulsozialarbeit.

Termin: 14. Januar 2026

Uhrzeit: 18:30 Uhr bis 20:00 Uhr

Ort: online

Teilnahme: über QR Code oder Link https://smplu.link/uBEd3

Eingeladen sind Eltern und Interessierte aller Schulformen, insbesondere mit Kindern ab der 4. Klasse oder 5. Klasse.

Warum Berufsorientierung bereits ab der 5. Klasse wichtig sein kann

Berufsorientierung (BO) wird häufig erst mit den Abschlussklassen verbunden. Tatsächlich beginnen wichtige Orientierungsprozesse deutlich früher. Mit dem Wechsel in die Sekundarstufe entwickeln Kinder ein stärkeres Selbstbild, vergleichen sich mit anderen und stellen erste Fragen zu ihren Stärken und Interessen.

Gerade Formate wie der Zukunftstag (Girls’Day und Boys’Day) setzen bewusst früh an und sind in Sachsen Anhalt rechtlich klar geregelt. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5, abhängig von Schulform und Jahrgangsstufe.

Übergänge und Schulformfragen werden konkreter

Ab Klasse 5 beginnt für viele Kinder eine neue Schulphase mit neuen Anforderungen. Fragen wie „Was kann ich gut?“ oder „Wofür lohnt sich die Anstrengung?“ tauchen oft früher auf, als wir Erwachsenen erwarten. BO setzt hier an, indem sie Interessen und Fähigkeiten sichtbar macht und Selbstwirksamkeit stärkt.

Rollenbilder wirken früh

Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass Rollenbilder die Berufswahl beeinflussen. Formate wie der Zukunftstag sind ausdrücklich dafür da, Kindern Einblicke unabhängig von Geschlechterklischees zu ermöglichen.  

Welche Angebote Eltern kennen sollten

Eltern sehen sich oft einer Vielzahl von Programmen gegenüber. Ein kurzer Überblick über zentrale Bausteine:

  • Zukunftstag (Girls’Day und Boys’Day): erster Einblick in Berufsfelder, klischeefrei und praxisnah
  • BRAFO (Sachsen Anhalt): Berufsorientierung für die Klassen 7 bis 9 mit Potenzialanalysen und Praxisphasen
  • Berufsorientierungsprogramm (BOP): bundesweites Angebot mit Berufsfelderkundungen
  • Jugendberufsagentur Magdeburg: zentrale Anlaufstelle für Beratung und Unterstützung am Übergang Schule Beruf

Der Elternstammtisch hilft dabei, diese Angebote einzuordnen und passende Wege für das eigene Kind zu erkennen.

Referentinnen des Abends

Marcella Mertig, Ministerium für Bildung Sachsen Anhalt

Sie bringt die landesweite Perspektive ein, insbesondere zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, Berufsorientierung und zum Zukunftstag.

Claudia Wolf, Jugendberufsagentur Magdeburg

Als Koordinatorin der JBA kennt sie die kommunalen Unterstützungsangebote und typische Fragen von Familien aus der Praxis.

Jetzt teilnehmen und informieren

Der digitale Elternstammtisch bietet Raum für Information, Austausch und konkrete Fragen aus dem Familienalltag. Eine Teilnahme ist ohne Vorkenntnisse möglich.

Nutzen Sie den Link https://smplu.link/uBEd3 oder den QR Code auf dem Flyer und nehmen Sie am 14. Januar 2026 teil. Frühzeitige Orientierung kann ein wichtiger Schritt sein, um Kinder sicher und gelassen auf ihrem Weg zu begleiten.


Eltern, Schulen und Initiativen, die auf den digitalen Elternstammtisch aufmerksam machen möchten, können die beigefügten digitalen Flyer gern zur Weiterverbreitung nutzen.

Das Wichtigste aus dem Digitalen Elternstammtisch – Gewalt und Schule

Digitaler Elternstammtisch Magdeburg stellt Lösungsstrategien vor

Am 11. Juni 2025 fand der digitale Elternstammtisch des Stadtelternrats Magdeburg in Kooperation mit der Koordinationsstelle Schulsozialarbeit statt – mit rund 40 Teilnehmenden, engagierten Diskussionen und einem klaren Ziel: Gewalt in der Schule besser zu erkennen und wirksam zu begegnen. Schulsozialarbeiterin Daniela Altenburg gab praxisnahe Einblicke, moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Hinz (KOST Magdeburg).

Gewalt fängt nicht erst mit Schlägen an

Was ist noch harmlos – und wann ist die Grenze überschritten? Diese Frage stand im Zentrum der Veranstaltung. Entscheidend sei nicht die juristische Definition, sondern das subjektive Erleben des betroffenen Kindes: Fühlt es sich sicher? Wird es ernst genommen? Dann braucht es Unterstützung – unabhängig von formalen Kriterien.

Systemisch denken heißt: gemeinsam handeln

Der Abend war geprägt von einer systemisch-ressourcenorientierten Haltung: Kinder und Jugendliche werden nicht isoliert betrachtet, sondern im Zusammenspiel ihrer Lebenswelten – Schule, Familie, Freundeskreis. Ziel ist es, Stärken zu erkennen, tragfähige Beziehungen aufzubauen und lösungsorientiert zu handeln, bevor Konflikte eskalieren.

Wichtige Fragen in diesem Ansatz:

  • Welche Ressourcen gibt es bereits – im Kind, in der Familie, in der Schule?
  • Wie kann ein unterstützendes Netzwerk aktiviert werden?
  • Wie gestalten wir Beziehungen, in denen Kinder sich sicher fühlen?

Zentrale Erkenntnisse auf einen Blick

  • Kindzentriert denken: Das Wohlbefinden des Kindes steht im Mittelpunkt aller Entscheidungen.
  • Zuhören und Vertrauen schenken: Kinder spüren, wenn etwas nicht stimmt. Ihre Wahrnehmungen sind ernst zu nehmen.
  • Deeskalation statt Gegengewalt: Ruhe bewahren, vermitteln, professionelle Hilfe einbeziehen.
  • Verhalten im Blick, nicht Etiketten: Keine vorschnellen Zuschreibungen wie „Täter“ oder „Opfer“, sondern Ursachen verstehen.
  • Schule muss handeln – auch ohne „offizielles Mobbinglabel“: Wenn ein Kind leidet, darf sich Schule nicht hinter Definitionen verstecken.

Was funktioniert? – Gute Praxisbeispiele

Der Austausch brachte viele konkrete Ideen hervor, darunter:

  • Anonyme Umfragen zu Schuljahresbeginn zur Früherkennung von Problemen.
  • Anti-Aggressions-Workshops für Schüler:innen.
  • Krisenteams mit Beteiligung von Schulsozialarbeit, Elternvertretung, externen Fachstellen.
  • Niedrigschwellige Vertrauenspersonen – digital erreichbar.
  • Eltern-Kind-Workshops zur Konfliktlösung in der Familie.
  • Fortbildungen für Lehrkräfte zu Deeskalation und Cybermobbing.

Stimmen aus dem Chat: Alltag voller Herausforderungen

Mehrere Beiträge machten deutlich, wie schwierig es oft ist, Hilfe zu bekommen:

„Unser Kind und andere Kinder der Klasse waren über Monate körperlicher und seelischer Gewalt ausgesetzt. Wir haben uns an Schulleitung, Elternrat, Jugendamt, Polizei gewandt. Leider ohne Erfolg. […] Gibt es eine neutrale Stelle, die intervenieren kann?“

„Wie fängt man am besten das Gespräch mit dem Kind an, wenn es Angst hat darüber zu reden, da es denkt das es nur schlimmer wird, wenn die Eltern jetzt noch reagieren?“

”Schule stuft Vorfälle nicht als Mobbing ein – wir sind dabei, unser Kind auf eine andere Schule zu geben.”

Diese Erfahrungen zeigen: Es braucht klare Ansprechstellen, verlässliche Netzwerke und echte Handlungsspielräume – über die Schule hinaus.

Unser Fazit

Der Abend hat verdeutlicht: Gewaltprävention ist Beziehungsarbeit. Wenn Schule, Eltern, Kinder und Fachkräfte gemeinsam handeln, entsteht eine Kultur des Hinschauens, Zuhörens und Handelns. Es geht nicht nur um Intervention, sondern um ein Klima der Sicherheit, Empathie und Wertschätzung – jeden Tag.


Danke für den Austausch!

Ein großer Dank gilt allen Teilnehmenden, besonders Daniela Altenburg für ihre Expertise und Martin Hinz für die technische Begleitung. Der Elternstammtisch hat gezeigt: Der Wille zur Veränderung ist da – jetzt braucht es Strukturen, die ihn tragen.

🧭 Für alle, die sich weiter vernetzen oder aktiv werden wollen: Meldet euch beim Stadtelternrat Magdeburg oder der Koordinationsstelle Schulsozialarbeit.

Gewalt und Schule – Einladung zum digitalen Elternstammtisch

Gewalt und Schule Banner-Bild

Gewalt an Schulen ist ein Thema, das uns als Schulgemeinschaft bewegt und das wir nicht ignorieren können. Aktuelle Erhebungen zeigen: Sowohl Gewalt unter Schülerinnen und Schülern als auch Gewalt gegen Lehrkräfte bleibt auf einem hohem Niveau, und in manchen Bereichen hat sie sogar zugenommen. Im Folgenden möchten wir Ihnen einige zentrale Fakten und Zahlen präsentieren, um deutlich zu machen, warum es so wichtig ist, sich damit auseinanderzusetzen – und weshalb unser digitaler Elternstammtisch am 11. Juni 2025 genau jetzt so relevant ist.


Die Situation ist sehr komplex

Fast alle Lehrkräfte (98 %) berichten, dass es im letzten Schuljahr unter Schüler:innen psychische Gewalt gab – etwa die Hälfte sogar häufig –, und 90 % haben körperliche Auseinandersetzungen beobachtet, wobei ein Drittel von regelmäßigen Vorfällen spricht und ein Viertel wöchentlich damit konfrontiert ist. Rund 20 % nennen außerdem Drohungen, Erpressung oder sexualisierte psychische Gewalt, oft auch im digitalen Raum, was schnell schwerwiegende Folgen hat.

Lehrkräfte sind selbst zunehmend betroffen: Psychische Angriffe gegenüber ihnen stiegen in den letzten fünf Jahren von 48 % auf 65 % und physische Übergriffe von 26 % auf 35 %; fast 36 % berichten von Cybermobbing. Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete 2023 insgesamt 27.470 Schul-Gewaltdelikte (2022: 21.570), ein Anstieg um 27 %.

Schon kleine Anzeichen – ein abschätziger Kommentar in der Pause, unsichere Chat-Nachrichten oder eine angespannte Situation im Klassenzimmer – sollten wir deshalb ernst nehmen. Um dem gemeinsam zu begegnen, braucht es vertraute Ansprechpartner:innen an der Schule (Vertrauenslehrkräfte, Schulsozialarbeit), Fortbildungen zu Deeskalation für Lehrkräfte und Angebote für Schüler:innen, wie z. B. Workshops zu „Starke Beziehungen“, in denen Empathie und Konfliktlösungsfähigkeit gestärkt werden.


Einladung zum digitalen Elternstammtisch

Damit wir gemeinsam einen Schritt weiterkommen und nachhaltige Lösungen für den Schulalltag entwickeln, laden wir, der Stadtelternrat Magdeburg & die Koordinationsstelle Schulsozialarbeit Sie herzlich ein zu unserem digitalen Elternstammtisch:

Mittwoch, 11.06.2025, 18:30–20:00 Uhr via Zoom

Thema: „Gewalt und Schule – erkennen, handeln, vorbeugen“

Unsere Expertin Frau Diana Altenburg, seit über 16 Jahren in Jugendhilfe, Schule und Schulsozialarbeit tätig, wird Ihnen:

  • einen Überblick über die verschiedenen Formen von Gewalt an Schulen geben,
  • zeigen, bei welchen Anzeichen Handlungsbedarf besteht,
  • erklären, an wen sich Eltern, Lehrkräfte und Schüler:innen in akuten Fällen wenden können,
  • und darlegen, welche Präventions- und Interventionsstrategien wirklich greifen.

Ihre Fragen, Erfahrungen und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht! Ob Sie aktiv mitdiskutieren oder zuhören möchten – jede Perspektive zählt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Teilen Sie diese Einladung gerne mit anderen Eltern, Lehrkräften und Schüler:innen in Ihrem Netzwerk. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass unsere Schulen sichere Orte bleiben.

Wir freuen uns auf Sie!

Klicken Sie auf das Bild, um kostenlos via Zoom teilzunehmen.

Quellen

  • DGUV Barometer Bildungswelt 2024 – Gewalt unter Schülerinnen und Schülern (PDF) https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/5000
  • VBE: Alles zum Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“ https://www.vbe.de/themen/gewalt-gegen-lehrkraefte/alles-zum-thema-gewalt-und-lehrkraefte
  • Tagesschau: „Schulleiter sehen zunehmende Gewalt gegen Lehrer“ https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/gewalt-lehrer-studie-100.html
  • Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 (BKA) https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2023/pks2023_node.html

Das Wichtigste aus dem Digitalen Elternstammtisch – Zukunftstag 2025 im Fokus

Beim Digitalen Elternstammtisch haben wir über die wichtigsten Fragen rund um den Zukunftstag 2025 (Girls’Day & Boys’Day) gesprochen. Welche Chancen bietet dieser Tag? Wie können Eltern ihre Kinder unterstützen? Und was müssen Schulen und Unternehmen beachten? In diesem Beitrag fassen wir die zentralen Erkenntnisse für Sie zusammen – inklusive einer Präsentation zum Download!

Was ist der Girls‘Day und Boys‘Day?

Der Girls‘Day und Boys‘Day am 3. April 2025 sind bundesweite Aktionstage zur Förderung der Berufswahlfreiheit.

  • Mädchen erhalten Einblicke in technische, wissenschaftliche, handwerkliche und industrielle Berufe.
  • Jungen lernen Berufe in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pflege und Soziales kennen.

In Magdeburg gibt es dazu 76 Angebote für Mädchen mit 690 Plätzen und 54 Angebote für Jungen mit 300 Plätzen – viele davon sind noch frei!

Warum ist dieser Tag wichtig?

Studien zeigen, dass traditionelle Rollenbilder oft die Berufswahl beeinflussen. Der Zukunftstag hilft Jugendlichen, ihre Interessen unabhängig von Geschlechterklischees zu entdecken. Die Zahlen sprechen für sich:

✔ 96 % der Mädchen und 94 % der Jungen bewerten den Zukunftstag als positiv.

✔ 63 % der Mädchen und 62 % der Jungen empfinden ihn als hilfreich für ihre Berufsorientierung.

So funktioniert die Anmeldung

Die Anmeldung für den Girls‘Day und Boys‘Day ist unkompliziert:

  1. Ein Unternehmen oder eine Institution im Radar-System (Online-Plattform) finden.
  2. Einen Platz buchen und das Anmeldeformular ausfüllen.
  3. Die Schule über die Teilnahme informieren – die Freistellung wird geprüft und genehmigt.
  4. Am Zukunftstag teilnehmen und die Bestätigung der Anwesenheit einholen.
  5. Das ausgefüllte Anmeldeformular der Schule vorlegen.

Wichtig: Der Zukunftstag zählt als Schulveranstaltung, sodass ein Unfallversicherungsschutz besteht.

Besondere Angebote in Magdeburg

In Magdeburg gibt es einige spannende Möglichkeiten, darunter:

Boys‘Day in der Stadtverwaltung – Entdecken Sie den Beruf des Verwaltungsfachangestellten und erleben Sie die Arbeit hinter den Kulissen der Stadtverwaltung.

Girls‘Day im Baudezernat – Mädchen können praktische Erfahrungen in den Bereichen Vermessungstechnik, Garten- und Landschaftsbau oder Straßenbau sammeln – inklusive Baggerfahren!

Eltern als Unterstützer in der Berufsorientierung

Eltern spielen eine entscheidende Rolle in der Berufsorientierung ihrer Kinder. Nutzen Sie die Chance, Ihr Kind aktiv bei der Teilnahme am Zukunftstag zu unterstützen!

🔗 Laden Sie hier die vollständige Präsentation mit allen Details herunter:

Wir freuen uns auf einen erfolgreichen Zukunftstag 2025 und bedanken uns für die Unterstützung bei Marcella Mertig (Ministerium für Bildung, Gleichstellungsbeauftragte), Martin Hinz (Koordinationsstelle Schulsozialarbeit in der Landeshauptstadt Magdeburg) und  Daniela Diestelberg (Amt für Gleichstellungsfragen der Landeshauptstadt Magdeburg)

Berufsorientierung: Ohne Eltern geht es nicht!

Die Berufswahl ist eine große Entscheidung – für Jugendliche und ihre Eltern. Überall gibt es Angebote und Initiativen, doch genau das macht es oft schwer: Wo fängt man an? Was ist wirklich hilfreich?

Eltern wollen unterstützen, aber oft fehlt die Orientierung: Genau hier setzt der Digitale Elternstammtisch an – mit praktischen Einblicken und echten Erfahrungen.

Drei Erkenntnisse begegnen uns immer wieder

  1. Die Berufsorientierung kann über die Zukunft der Schülerinnen und Schüler entscheiden.
  2. Für Familien ist diese Zeit oft anstrengend. So viele Möglichkeiten, so viele Entscheidungen!
  3. Ohne Eltern geht es nicht! Ihre Unterstützung ist der Schlüssel zum Erfolg.

Trotz der Vielzahl an Projekten gibt es ein Angebot, das besonders hervorsticht: der „Girls’Day“ und „Boys’Day“. In Sachsen-Anhalt wird er von Marcella Mertig (MB) koordiniert, begleitet von Daniela Diestelberg (Amt für Gleichstellungsfragen Magdeburg). Beide betonen: Eltern sind unersetzlich in diesem Prozess!

Unser Ziel? Gemeinsam Ideen entwickeln, um die Berufsorientierung zu entlasten – für Schüler:innen, Eltern und Beteiligte. Der Zukunftstag bietet die perfekte Gelegenheit, um neue Impulse zu setzen und echte Mehrwerte zu schaffen

Klicken und teilnehmen.

Großes Interesse am digitalen Elternstammtisch „Müssen Schulen und Kitas auf Kuchenbasare künftig Steuern zahlen?“

Mit 80 Teilnehmenden war der digitale Elternstammtisch am 20. November 2024 sehr gut besucht. Das große Interesse zeigt, wie wichtig das Thema der steuerrechtlichen Änderungen ab 2025 für Schulen und Kitas ist. Dr. Christian Sterzinger vom Finanzministerium und Prof. Dr. Roland Kirstein erläuterten praxisnah die kommenden Herausforderungen und zeigten konkrete Lösungswege auf.


Für alle, die nicht teilnehmen konnten oder die Informationen noch einmal nachlesen möchten, stehen hier die Präsentationsunterlagen zum Download bereit:

Müssen Schulen und Kitas auf Kuchenbasare künftig Steuern zahlen?

Wie können Schulen und Kitas künftig Basare, Schulfeste und Abschlussfeiern rechtssicher gestalten? Ab 2025 ändern sich die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen für öffentliche Bildungseinrichtungen grundlegend.


Beim digitalen Elternstammtisch erläutern Dr. Christian Sterzinger (Finanzministerium) und Prof. Dr. Roland Kirstein praxisnah die kommenden Änderungen und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten auf.


Informieren Sie sich am 20.11.2024 um 18:30 Uhr online über dieses wichtige Thema für unsere Schulgemeinschaft.

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